The National Times - Dobrindt berichtet über mehr Zurückweisungen: "Die Kontrollen wirken"

Dobrindt berichtet über mehr Zurückweisungen: "Die Kontrollen wirken"


Dobrindt berichtet über mehr Zurückweisungen: "Die Kontrollen wirken"
Dobrindt berichtet über mehr Zurückweisungen: "Die Kontrollen wirken" / Foto: © AFP

Die verschärften Kontrollen an den deutschen Grenzen haben laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bereits in der ersten Woche zu deutlich mehr Zurückweisungen geführt. In den vergangenen sieben Tagen seien 729 Versuche der illegalen Einreise zurückgewiesen worden, sagte Dobrindt am Donnerstag bei einem Besuch eines Grenzübergangs im bayerischen Kiefersfelden. Das sei eine Steigerung von 45 Prozent zur "Vergleichswoche zuvor", in der es 511 Zurückweisungen gegeben habe.

Textgröße ändern:

Dobrindt zufolge gab es seit Einführung der verschärften Grenzkontrollen am Mittwoch vergangener Woche 51 Asylgesuche an der Grenze, von denen 32 zurückgewiesen worden seien. Der Rest stamme von sogenannten vulnerablen Menschen, zu denen Kinder, Kranke und Schwangere zählen.

In der Vorwoche sei von 44 Geflüchteten ein Asylgesuch gestellt worden - alle seien zunächst ins Land aufgenommen worden. Die neuen Kontrollen seien ein "Signal, dass sich die Migrationspolitik in Deutschland geändert hat." Dobrindt resümierte: "Die Kontrollen wirken."

Der neue Innenminister betonte bei dem Termin an dem deutsch-österreichischen Grenzübergang, dass es "keine Grenzschließungen" gebe. "Darüber hat niemand nachgedacht", sagte Dobrindt. Er betonte zudem, dass der Grenzverkehr weiter fließe und es "keine unverhältnismäßigen Staus" gebe. Die Kontrollen seien aber für die Behörden und Einsatzkräfte eine "herausfordernde Maßnahme".

Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder zufolge ist "die Situation an den deutschen Grenzen" nun "eine grundlegend andere" als vor dem Regierungswechsel vor einer Woche. Schwarz-Rot vollziehe eine "180-Grad-Wende" in der Migrationspolitik. "Wir machen jetzt ernst", betonte Söder. "Es gilt wieder Law and Order (Recht und Ordnung) an der Grenze."

Söder stellte auch in Aussicht, dass sich durch die Grenzkontrollen auch die Sicherheitslage in Deutschland verbessern werde. "Die Menschen können sich drauf verlassen: Es wird künftig weniger Kriminalität, weniger Illegalität nach Deutschland kommen können", sagte Söder. Wer nach Deutschland komme, um zu arbeiten, habe "alle Chancen, hier zu bleiben", betonte der Ministerpräsident. Wer aber keinen Aufenthaltstitel habe, müsse das Land wieder verlassen.

Dobrindt hatte am Mittwoch vergangener Woche kurz nach seiner Amtsübernahme im Ministerium die verstärkten Kontrollen an den deutschen Landgrenzen angeordnet. Dadurch solle die Zahl der Zurückweisungen "nach und nach steigen". Dobrindt machte aber auch bereits deutlich, dass diese Maßnahmen nicht auf lange Dauer angelegt seien und es Ausnahmen für "vulnerable Gruppen" geben solle.

A.M.Owen--TNT

Empfohlen

Mehr als 100 israelische Siedler attackieren Dorf im Westjordanland

Mehr als 100 israelische Siedler haben am Dienstag ein Dorf im besetzten Westjordanland attackiert. Bei dem Angriff auf das Dorf Dschalud im Norden des Palästinensergebiets wurden nach Angaben der israelischen Armee zwei Häuser in Brand gesetzt und drei israelische Polizisten verletzt. Die Polizei teilte mit, sie habe einen Verdächtigen festgenommen und zwei Minderjährige zum Verhör mitgenommen.

Kasachstans Präsident preist bei Besuch in Berlin "exzellente" Beziehungen zu Putin

Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew hat bei einem Besuch in Berlin seine "exzellenten Beziehungen" zu Kreml-Chef Wladimir Putin gepriesen. "Was auch immer in der Ukraine passiert, wir werden niemals vergessen, dass Russland und die Ukraine unsere Freunde sind", sagte Tokajew am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Erste Regierungschefin Marokkos: König ernennt Fatima Ezzahra El Mansouri

In Marokko wird zum ersten Mal eine Frau Regierungschefin: König Mohammed VI. hat die Bürgermeisterin von Marrakesch, Fatima Ezzahra El Mansouri, am Dienstag zur Ministerpräsidentin des nordafrikanischen Landes ernannt. Wie sein Büro mitteilte, empfing er die 50-jährige Juristin, die zuletzt auch Bauministerin war, am Dienstag im Königspalast und beauftragte sie offiziell mit der Bildung der neuen Regierung.

Britischer Premier Burnham: "Der Brexit hat mehr geschadet als genutzt"

Der britische Premierminister Andy Burnham sieht im Brexit mehr Schaden als Nutzen für sein Land und prüft verschiedene Optionen für die künftigen Beziehungen Großbritanniens zur Europäischen Union. Beim nächsten EU-Großbritannien-Gipfel werde er darlegen, wie eine langfristige Zusammenarbeit aussehen könne, sagte Burnham am Dienstag auf dem Labour-Parteitag in Liverpool.

Textgröße ändern: