The National Times - Dorfbewohner werfen Myanmars Militär Brandschatzung vor

Dorfbewohner werfen Myanmars Militär Brandschatzung vor


Dorfbewohner werfen Myanmars Militär Brandschatzung vor
Dorfbewohner werfen Myanmars Militär Brandschatzung vor

Das Militär von Myanmar hat nach Angaben von Dorfbewohnern und regierungskritischen Milizen im Nordwesten des Landes hunderte Häuser niedergebrannt. "Sie schossen mit Artillerie und Gewehren, bevor sie einmarschierten", sagte eine Frau aus der Sagaing-Region am Freitag. Die Dorfbewohner hätten die Flucht ergriffen, bevor die Soldaten rund 200 Häuser in Brand setzten, darunter auch ihres.

Textgröße ändern:

"Wir konnten nichts mitnehmen", sagte sie weiter. "Wir haben nur ein paar warme Sachen mitgenommen und sind dann einfach weggelaufen."

Ein regierungskritischer Kämpfer berichtete außerdem, dass Militär habe in einem weiteren Dorf rund 600 Häuser angezündet. Eine Einheit der bewaffneten Widerstandsorganisation Streitkräfte des Volkes (PDF) habe dort eine mit der Militärjunta verbündete Miliz angegriffen und sei dann geflohen. "Als die PDF das Dorf verließ, brannte die Armee es nieder", sagte der Kämpfer.

Lokale Medien berichteten ebenfalls, dass Hunderte von Häusern in den beiden Dörfern zerstört worden seien. Die Nachrichtenagentur AFP erhielt Aufnahmen von Überresten dutzender abgebrannter Gebäude, die angeblich eines der Dörfer zeigen. Die Berichte aus der abgelegenen Region ließen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren.

Das staatliche Fernsehen hatte am Donnerstag einen Bericht gesendet, in dem PDF-Kämpfer beschuldigt wurden, Brände gelegt zu haben. Aufnahmen der Zerstörung zeigten angeblich von "Terroristen" zerstörte, ausgebrannte Gebäude.

Die Junta in Myanmar hatte am 1. Februar 2021 mit einem Putsch die Macht an sich gerissen. Seitdem kommt es regelmäßig zu Protesten. In vielen Gegenden haben sich Milizen gebildet, die gegen das Militär kämpfen.

Die Militärjunta geht brutal gegen ihre Gegner vor. Seit dem Putsch wurden nach Angaben myanmarischer Menschenrechtler fast 1500 Menschen durch Sicherheitskräfte getötet. Mehr als 11.000 Menschen wurden festgenommen.

A.Robinson--TNT

Empfohlen

US-Druck auf Kuba: Havanna bittet internationale Gemeinschaft dringend um Hilfe

Angesichts des US-Vorgehens gegen Kuba hat das kommunistische Land die internationale Gemeinschaft dringend um Hilfe gebeten. Seinem Land drohe eine "humanitäre Katastrophe", sagte Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla am Dienstag in einer Rede vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. "Jetzt sollte die Zeit für Solidarität mit Kuba sein."

Nordkorea meldet Test von neuem Raketensystem und Marschflugkörpern

Nordkorea hat nach eigenen Angaben ein neues Raketenstartsystem sowie ein neues Marschflugkörper-Waffensystem getestet. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch berichtete, wurden die am Vortag ausgeführten Tests von Machthaber Kim Jong Un persönlich beaufsichtigt. Dieser sprach den Angaben zufolge von einem "klaren Signal für die Modernisierung unserer Streitkräfte".

Doppel-Niederlage für Trump im Streit um Wahlkreiszuschnitte

US-Präsident Donald Trump hat in seinem Bestreben, in bestimmten Bundesstaaten vor den Kongress-Zwischenwahlen im November die Wahlkreise zugunsten seiner Republikaner zu verändern, eine doppelte Niederlage erlitten. In South Carolina blockierten Senatoren des Bundesstaates am Dienstag eine neue Wahlkreiskarte. Und in Alabama stoppte ein Gericht einen Neuordnungsplan der Republikaner.

Verfassungsschutz-Präsident Selen fordert neue Befugnisse für seine Behörde

Im Kampf gegen wachsende Sicherheitsrisiken fordert Verfassungsschutz-Präsident Sinan Selen neue Befugnisse für den Inlands-Nachrichtendienst. "Sicherheit und Souveränität resultieren aus Abschreckung und Wehrhaftigkeit", sagte Selen der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochsausgabe). Ein Abwehrdienst habe die "klare und unmissverständliche Mission", Angriffen effektiv entgegenzutreten. "Wir müssen in Zukunft operativer arbeiten. Dafür brauchen wir neue und erweiterte Fähigkeiten", sagte Selen.

Textgröße ändern: