The National Times - Grönlands Regierungschef bezeichnet Trump als "unberechenbar"

Grönlands Regierungschef bezeichnet Trump als "unberechenbar"


Grönlands Regierungschef bezeichnet Trump als "unberechenbar"
Grönlands Regierungschef bezeichnet Trump als "unberechenbar" / Foto: © AFP

Einen Tag vor der Parlamentswahl in Grönland hat der dortige Regierungschef US-Präsident Donald Trump als "unberechenbar" und dessen Verhalten als respektlos bezeichnet. Im Gespräch mit einem dänischen Radiosender sagte Mute Egede am Montag, es gebe eine Weltordnung, "die an vielen Fronten ins Wanken gerät - und einen US-Präsidenten, der sehr unberechenbar ist". All dies trage zum Unsicherheitsgefühl der Menschen bei.

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"Uns steht es zu, mit Respekt behandelt zu werden und ich denke nicht, dass der amerikanische Präsident das seit seiner Amtsübernahme getan hat", sagte Egede. Die jüngsten Äußerungen Trumps führten dazu, dass sich sein Land den USA nicht mehr in der Weise annähern wolle, wie dies möglicherweise in der Vergangenheit der Fall gewesen sei.

Trump hatte in der vergangenen Woche in einer Rede vor dem US-Kongress seine bereits im Wahlkampf angekündigten Übernahmepläne für das an Rohstoff reiche Grönland bekräftigt. Zwar unterstützten die USA das Recht der dortigen Bevölkerung, selbst über ihre Zukunft zu entscheiden, betonte der Republikaner. Er sei aber sicher, dass die USA Grönland "auf die eine oder andere Weise" bekommen würden. Egede hatte dies wiederholt zurückgewiesen und erklärt, die Menschen in seinem Land seien Grönländer und wollten keine US-Bürger werden.

In einem Beitrag auf seiner Onlineplattform Truth Social schrieb Trump am Sonntagabend zudem, die USA seien bereit, "Milliarden von Dollar zu investieren", neue Jobs zu schaffen und die Grönländer reich zu machen.

Das geografisch zu Nordamerika gehörende Grönland war im 18. Jahrhundert von Dänemark kolonisiert worden und hat seit dem Jahr 1979 einen Autonomiestatus, der 2009 erweitert wurde. Am Dienstag wird dort ein neues Parlament gewählt.

Eine der beiden Vertreter Grönlands im dänischen Parlament, Aaja Chemnitz, warf Trump Einmischung in die Wahl vor. Es sei ein "ziemlich verzweifelter" Versuch, eine solche Aussage kurz vor einer Wahl in Grönland zu tätigen, erklärte sie. "Als ausländische Macht sollten Sie sich nicht einmischen", sagte die Abgeordnete an den US-Präsidenten gewandt.

V.Allen--TNT

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