The National Times - Frankreichs Präsident Macron reist nach Rumänien und Moldau

Frankreichs Präsident Macron reist nach Rumänien und Moldau


Frankreichs Präsident Macron reist nach Rumänien und Moldau
Frankreichs Präsident Macron reist nach Rumänien und Moldau / Foto: © AFP/Archiv

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron reist nach Rumänien und Moldau und damit erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs in zwei Nachbarländer der Ukraine. Möglicherweise ist auch ein Besuch der ukrainischen Hauptstadt Kiew geplant. Macron wird in Begleitung von Außenministerin Catherine Colonna und Verteidigungsminister Sébastien Lecornu am Dienstagabend auf dem rumänischen Luftwaffenstützpunkt Mihail Kogalniceanu nahe der Hafenstadt Konstanza erwartet.

Textgröße ändern:

Er besucht dort die etwa 500 französischen Soldaten, die gemeinsam mit 300 belgischen Soldaten eine schnelle Eingreiftruppe der Nato bilden. Frankreich hat das Kommando über diese Kampftruppe, die die Ostflanke der Nato verstärkt. Die belgischen Soldaten werden künftig durch ein niederländisches Kontingent ersetzt. Macron hatte im Präsidentschaftswahlkampf angekündigt, dass er nach seiner Wiederwahl französische Soldaten im Auslandseinsatz treffen wolle.

Frankreich hatte in Rumänien im Mai ein neues Boden-Luft-Abwehrsystem stationiert, das den Nato-Stützpunkt sichern sollte. Die Nato hatte wegen des Ukraine-Kriegs vier zusätzliche Kampfeinheiten an die Ostflanke entsandt, neben Rumänien auch in die Slowakei, nach Ungarn und Bulgarien.

Am Mittwoch reist Macron weiter nach Moldau, eines der ärmsten Länder Europas, das knapp eine halbe Million Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen hatte. Etwa 80.000 befinden sich noch im Land. Macron will dem Land die Solidarität Frankreichs zusichern, wobei offen ist, inwiefern Frankreich auch dessen EU-Beitrittskandidatur unterstützt. Macron hatte die Regierungschefin Maia Sandu bereits drei Mal in Paris empfangen.

Moldau und Georgien haben Anfang März ihren Antrag auf die EU-Mitgliedschaft eingereicht, wenige Tage nach der Ukraine. Die 27 aktuellen Mitgliedsländer sind gespalten, ob und wie schnell die Erweiterung geschehen soll. Die Kandidatenfrage wird auch Thema des nächsten EU-Gipfels in Brüssel am 23. und 24. Juni sein.

Ob Macron auch - möglicherweise mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi nach Kiew reisen wird, ist weiter offen. Es wird aus Sicherheitsgründen vermutlich auch nicht vorab bestätigt werden. Mehrere Medien hatten berichtet, dass ein Dreierbesuch in Kürze geplant sei.

Macron hatte immer betont, dass er nach Kiew reisen wolle, "wenn es nützlich ist". Auch Scholz hatte gesagt, dass er nicht nur für einen Fototermin die Ukraine besuchen wolle. Der Präsident und der Kanzler stehen unter Druck, da zahlreiche Politiker bereits in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammengetroffen sind. Frankreich hat noch bis Ende Juni den EU-Ratsvorsitz inne. Allerdings stehen bis dahin auch noch mehrere Gipfeltreffen auf dem Programm.

F.Adams--TNT

Empfohlen

Trump nach technischem Zwischenfall mit neuem Flugzeug auf dem Weg nach Davos

US-Präsident Donald Trump ist mit Verspätung zur Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos aufgebrochen. Nachdem seine Präsidentenmaschine Air Force One wegen eines technischen Problems umkehren musste, startete er am Mittwoch gegen 06.00 Uhr MEZ mit einem neuen Flugzeug in Richtung Schweiz, berichtete ein AFP-Journalist an Bord der Maschine.

Kaliforniens Gouverneur Newsom warnt EU vor Schwäche gegenüber Trump

Der Gouverneur des US-Bundesstaats Kalifornien, Gavin Newsom, hat die EU vor Schwäche gegenüber US-Präsident Donald Trump gewarnt. Im Streit um Grönland müssten die EU-Regierungschefs ihre Position sehr klar deutlich machen, sagte Newsom der "Bild" (Mittwochausgabe). "Denn wenn Ihr es nicht macht, muss Euch klar sein: Dieser Typ versteht nur Stärke", fügte er hinzu.

Weißes Haus: Trumps Flugzeug kehrt wegen elektronischem Problem um

Die US-Präsidentenmaschine Air Force One hat auf dem Weg zum Weltwirtschaftsforum in Davos nach Angaben des Weißen Hauses wegen eines "kleinen" elektronischen Problems umkehren müssen. Das Flugzeug mit US-Präsident Donald Trump an Bord kehre aus Vorsicht zu dem Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews zurück, erklärte die Trump-Sprecherin Karoline Leavitt am Dienstag (Ortszeit). Dort würden Trump und seine Begleiter in ein anderes Flugzeug umsteigen und ihre Reise fortsetzen.

Chiles künftiger Präsident ernennt frühere Anwälte von Diktator Pinochet als Minister

Der ultrarechte künftige chilenische Präsident José Antonio Kast hat zwei frühere Anwälte des chilenischen Diktators Augusto Pinochet in sein Kabinett berufen. Der Pinochet-Fan Kast stellte am Dienstag (Ortszeit) Fernando Barros als seinen Kandidaten für das Amt des Verteidigungsministers und Fernando Rabat für das Justiz- und Menschenrechtsministerium vor. Beide hatten den langjährigen Diktator in der Vergangenheit vor Gericht vertreten.

Textgröße ändern: