The National Times - Straßburger Gericht verurteilt Polen wegen Umgangs mit kritischem Richter

Straßburger Gericht verurteilt Polen wegen Umgangs mit kritischem Richter


Straßburger Gericht verurteilt Polen wegen Umgangs mit kritischem Richter
Straßburger Gericht verurteilt Polen wegen Umgangs mit kritischem Richter / Foto: © AFP/Archiv

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Polen wegen des Umgangs mit dem regierungskritischen Richter Waldemar Zurek zu einer Strafzahlung von 25.000 Euro verurteilt. Warschau habe zwei Artikel der Europäischen Konvention für Menschenrechte verletzt, befand der Gerichtshof am Donnerstag in Straßburg.

Textgröße ändern:

Die Maßnahmen gegen Zurek hätten darauf abgezielt, den Richter, der sich für den Rechtsstaat und die Unabhängigkeit der Justiz eingesetzt habe, einzuschüchtern. Zurek war Richter am Regionalgericht im südpolnischen Krakau und dessen Sprecher. Er tat sich als Kritiker am Umbau des polnischen Justizwesens hervor, der seit 2015 von der nationalistischen PiS-Partei betrieben wird.

Der Richter sah darin eine Bedrohung für die Unabhängigkeit der Justiz in Polen. Seine Tätigkeit im Nationalen Rat der Richterschaft endete jedoch 2018 aufgrund eines neuen Gesetzes, nach dem die Mitglieder dieses wichtigen Gremiums nunmehr vom Unterhaus des polnischen Parlaments gewählt werden.

F.Hammond--TNT

Empfohlen

Mindestens vier Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Angaben der örtlichen Behörden in der Nacht zum Samstag mindestens vier Menschen getötet und eine Geburtsklinik sowie ein Hafen beschädigt worden. In der Hafenstadt Odessa seien bei einem nächtlichen Angriff zwei Menschen getötet worden, erklärte die örtliche Militärverwaltung. Mindestens 13 weitere Menschen wurden demnach verletzt, unter ihnen ein Kind. Getroffen wurden den Angaben zufolge ein Krankenhaus und mehrere Wohngebäude in Odessa.

Ukraine vereinbart Luftverteidigungs-Abkommen mit Emiraten und Katar

Die Ukraine hat mit mehreren Golfstaaten eine Zusammenarbeit bei der Luftverteidigung besiegelt. Bei einer Reise in die Region schloss der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj entsprechende Abkommen zunächst mit Saudi-Arabien und am Samstag dann mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar. Nach dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar wurden ukrainische Experten zur Abwehr von iranischen Drohnenangriffen in die Region entsandt.

Militärkreise: Drei Journalisten bei israelischem Angriff im Libanon getötet

Bei einem israelischen Angriff im Süden des Libanon sind nach Angaben aus Militärkreisen am Samstag drei Journalisten getötet worden. Der Angriff habe das Fahrzeug der Journalisten in der Region Jezzine getroffen, hieß es aus den Militärkreisen. Die israelische Armee erklärte, sie habe einen Mann getötet, der einer Elite-Einheit der von Israel bekämpften proiranischen Hisbollah-Miliz angehört habe.

Huthi-Miliz im Jemen greift mit Raketenangriff auf Israel in Iran-Krieg ein

Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat ihren Eintritt in den Iran-Krieg verkündet. Die Miliz erklärte am Samstag im Onlinedienst X, Raketen auf militärische Ziele in Israel abgefeuert zu haben. Die israelische Armee meldete den "Abschuss einer Rakete aus dem Jemen in Richtung der israelischen Gebiete" gemeldet. Der Kriegseintritt der Huthis könnte die Schifffahrt im Roten Meer beeinträchtigen und somit dem weltweiten Handel weiteren Schaden zufügen.

Textgröße ändern: