The National Times - Israel reagiert mit Angriffen auf Raketen aus Libanon - UN-Friedenstruppe warnt

Israel reagiert mit Angriffen auf Raketen aus Libanon - UN-Friedenstruppe warnt


Israel reagiert mit Angriffen auf Raketen aus Libanon - UN-Friedenstruppe warnt
Israel reagiert mit Angriffen auf Raketen aus Libanon - UN-Friedenstruppe warnt / Foto: © AFP

Die UN-Friedenstruppe im Libanon hat alarmiert auf einen gegenseitigen Raketenbeschuss im Grenzgebiet zu Israel reagiert. Jede weitere Eskalation der instabilen Situation könne "schwerwiegende Folgen für die Region" haben, erklärten die Blauhelme am Samstag. Die Parteien dürften die "erzielten Fortschritte" nicht gefährden. Zuvor hatte Israel als Reaktion aus drei aus dem Libanon abgefeuerte Raketen Luftangriffe auf Ziele der Hisbollah-Miliz im Nachbarland gestartet. Laut libanesischen Medien wurde dabei zwei Menschen getötet.

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"Wir fordern alle Parteien nachdrücklich auf, die erzielten Fortschritte nicht zu gefährden, insbesondere wenn das Leben von Zivilisten und die fragile Stabilität der vergangenen Monate gefährdet sind", erklärte die UN-Friedenstruppe. Am 27. November war nach monatelangen Kämpfen zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz eine Waffenruhe im Libanon in Kraft getreten. Seitdem war die Lage bis Samstag relativ ruhig - obwohl sich beide Seiten immer wieder vorwarfen, gegen das Abkommen zu verstoßen.

Am Samstagmorgen meldete Israel den Abschuss von drei aus dem Libanon in Richtung Nordisrael gestarteten Raketen und drohte dem Nachbarland mit Vergeltung. Die vom Iran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz bestritt jegliche Beteiligung an dem Angriff. Ihre Kämpfer waren in den vergangenen zwei Jahren für einen Großteil der auf Israel abgefeuerten Raketen verantwortlich, allerdings hatte auch immer wieder der libanesische Arm der radikalislamischen Hamas Angriffe für sich reklamiert.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz machte die libanesische Regierung für den Vorfall verantwortlich. "Ich habe der Armee befohlen, entsprechend zu antworten", erklärte der Minister. Ähnlich äußerte sich auch der israelische Armeechef Ejal Samir. Er drohte mit einer "harten Antwort" und betonte, der libanesische Staat sei für die Einhaltung der Waffenruhe verantwortlich.

Wenig später griff die israelische Armee laut eigenen Angaben "Dutzende von Raketenwerfern" und ein Kommandozentrum der Hisbollah-Miliz im Südlibanon aus der Luft an. Regierungschef Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Katz hätten die Armee angewiesen, "kraftvoll gegen Dutzende von Terrorzielen im Libanon vorzugehen", hieß es in einer Erklärung.

Libanesischen Medien zufolge wurden bei dem Beschuss in der Ortschaft Tulin mindestens zwei Menschen getötet, darunter ein junges Mädchen. Acht Menschen seien verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA mit Verweis auf eine Notfalleinheit des Gesundheitsministeriums.

Die libanesische Regierung warnte vor einem erneuten Krieg an der Südgrenze zu Israel. Regierungschef Nawaf Salam erklärte, ein solcher Krieg würde katastrophale Folgen haben und "Leid über den Libanon und das libanesische Volk bringen". Die libanesische Armee gab an, drei Abschussrampen für selbstgebaute Raketen in einem Gebiet nördlich des Flusses Litani, rund 30 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt, gefunden und "demontiert" zu haben.

Die Hisbollah-Miliz hatte bereits unmittelbar nach dem Beginn des durch den Hamas-Angriff auf Israel ausgelösten Gaza-Kriegs im Oktober 2023 mit einem verstärkten Raketenbeschuss auf Israel begonnen. In der Folge flohen rund 60.000 Menschen aus dem Norden Israels. Nur ein kleiner Teil von ihnen ist seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe zurückgekehrt. Auf der libanesischen Seite wurden ebenfalls rund eine Million Menschen durch die Kämpfe aus dem Süden des Landes vertrieben.

Im Rahmen der von den USA vermittelten Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz, die seit dem 27. November 2024 gilt, soll sich das israelische Militär aus dem Südlibanon zurückziehen. Künftig sollen dort nur noch die libanesische Armee und die UN-Blauhelmsoldaten präsent sein. Die islamistische Hisbollah-Miliz stimmte ihrerseits zu, ihre Infrastruktur in dem Gebiet abzubauen und sich auf die Nordseite des Flusses Litani zurückzuziehen.

B.Cooper--TNT

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