The National Times - Sachsen-Anhalt probt Vier-Tage-Woche an einigen Schulen

Sachsen-Anhalt probt Vier-Tage-Woche an einigen Schulen


Sachsen-Anhalt probt Vier-Tage-Woche an einigen Schulen
Sachsen-Anhalt probt Vier-Tage-Woche an einigen Schulen / Foto: © AFP/Archiv

Sachsen-Anhalt probt an einigen Schulen die Vier-Tage-Woche. Das Projekt 4+1 sei ein Modellprojekt zu Unterrichtsorganisation an Schulen, das auf einen Beschluss des Landtags zurückgehe, erklärte das Landesbildungsministerium am Freitag in Magdeburg. Am Modellprojekt nehmen demnach zunächst zwölf Schulen teil. Die Teilnahme sei freiwillig und zunächst auf das kommende Schuljahr begrenzt.

Textgröße ändern:

Dem Ministerium zufolge soll Schulen damit "im Rahmen ihrer jeweiligen Bedingungen mehr Flexibilität bei der Unterrichtsplanung und -durchführung gegeben werden". An vier Tagen in der Woche findet danach Präsenzunterricht statt, am fünften Tag können die Schulen zum Beispiel digitale oder hybride Formate anbieten. "Auch Phasen des selbst organisierten Lernens oder Besuche in Firmen oder Unternehmen, um den Schülerinnen und Schülern vor Ort Praxiswissen zu vermitteln, sind möglich", erklärte das Ministerium.

Bildungsministerin Eva Feußner (CDU) sagte dem "Spiegel", der unter anderem zuerst darüber berichtete, das Modellprojekt verstehe sich "explizit nicht als Instrument gegen den Lehrkräftemangel". Tatsächlich leiden viele Schulen in dem Bundesland unter Lehrermangel.

Die Linksfraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt nannte die Vier-Tage-Woche einen "Ausdruck der Hilflosigkeit und mangelnden Ideen" gegen den Lehrkräftemangel im Land". Die Kinder und Jugendlichen ohne konkretes Bildungsangebot einfach zu Hause zu lassen, sei "keine Lösung", kritisierte Vizefraktionschef Thomas Lippmann. Die AfD sprach von einem "Staatsversagen im Bildungsbereich".

Der Verband Bildung und Erziehung bezeichnete das Projekt als "Bankrotterklärung des Landes Sachsen-Anhalt im Bildungsbereich". "Nach zwei Jahren Corona, in dem zum Teil sehr massiv auf die Schulpflicht und damit auch auf den Schulbesuch beharrt und verwiesen wurde, stellt dieses Modell die Glaubwürdigkeit von Lehrkräften und von Schulen sehr in Abrede", erklärte Sachsen-Anhalts Landesvorsitzender Torsten Wahl zu den Plänen.

A.M.James--TNT

Empfohlen

Israel und Hisbollah im Libanon verstärken gegenseitige Angriffe

Am siebten Tag des Iran-Kriegs haben die israelische Armee und die Hisbollah im Libanon ihre gegenseitigen Angriffe verstärkt. Die israelischen Streitkräfte flögen "Angriffe auf Infrastrukturen der Hisbollah" im südlichen Beiruter Vorort Dahijeh, erklärte die Armee am Freitag. Libanesischen Medien zufolge galten israelische Angriffe zudem der südlibanesischen Stadt Tyros. Die Hisbollah feuerte nach israelischen Angaben allein am Freitag 70 Raketen auf Israel ab.

Anklage gegen fünf Verdächtige in Litauen wegen Paket-Brandsätzen

Wegen per Paket verschickten Brandsätzen in mehreren europäischen Staaten sind fünf Männer in Litauen wegen "Vorbereitung von Terrorakten" angeklagt worden. Bei den Angeklagten handele es sich um einen Litauer, einen russischstämmigen Litauer, einen Russen und zwei Ukrainer, sagte Vize-Generalstaatsanwalt Arturas Urbelis am Freitag in Vilnius.

Iran-Krieg: Söder für stärkere Förderung von deutschem Erdgas

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) spricht sich dafür aus, die Erdgasförderung in Deutschland voranzutreiben. Der aktuelle Konflikt im Nahen Osten belege die Notwendigkeit dafür, sagte er dem "Münchner Merkur" (Samstagausgabe): "Wir müssen in Deutschland endlich selbst mehr eigene Energie produzieren. Nur so werden wir bei der Energieversorgung unabhängiger."

Medienbericht: Deutschland zieht Soldaten und Botschaftspersonal aus Irak ab

Die Bundesregierung zieht wegen des Iran-Kriegs einem Medienbericht zufolge Bundeswehr-Soldaten und Botschaftspersonal aus der irakischen Hauptstadt Bagdad ab. Darüber habe die Regierung am Freitagmittag die Obleute in den zuständigen Bundestagsausschüssen informiert, berichteten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Soldatinnen und Soldaten sowie Botschaftsangehörige werden demzufolge nach Jordanien verlegt, wo sich zwei Militärtransporter des Typs A400M befinden.

Textgröße ändern: