The National Times - Israel greift erneut Ziele im Südlibanon an

Israel greift erneut Ziele im Südlibanon an


Israel greift erneut Ziele im Südlibanon an
Israel greift erneut Ziele im Südlibanon an / Foto: © AFP

Zwei Tage nach dem Ende des Besuchs von Papst Leo XIV. im Libanon und einen Tag nach den ersten offiziellen Gesprächen zwischen Regierungsvertretern Israels und des Libanon seit Jahrzehnten hat die israelische Armee erneut Ziele im Südlibanon angegriffen. Sie habe "Terror-Ziele der Hisbollah" attackiert, erklärte die israelische Armee am Donnerstag. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur Ani berichtete von israelischen Angriffen auf die Dörfer Mahrouna, Dschbaa, Madschadal und Baraascheet.

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Am Mittwoch war es im Hauptquartier der UN-Friedensmission für den Libanon (Unifil) in Nakura im Südlibanon zu dem historischen Treffen gekommen. Das Büro von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahus schrieb in einer Mitteilung von einer "positiven Atmosphäre" bei den Gesprächen. Der libanesische Regierungschef Nawaf Salam stellte die Entwaffnung der Hisbollah-Miliz im Grenzgebiet zu Israel bis zum Jahresende in Aussicht, erklärte aber zugleich, bei den Gesprächen handele es sich "noch nicht" um "Friedensgespräche".

Tags zuvor hatte Papst Leo XIV. einen dreitägigen Besuch im Libanon beendet. Am Montag hatte der Pontifex vor tausenden Menschen für Frieden in der Welt gebetet - "besonders für den Libanon und für die gesamte Region".

Nach dem Überfall der radikalislamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 war auch der Konflikt zwischen Israel und der mit der Hamas verbündeten und im Libanon einflussreichen Hisbollah eskaliert. Seit November 2024 gilt im Libanon eine Waffenruhe. Beide Seiten werfen sich jedoch gegenseitig immer wieder Verstöße gegen die Feuerpause vor.

Die US-Regierung hatte zuletzt den Druck auf Beirut erhöht, die Hisbollah zu entwaffnen. Die pro-iranische Miliz lehnt dies strikt ab. Israel macht die Entwaffnung jedoch zur Bedingung für ein Ende seiner Angriffe.

Die Regierung in Beirut hatte die libanesische Armee angewiesen, bis Ende des Jahres die militärische Infrastruktur der Hisbollah südlich des Flusses Litani zu zerstören und die Hisbollah anschließend auch im Rest des Landes zu entwaffnen. Aus Israels Sicht setzt die libanesische Armee das Vorhaben jedoch nur unzureichend um. Die israelische Armee hatte zuletzt ihre Angriffe im Südlibanon intensiviert.

D.Cook--TNT

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