The National Times - Kühnert begründet Ausscheiden aus Politik mit Angriffen und Bedrohungen

Kühnert begründet Ausscheiden aus Politik mit Angriffen und Bedrohungen


Kühnert begründet Ausscheiden aus Politik mit Angriffen und Bedrohungen
Kühnert begründet Ausscheiden aus Politik mit Angriffen und Bedrohungen / Foto: © AFP/Archiv

Der frühere SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert begründet sein Ausscheiden aus der Politik unter anderem mit Angriffen und Bedrohungen gegen sich, etwa von Neonazis und Corona-Leugnern. "Meine rote Linie ist da, wo Gewalt in der Luft liegt. Ich bin nur 1,70 Meter groß", sagt Kühnert der Wochenzeitung "Die Zeit" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Selbst im Urlaub habe er sich nicht mehr sicher gefühlt und seine Ferien deshalb immer öfter in einsamen Gegenden im Gebirge verbracht.

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Kühnert äußerte sich erstmals öffentlich zu seinem Ausscheiden. "Irgendwann ist mir klar geworden: Wenn ich in Ruhe gelassen werden will, muss ich dahin, wo gar keine Menschen sind", sagte er nun weiter. Er habe den Glauben daran verloren, gegen den Hass ankämpfen zu können, der vor allem auf Social Media verbreitet werde. "Vielleicht ist das der Punkt, wo es pathologisch geworden ist. Am Ende war da ein Gefühl von absoluter Vergeblichkeit."

Kühnert offenbarte zudem erstmals, dass er seit einigen Jahren mit einem FDP-Mann liiert ist. Dank seiner Beziehung habe er noch einmal neu begriffen, wie wichtig der Respekt vor politisch Andersdenkenden sei. Der SPD-Politiker betonte: "Es braucht das ständige Bewusstsein, dass der politische Gegner auch recht haben könnte."

Der ehemalige Generalsekretär schließt demnach nicht aus, noch einmal in die Politik zurückzukehren: "Ich bin nicht ausgestiegen, weil ich das alles lächerlich oder überflüssig fände", sagte er.

Kühnert war im Oktober aus gesundheitlichen Gründen als SPD-Generalsekretär zurückgetreten und hatte angekündigt, nicht erneut für den Bundestag zu kandidieren.

S.O'brien--TNT

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