The National Times - Bundesregierung nimmt Fund russischer Drohne in Litauen "sehr ernst"

Bundesregierung nimmt Fund russischer Drohne in Litauen "sehr ernst"


Bundesregierung nimmt Fund russischer Drohne in Litauen "sehr ernst"
Bundesregierung nimmt Fund russischer Drohne in Litauen "sehr ernst" / Foto: © AFP

Die Bundesregierung hat besorgt auf den Fund einer mit Sprengstoff beladenen russischen Drohne in Litauen reagiert. Das Bundesverteidigungsministerium nehme den Vorfall "sehr ernst", sagte ein Sprecher am Mittwoch in Berlin. Deutschland, das gerade eine dauerhaft stationierte Brigade in Litauen aufbaut, stehe bei der Untersuchung des Vorfalls im ständigen Austausch mit der litauischen Seite.

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Die Bitte Litauens an die Nato um mehr Unterstützung bei der Luftverteidigung werde sicherlich in den nächsten Tagen im Kreis der Nato-Mitglieder diskutiert, sagte der Sprecher weiter. Mit Blick auf den Selbstschutz der Bundeswehr-Kräfte in Litauen werde sichergestellt, dass diese "angemessenen Fähigkeiten zur Abwehr von Luftbedrohungen aufweisen".

Die russische Drohne war litauischen Behördenangaben zufolge vergangene Woche auf einem Truppenübungsplatz in der Nähe der Stadt Rukla gefunden worden. Sie war demnach mit zwei Kilogramm Sprengstoff bestückt.

Litauische Ermittler gingen vorerst von der Hypothese aus, dass das unbemannte Flugobjekt versehentlich von dem mit Russland verbündeten Nachbarstaat Belarus aus über die Grenze gelangte. Es würden aber "parallel andere Theorien" geprüft, hieß es.

Ungeachtet der genauen Ursache forderte Außenminister Kestutis Budrys als Konsequenz aus dem Vorfall in einem Schreiben an Nato-Generalsekretär Mark Rutte "sofortige Maßnahmen zur Verbesserung der Luftverteidigungsfähigkeiten in Litauen". Er verwies darauf, dass es bereits der "zweite derartige Vorfall innerhalb eines Monats" sei.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 haben die baltischen Staaten und Polen immer wieder Verletzungen ihres Luftraums durch russische Drohnen gemeldet. Zur Abschreckung Russlands verlegt die Bundeswehr derzeit erstmals eine dauerhaft stationierte Brigade an die Nato-Ostflanke. In ihr sollen bis 2027 rund 4800 Bundeswehrsoldaten und 200 zivile Mitarbeiter Dienst tun.

Lewis--TNT

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