The National Times - Aufschrei in den USA: Trump spielt häusliche Gewalt herunter

Aufschrei in den USA: Trump spielt häusliche Gewalt herunter


Aufschrei in den USA: Trump spielt häusliche Gewalt herunter
Aufschrei in den USA: Trump spielt häusliche Gewalt herunter / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat mit Äußerungen über häusliche Gewalt einen Aufschrei der Empörung ausgelöst. "Viele kleinere Dinge, Dinge, die zu Hause stattfinden, nennen sie Straftaten", sagte Trump am Montag mit Blick auf angeblich durch seine Gegner aufgeblähte Kriminalstatistiken. "Wenn ein Mann einen kleinen Streit mit seiner Frau hat, sagen sie, das sei ein Verbrechen."

Textgröße ändern:

Trump machte die umstrittenen Aussagen bei einer Rede zu religiösen Freiheiten in Washington. Auf die Bemerkungen zu häuslicher Gewalt hin fingen mehrere Menschen im Publikum an zu lachen, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Hintergrund von Trumps Aussage ist seine Überzeugung, mit der Entsendung von Soldaten der Nationalgarde die Ordnung in der Hauptstadt Washington wieder hergestellt zu haben. Seinen Gegnern wirft er vor, die Kriminalstatistiken aufzublähen, um seinen "Erfolg" zu schmälern.

Trumps Aussage löste Empörung aus. Die Frauenrechtsorganisation National Organization for Women (NOW) warf Trump vor, für die Krise durch häusliche Gewalt in den USA "blind" zu sein. Der US-Präsident habe erneut gezeigt, was in seinem Herzen vorgehe, "wenn er häusliche Gewalt als 'kleineres Verbrechen' bezeichnet", sagte die Vorsitzende der Organisation, Kim Villanueva. Die Justizministerin von Arizona, Kris Mayes, schrieb im Onlinedienst X: "Ja, Herr Präsident, häusliche Gewalt ist ein Verbrechen."

Laut einer Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC werden etwa 41 Prozent der Frauen und 26 Prozent der Männer in ihrem Leben Opfer von Stalking oder sexueller und körperlicher Gewalt durch einen Partner.

N.Taylor--TNT

Empfohlen

OECD: Mehr als 100 Milliarden Dollar für Klimaschutz 2024

Reiche Länder haben 2024 zum dritten Mal in Folge mehr als 100 Milliarden Dollar zum Klimaschutz in ärmeren Ländern beigetragen. Dabei schrumpfte der öffentliche Anteil allerdings um 2,6 Prozent, wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der OECD hervorgeht. Zahlen zum Jahr 2025, in dem der klimawandelskeptische Donald Trump seine zweite Amtszeit als US-Präsident antrat, sollen erst im kommenden Jahr veröffentlicht werden.

CDU-Politiker Müller rechnet durch Steuersenkung nicht mit billigeren Flugtickets

Unions-Fraktionsvize Sepp Müller erwartet durch die von CDU/CSU und SPD geplante Senkung der Luftverkehrsteuer nicht unbedingt günstigere Flugtickets für die Bürgerinnen und Bürger. "Das kommt darauf an, ob die Luftverkehrsunternehmen die Senkung der Luftverkehrsteuer weitergeben", sagte Müller am Donnerstag in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. Er verwies dabei auf den Anstieg der Kerosinpreise.

EU-Beitritt der Ukraine: Merz schlägt "assoziierte Mitgliedschaft" vor

Angesichts des langwierigen EU-Beitrittsprozesses hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine Art vorübergehende Teilmitgliedschaft der Ukraine ins Spiel gebracht. "Ich schlage vor, die Idee einer 'assoziierten Mitgliedschaft' für die Ukraine weiter zu erörtern", schrieb Merz in einem am Donnerstag veröffentlichten Brief an die EU-Spitzen, der der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Demnach soll Kiew etwa an Treffen des Rats der EU-Länder und des Europarats teilnehmen können, ohne jedoch ein Stimmrecht zu erhalten.

CDU-Arbeitnehmer warnen vor höherem Rentenalter - Radtke: "der falsche Schritt"

Der Arbeitnehmerflügel der CDU hat Überlegungen zur langfristigen Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre scharf kritisiert. Eine pauschale Anhebung auf 70 Jahre wäre "der falsche Schritt", sagte Dennis Radtke, der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels CDA, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Wir haben schon heute Menschen, die aufgrund der Belastung keine Chance haben, überhaupt bis 67 zu arbeiten."

Textgröße ändern: