The National Times - Sohn von Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy erwägt Bürgermeister-Kandidatur

Sohn von Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy erwägt Bürgermeister-Kandidatur


Sohn von Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy erwägt Bürgermeister-Kandidatur
Sohn von Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy erwägt Bürgermeister-Kandidatur / Foto: © AFP/Archiv

Louis Sarkozy, der jüngste Sohn des ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy erwägt eine Kandidatur als Bürgermeister in der südfranzösischen Stadt Menton. "Die Entscheidung ist noch nicht getroffen", sagte der 28-Jährige am Donnerstag in Menton. "Ich bin ohnehin schon in der politischen Welt", fügte er mit Blick auf seine regelmäßigen Beiträge in der Rechtsaußen-Zeitschrift "Valeurs Actuelles" hinzu.

Textgröße ändern:

Sarkozy junior signierte in Menton sein Buch über die Geschichte Napoleons. Er hatte kürzlich gemeinsam mit seiner Frau in der Grenzstadt zu Italien eine Wohnung gekauft. Die Zeitung "Le Figaro" spekulierte umgehend über eine mögliche Kandidatur des Präsidentensprößlings, der bei seiner Mutter Cécilia Attias in den USA aufwuchs.

Er besuchte dort eine Militärakademie und gilt als Anhänger von US-Präsident Donald Trump. Louis Sarkozy steht dem derzeitigen konservativen Bürgermeister von Menton, Yves Juhel, nahe. Der 84-Jährige ist wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder im Visier der Justiz.

Louis Sarkozy würde voraussichtlich für die konservativen Republikaner, die Partei seines Vaters antreten. Er bekennt sich aber auch zu seiner Nähe zur rechtspopulistischen Partei Rassemblement National (RN). "Zwischen RN und (der linkspopulistischen Partei) LFI würde ich mich wie jeder Franzose mit gesundem Menschenverstand für den RN entscheiden", sagte er. Allerdings halte er deren Wahlversprechen für "übertrieben".

In Frankreich stehen im kommenden Jahr Kommunalwahlen und 2027 Präsidentschaftswahlen an.

Die Buchvorstellung von Sarkozy junior fiel zufällig auf den Tag, an dem seinem Vater eine elektronische Fußfessel abgenommen wurde. Nicolas Sarkozy war wegen Korruption zu einer einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden, konnte aus Altersgründen aber eine Hafterleichterung beantragen.

F.Morgan--TNT

Empfohlen

Mehr als 100 israelische Siedler attackieren Dorf im Westjordanland

Mehr als 100 israelische Siedler haben am Dienstag ein Dorf im besetzten Westjordanland attackiert. Bei dem Angriff auf das Dorf Dschalud im Norden des Palästinensergebiets wurden nach Angaben der israelischen Armee zwei Häuser in Brand gesetzt und drei israelische Polizisten verletzt. Die Polizei teilte mit, sie habe einen Verdächtigen festgenommen und zwei Minderjährige zum Verhör mitgenommen.

Kasachstans Präsident preist bei Besuch in Berlin "exzellente" Beziehungen zu Putin

Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew hat bei einem Besuch in Berlin seine "exzellenten Beziehungen" zu Kreml-Chef Wladimir Putin gepriesen. "Was auch immer in der Ukraine passiert, wir werden niemals vergessen, dass Russland und die Ukraine unsere Freunde sind", sagte Tokajew am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Erste Regierungschefin Marokkos: König ernennt Fatima Ezzahra El Mansouri

In Marokko wird zum ersten Mal eine Frau Regierungschefin: König Mohammed VI. hat die Bürgermeisterin von Marrakesch, Fatima Ezzahra El Mansouri, am Dienstag zur Ministerpräsidentin des nordafrikanischen Landes ernannt. Wie sein Büro mitteilte, empfing er die 50-jährige Juristin, die zuletzt auch Bauministerin war, am Dienstag im Königspalast und beauftragte sie offiziell mit der Bildung der neuen Regierung.

Britischer Premier Burnham: "Der Brexit hat mehr geschadet als genutzt"

Der britische Premierminister Andy Burnham sieht im Brexit mehr Schaden als Nutzen für sein Land und prüft verschiedene Optionen für die künftigen Beziehungen Großbritanniens zur Europäischen Union. Beim nächsten EU-Großbritannien-Gipfel werde er darlegen, wie eine langfristige Zusammenarbeit aussehen könne, sagte Burnham am Dienstag auf dem Labour-Parteitag in Liverpool.

Textgröße ändern: