The National Times - Nordkorea startet ersten Raketentest des Jahres

Nordkorea startet ersten Raketentest des Jahres


Nordkorea startet ersten Raketentest des Jahres
Nordkorea startet ersten Raketentest des Jahres / Foto: © KCNA VIA KNS/AFP

Nordkorea hat am Sonntag mehrere Raketen über dem Meer abgefeuert. Das südkoreanische Verteidigungsministerium teilte mit, es habe "mehrere Geschosse, mutmaßlich ballistische Raketen" gesichtet, die gegen 7.50 Uhr (Ortszeit, Samstag 23.50 MEZ) in der Nähe der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang abgefeuert worden seien. Ein Politikexperte sah einen Zusammenhang zwischen dem Raketentest Nordkoreas und dem US-Militärangriff auf Venezuela.

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Die Raketen seien "etwa 900 Kilometer weit" geflogen, erklärte das Verteidigungsministerium in Seoul. Südkorea und die USA würden die abgefeuerten Raketen untersuchen und gleichzeitig die "vollständige Einsatzbereitschaft aufrechterhalten". Der Raketentest erfolgte wenige Stunden vor der Abreise des südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung zu einem Staatsbesuch in China.

Auch das japanische Verteidigungsministerium bestätigte die Sichtung mutmaßlicher Raketen aus Nordkorea. Zwei Raketen hätten eine Höhe von 50 Kilometern erreicht und seien 900 beziehungsweise 950 Kilometer weit geflogen. "Nordkoreas Atom- und Raketenentwicklung bedroht den Frieden und die Stabilität unseres Landes und der internationalen Gemeinschaft und ist absolut inakzeptabel", sagte Japans Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi vor Journalisten.

Zuletzt hatte Pjöngjang im November einen Raketentest vorgenommen, nachdem US-Präsident Donald Trump Südkoreas Plan für den Bau eines Atom-U-Bootes gebilligt hatte.

Ein Politikexperte schloss einen Zusammenhang zwischen dem Raketentest und dem US-Militärangriff auf Venezuela nicht aus: "Sie befürchten wahrscheinlich, dass die USA, wenn sie sich dazu entschließen, jederzeit einen Präzisionsangriff starten könnten, der das Überleben des Regimes gefährden würde", sagte Hong Min vom Korea Institut für Nationale Vereinigung. Vermutlich habe Pjöngjang signalisieren wollen, "dass ein Angriff auf Nordkorea nicht so einfach wäre wie ein Angriff auf Venezuela", fügte er hinzu.

Bei dem US-Militärangriff auf Nordkoreas Verbündeten Venezuela war am Samstag dessen linksnationalistischer Präsident Nicolás Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht worden - ein langjähriges Alptraumszenario für die Führung in Pjöngjang, die Washington lange Zeit vorwarf, ihre Entmachtung anzustreben.

Ein ehemaliger ranghoher nordkoreanischer Diplomat sagte, Pjöngjang müsse aus dem US-Militäreinsatz zur Festnahme Maduros lernen. Er hoffe, "dass es sich lange Zeit an den ehemaligen Präsidenten Maduro erinnert - als einen Mann, der eine wertvolle Gelegenheit durch Prahlerei verspielt hat", erklärte Lee Il-kyu, Pjöngjangs ehemaliger politischer Berater in Kuba, der sich 2023 nach Südkorea abgesetzt hatte, am Sonntag im Onlinedienst Facebook.

Nordkorea hat in den vergangenen Jahren seine Tests von Raketen und Marschflugkörpern deutlich verstärkt. Analysten zufolge zielt Pjöngjang darauf ab, seine Präzisionsfähigkeiten zu verbessern, die USA und Südkorea herauszufordern - und Waffen zu testen, bevor diese an den Verbündeten Russland geliefert werden.

In den kommenden Wochen wird in Pjöngjang zudem erstmals seit fünf Jahren ein wichtiger Kongress der Regierungspartei abgehalten. Dabei werden Wirtschaftspolitik sowie Verteidigungs- und Militärplanung hoch oben auf der Tagesordnung stehen.

Vor dem Kongress ordnete Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un die "Ausweitung" und Modernisierung der nationalen Raketenproduktion und den Bau weiterer Fabriken an, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Staatliche Medien berichteten am Sonntag, dass Kim eine Einrichtung besichtigt habe, die an der Herstellung taktischer Lenkwaffen beteiligt ist. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA ordnete er an, die aktuellen Produktionskapazitiäten um 250 Prozent zu erhöhen.

J.Sharp--TNT

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