The National Times - Wadephul reist nach Rom: Gespräche zu Nutzung russischen Vermögens und Mercosur

Wadephul reist nach Rom: Gespräche zu Nutzung russischen Vermögens und Mercosur


Wadephul reist nach Rom: Gespräche zu Nutzung russischen Vermögens und Mercosur
Wadephul reist nach Rom: Gespräche zu Nutzung russischen Vermögens und Mercosur / Foto: © AFP/Archiv

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) reist am Montagnachmittag nach Italien. Bei den Gesprächen in Rom werde es insbesondere um die Nutzung des in Europa eingefrorenen Vermögens der Russischen Zentralbank zur Unterstützung der Ukraine gehen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Freitag in Berlin. Dies sei "mit Sicherheit eines der Themen, das am dringlichsten ist".

Textgröße ändern:

Wadephul wird demnach in Rom ein Gespräch mit dem italienischen Außenminister Antonio Tajani führen. Er nehme zudem an einer Konferenz der italienischen Botschafterinnen und Botschafter teil.

Italien ist eines der Länder, das vor der geplanten Entscheidung des EU-Gipfels Ende der Woche Bedenken gegen die Nutzung des eingefrorenen russischen Vermögens angemeldet hat. Gegen den Plan wehrt sich bisher vor allem Belgien. Es fürchtet finanzielle und politische Konsequenzen, wenn das bei der dort angesiedelten Gesellschaft Euroclear eingefrorene Geld der russischen Zentralbank für die Unterstützung der Ukraine verwendet wird.

Regierungssprecher Stefan Kornelius zeigte sich zuversichtlich, dass Europa hier Handlungsfähigkeit zeige. Die Nutzung der Gelder ist demnach "der Hebel, den die Europäische Union anwenden kann, um in diesem Krieg Einfluss zu nehmen".

Bei dem Besuch Wadephuls in Rom stehe die "ganze Bandbreite der außenpolitischen und europapolitischen Herausforderungen" auf der Agenda, sagte der Außenamtssprecher weiter. Gespräche wolle der Minister auch über das Freihandelsabkommen Mercosur führen, wo Italien gleichfalls neben anderen Staaten Bedenken gegen einen Abschluss noch vor Ende des Jahres hat.

"Mit Blick auf die weltpolitischen Handelsentwicklungen und den Freihandel insgesamt wäre es ein starkes Zeichen der europäischen Handlungsfähigkeit, wenn die Europäische Union nun diesen Handelsvertrag tatsächlich abschließen würde", betonte Kornelius. Es gebe aus Sicht der Bundesregierung "eine hohe Dringlichkeit", um hier "Europas Glaubwürdigkeit zu demonstrieren".

A.M.Murray--TNT

Empfohlen

13 Tote bei dschihadistischem Angriff auf Flughafen in Nigers Hauptstadt Niamey

Bei einem dschihadistischen Angriff auf den Flughafen in Nigers Hauptstadt Niamey sind am Donnerstag mindestens 13 Menschen getötet worden. Neben elf Soldaten seien auch zwei Zivilisten unter den Toten, teilte das Verteidigungsministerium des westafrikanischen Landes mit. Zudem seien 22 Angreifer getötet und etwa 20 Verdächtige festgenommen worden. Die Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime (JNIM), ein Ableger des Extremistennetzwerks Al-Kaida, bekannte sich zu dem Angriff.

Ex-US-Präsidenten und Merkel bei Eröffnung von Obama-Center - Trump fehlt

Zur Eröffnung des Obama-Centers in Chicago haben sich zahlreiche US-Stars, Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) und sämtliche Ex-US-Präsidenten die Ehre gegeben - Amtsinhaber Donald Trump blieb der Zeremonie am Donnerstag aber fern. An der Einweihung des Obama Presidential Center, das sich dem Leben und politischen Wirken von Ex-Präsident Barack Obama widmet, nahmen US-Showgrößen wie die Musiker Stevie Wonder und Bruce Springsteen, Regisseur Steven Spielberg und Hollywoodstar Tom Hanks teil.

EU-Staaten hoffen nach Iran-Deal auf Bewegung auch in Ukraine-Frage

Nach der Iran-Einigung zwischen Washington und Teheran hoffen die EU-Staaten auf Bewegung auch im Ukraine-Krieg. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach am Donnerstag beim Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs von einem "speziellen Momentum": "Ich habe den Eindruck, dass sich das Blatt wendet." Wichtiges Thema der Beratungen war zudem der Umgang mit China.

Iran-Abkommen: Trump wütet gegen Kritiker und spricht von "Sieg"

US-Präsident Donald Trump hat erneut gegen Kritiker seines Rahmenabkommens mit dem Iran ausgeteilt - auch aus dem eigenen politischen Lager. Die Vereinbarung sei ein "Erfolg" und sichere den Vereinigten Staaten "niedrigere Ölpreise und den Sieg", schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Alles andere sei "Propaganda" der oppositionellen Demokraten.

Textgröße ändern: