The National Times - USA heben Sanktionen gegen Syrien offiziell auf - Damaskus lobt "positiven Schritt"

USA heben Sanktionen gegen Syrien offiziell auf - Damaskus lobt "positiven Schritt"


USA heben Sanktionen gegen Syrien offiziell auf - Damaskus lobt "positiven Schritt"
USA heben Sanktionen gegen Syrien offiziell auf - Damaskus lobt "positiven Schritt" / Foto: © AFP/Archiv

Rund ein halbes Jahr nach dem Sturz des syrischen Machthabers Baschar al-Assad haben die USA umfassende Sanktionen gegen Syrien offiziell aufgehoben. Die syrische Regierung begrüßte die Maßnahme am Samstag als "positiven Schritt". Die US-Regierung will nach eigenen Angaben Investitionen in dem vom jahrelangen Bürgerkrieg verwüsteten Land fördern.

Textgröße ändern:

"Die Syrische Arabische Republik begrüßt die Entscheidung der amerikanischen Regierung zur Aufhebung von Sanktionen, die Syrien und seinem Volk lange Jahre auferlegt wurden", erklärte das Außenministerium in Damaskus. Die US-Entscheidung sei ein "positiver Schritt in die richtige Richtung, um das humanitäre und wirtschaftliche Leid zu lindern".

Das US-Finanzministerium hatte die in der vergangenen Woche von US-Präsident Donald Trump angekündigte Aufhebung der Sanktionen am Freitag offiziell umgesetzt. Die USA erließen nach Angaben von Finanzminister Scott Bessent "Genehmigungen, um neue Investitionen in Syrien zu fördern".

Syrien müsse "weiterhin daran arbeiten, ein stabiles Land zu werden, in dem Frieden herrscht, und die heutigen Maßnahmen werden es hoffentlich auf den Weg in eine strahlende, prosperierende und stabile Zukunft bringen", betonte Bessent. Die USA hatten die Sanktionen während des mehr als 13 Jahre dauernden Bürgerkriegs in Syrien verhängt.

Die Lockerung der Sanktionen gelte auch für die neue Regierung Syriens - unter der Bedingung, dass sie Terrororganisationen keinen Unterschlupf gewährt und die Rechte religiöser und ethnischer Minderheiten gewährleistet, erklärte das US-Finanzministerium.

Gleichzeitig erließ das US-Außenministerium eine Regelung, die ausländischen Partnern und Verbündeten die Teilnahme am Wiederaufbau Syriens ermöglicht und Investitionen in dem Land zulässt.

Ziel sei es, die "Bereitstellung von Strom, Energie, Wasser und sanitären Einrichtungen zu erleichtern und eine wirksamere humanitäre Hilfe in ganz Syrien zu ermöglichen", erklärte US-Außenminister Marco Rubio. Er bezog sich damit auf eine 180 Tage gültige Ausnahmeregelung für ein 2020 erlassenes Gesetz, das Sanktionen gegen jede Einrichtung oder jedes Unternehmen vorsah, das mit der damaligen Assad-Regierung kooperierte.

Trump hatte in der vergangenen Woche die Aufhebung der langjährigen US-Sanktionen gegen Syrien angekündigt. Auf einer Nahostreise, die ihn nach Saudi-Arabien, Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate geführt hatte, verkündete Trump überraschend, er werde die unter Assad verhängten "brutalen und lähmenden" Sanktionen auf Wunsch der Türkei und Saudi-Arabiens aufheben.

Am Dienstag einigte sich auch die EU darauf, alle verbleibenden Wirtschaftssanktionen gegen Syrien aufzuheben. Ende Februar hatte die EU bereits teilweise ihre Strafmaßnahmen gegen das Land ausgesetzt.

Die von Übergangs-Staatschef Ahmed al-Schaara angeführte islamistische HTS-Miliz und mit ihr verbündete Gruppierungen hatten im Dezember den langjährigen Machthaber Assad gestürzt. Die HTS ist ein früherer Zweig von Al-Kaida, hatte sich jedoch vor Jahren von dem Terrornetzwerk losgesagt. Der frühere Dschihadist al-Schaara bemüht sich seit seinem Amtsantritt um ein moderateres Image.

P.Murphy--TNT

Empfohlen

Merz: Russland "nicht an ernsthaften" Ukraine-Gesprächen interessiert

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht das jüngste Gespräch zwischen Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow als Beleg für Russlands fehlende Bereitschaft zu ernsten Friedensverhandlungen. "Die anschließende Bewertung dieses Gesprächs durch Russland hat gezeigt, dass Russland offensichtlich überhaupt nicht an ernsthaften Gesprächen zum jetzigen Zeitpunkt interessiert ist", sagte Merz am Dienstag in Berlin bei einer Pressekonferenz mit dem kasachischen Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew.

Bericht: Berliner Linken-Spitzenkandidatin Eralp war Mitglied von Roter Hilfe

Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp ist einem Zeitungsbericht zufolge Mitglied im vom Verfassungsschutz beobachteten Verein Rote Hilfe gewesen. Das gehe aus früheren Auflagen des Handbuchs des Berliner Abgeordnetenhauses hervor, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) am Dienstag. Die Landesgeschäftsstelle der Linken bestätigte der Zeitung, dass Eralp bis 2025 Mitglied gewesen sei.

Sachsen-Anhalt: AfD-Chef Siegmund will im Dezember Ministerpräsident werden

Die AfD hat in Sachsen-Anhalt konkrete Schritte für die Regierungsübernahme skizziert: Landeschef Ulrich Siegmund kündigte am Dienstag in Magdeburg an, sich im Dezember zum Ministerpräsidenten wählen lassen zu wollen. Außerdem bestimmte die Landtagsfraktion einstimmig den Abgeordneten Tobias Rausch zum Kandidaten für das Amt des Landtagspräsidenten - dieser soll in der konstituierenden Sitzung am 6. Oktober gewählt werden und würde der erste AfD-Politiker in solch einem Spitzenamt.

Siegmund will sich im Dezember zu Sachsen-Anhalts Ministerpräsident wählen lassen

Sachsen-Anhalts AfD-Landeschef Ulrich Siegmund strebt an, sich im Dezember im ersten Wahlgang zum Ministerpräsidenten wählen zu lassen. Da es ihm nun möglich sei, "die Wahl des Ministerpräsidenten im ersten Wahlgang sicherstellen" zu können, könne er öffentlich "ein konkretes Datum definieren", sagte Siegmund am Dienstag nach einer Sitzung seiner Landtagsfraktion in Magdeburg im Fernsehsender Welt. Das hätten Gespräche der vergangenen Wochen ergeben und möglich gemacht.

Textgröße ändern: