The National Times - Japans neue Regierungschefin will Verhältnis zu USA auf "neue Ebenen" heben

Japans neue Regierungschefin will Verhältnis zu USA auf "neue Ebenen" heben


Japans neue Regierungschefin will Verhältnis zu USA auf "neue Ebenen" heben
Japans neue Regierungschefin will Verhältnis zu USA auf "neue Ebenen" heben / Foto: © AFP

Japans neu Regierungschefin Sanae Takaichi will den bevorstehenden Besuch von US-Präsident Donald Trump nutzen, um das Verhältnis ihres Landes zu den USA auf "neue Ebenen" heben. Sie wolle während der Gespräche mit Trump in Japan kommende Woche "eine vertrauensvolle Beziehung" aufbauen, sagte Takaichi am Freitag in ihrer mit Spannung erwarteten ersten Grundsatzrede vor dem Parlament in Tokio. Damit wolle sie die Beziehung der beiden Länder "auf neue Ebenen heben".

Textgröße ändern:

Der US-Präsident wird am Montag zu einem Besuch in Japan erwartet - nur wenige Tage nach Takaichis Amtsantritt. In dem Land sind rund 60.000 US-Militärangehörige stationiert. Trump fordert von Tokio und weiteren Verbündeten eine Erhöhung ihrer Verteidigungsausgaben.

Takaichi ging in ihrer Rede darauf ein: Sie kündigte an, die Zielvorgabe von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigungsausgaben um zwei Jahre vorzuziehen. Das Ausgabenziel soll demnach noch in diesem Steuerjahr erreicht werden. Bisher wurde als Ziel das Haushaltsjahr 2027-28 angestrebt.

Takaichi war am Dienstag als erste Frau an der Spitze einer japanischen Regierung ernannt worden. Die 64-Jährige Chefin der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP) gilt als Vertraute des im Juli 2022 ermordeten ehemaligen Ministerpräsidenten Shinzo Abe, der enge Beziehungen zu Trump unterhielt.

Takaichi war schon während ihrer Amtszeit als Ministerin für wirtschaftliche Sicherheit wiederholt als lautstarke Kritikerin Chinas und dessen militärischer Aufrüstung im asiatisch-pazifischen Raum aufgetreten. Schon damals räumte sie Themen wie Wirtschaft und Verteidigung den Vorrang ein.

"Die freie, offene und stabile internationale Ordnung, an die wir uns gewöhnt haben, wird durch historische Verschiebungen im Machtgleichgewicht und den sich verschärfenden geopolitischen Wettbewerb zutiefst erschüttert", sagte sie nun in ihrer Rede. Sie warnte insbesondere vor den "militärischen Aktivitäten der Nachbarländer" China, Nordkorea und Russland. Diese Aktivitäten seien "zu einem ernsthaften Problem" geworden.

In ihrer Rede ging Takaichi auch auf die japanische Wirtschaft ein. Japan brauche ausländische Arbeitskräfte, um den Arbeitskräftemangel aufgrund des Bevölkerungsrückgangs auszugleichen, sagte sie. Allerdings hätten "einige illegale Aktivitäten und Regelverstöße bestimmter Ausländer" zu "Unbehagen" in der Öffentlichkeit geführt. Die Regierung werde "entschlossen auf solche Handlungen reagieren", kündigte sie an.

H.Davies--TNT

Empfohlen

"Zerstörende Dimension erreicht": Berliner Linke weist Antisemitismusvorwurf zurück

Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp hat die gegen ihre Partei nach der Abgeordnetenhauswahl erhobenen Antisemitismusvorwürfe zurückgewiesen. "Diese Vorwürfe sind keinen differenzierte Kritik, sondern haben eine zerstörende Dimension erreicht", sagte Eralp am Freitag bei einem Landesparteitag der Linken in Berlin. Sie wolle den Kampf gegen Antisemitismus stärken. "Jüdische Menschen müssen sich in unserer Stadt sicher fühlen", sagte sie.

Trump nennt Gipfel mit Xi erfolgreich und sieht Konsens bei "Superintelligenz"

US-Präsident Donald Trump hat den Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping als erfolgreich bewertet. Das Treffen sei "sehr positiv für beide Länder gewesen", sagte Trump am Freitag bei einem Tee-Empfang für Xi und dessen Ehefrau Peng Liyuan im Weißen Haus. Xi sprach von zwei weiteren möglichen Begegnungen mit Trump beim Apec-Gipfel in China im November und beim G20-Gipfel in den USA im Dezember.

Russland: Politikwissenschaftler Kynew wegen Drogenvorwürfen festgenommen

In Russland ist nach Angaben staatlicher Medien ein bekannter Politikwissenschaftler und Kommentator unter dem Vorwurf des Drogenhandels festgenommen worden. Den Berichten vom Freitag zufolge hatte ein Gericht die Festnahme von Alexander Kynew wegen Anschuldigungen des illegalen Handels und der Verbreitung von Drogen angeordnet, was in Russland mit Haftstrafen zwischen zehn und 20 Jahren belegt werden kann.

Münchner Migrationskonferenz: Pläne für Frontex-Ausbau zu "Rückführungsagentur"

Bei der am Samstag in München stattfindenden Migrationskonferenz sollen auch Gespräche über eine Erweiterung des Mandats der Grenzschutzagentur Frontex für Rückführungen geführt werden. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) plane, Frontex "zu einer Grenzschutz- und echten Rückführungsagentur" zu machen, sagte eine Sprecherin seines Ministeriums am Freitag auf AFP-Anfrage. Zuerst hatte der "Münchner Merkur" über die Pläne berichtet.

Textgröße ändern: