The National Times - Chamenei macht Trump für Opfer im Iran verantwortlich und droht "Aufrührern"

Chamenei macht Trump für Opfer im Iran verantwortlich und droht "Aufrührern"


Chamenei macht Trump für Opfer im Iran verantwortlich und droht "Aufrührern"
Chamenei macht Trump für Opfer im Iran verantwortlich und droht "Aufrührern" / Foto: © AFP/Archiv

Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei hat US-Präsident Donald Trump die Schuld für "Opfer" bei den Protesten in seinem Land gegeben und zugleich "Aufrührern" mit Vernichtung gedroht. "Wir machen den amerikanischen Präsidenten für die Opfer, die Schäden und die Anschuldigungen verantwortlich, die er gegen die iranische Nation erhoben hat", sagte Chamenei am Samstag.

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"Das war eine amerikanische Verschwörung", fügte der Ayatollah in seiner Ansprache anlässlich eines religiösen Feiertags hinzu. "Amerikas Ziel ist es, den Iran zu schlucken" und das Land wieder unter seine "militärische, politische und wirtschaftliche Herrschaft" zu stellen, sagte Chamenei.

Das geistliche Oberhaupt kündigte zudem ein hartes Vorgehen gegen "Aufrührer" an. "Mit Gottes Gnade muss die iranische Nation den Aufrührern das Rückgrat brechen, so wie sie dem Aufruhr das Rückgrat gebrochen hat", sagte er in seiner Rede. "Wir haben nicht vor, das Land in einen Krieg zu führen, aber wir werden einheimische Verbrecher nicht verschonen", fügte Chamenei hinzu. Noch schlimmer als einheimische Verbrecher seien internationale Verbrecher. "Auch sie werden wir nicht verschonen", warnte der Ayatollah.

Die Proteste im Iran hatten Ende Dezember begonnen. Sie entzündeten sich zunächst an der schlechten Wirtschaftslage, weiteten sich dann aber rasch zu einer Massenbewegung gegen die religiöse und politische Führung der Islamischen Republik aus. Die Behörden gingen brutal gegen die Demonstrierenden vor. Die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHR) geht von bislang mindestens 3428 getöteten Demonstrierenden aus.

Die Führung in Teheran machte mehrfach die USA für die Massenproteste verantwortlich, die sie als "Aufstände" und "terroristische Operationen" bezeichnete. Trump hatte Teheran wiederum mehrfach mit einem Eingreifen der USA gedroht. Zuletzt äußerte er sich aber wieder zurückhaltender. Am Mittwoch sagte er, er habe aus "zuverlässiger Quelle" erfahren, dass "die Tötungen im Iran aufhören". Am Freitag sprach Trump der iranischen Führung seinen Dank für die Absage von geplanten Hinrichtungen aus.

S.Cooper--TNT

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