The National Times - USA und Russland sehen jüngsten Häftlingsaustausch als potenziell vertrauensbildend

USA und Russland sehen jüngsten Häftlingsaustausch als potenziell vertrauensbildend


USA und Russland sehen jüngsten Häftlingsaustausch als potenziell vertrauensbildend
USA und Russland sehen jüngsten Häftlingsaustausch als potenziell vertrauensbildend / Foto: © AFP

Der jüngste Gefangenenaustausch zwischen den USA und Russland ist von beiden Regierungen als potenziell vertrauensbildende Maßnahme im Verhältnis ihrer Länder bewertet worden. Moskau teilte am Mittwoch mit, dass im Tausch für den am Vortag aus russischer Haft entlassenen US-Bürger Marc Fogel ein in den USA inhaftierter Russe freigekommen sei. Solche Maßnahmen könnten "das gegenseitige Vertrauen" stärken, erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

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US-Präsident Donald Trump hatte seinerseits am Dienstag zur Freilassung Fogels gesagt: "Ich hoffe, dass dies der Beginn einer Beziehung ist, in der wir diesen Krieg beenden können." Peskow dämpfte am Tag darauf allerdings die Erwartungen. Unter Bezug auf den Ukraine-Krieg sagte er: "Es ist wenig wahrscheinlich, dass solche Vereinbarungen ein Wendepunkt sind." Doch könnten sie "das gegenseitige Vertrauen stärken, das aktuell auf einem Tiefpunkt ist".

Die Identität des russischen Staatsbürgers, der im Tausch für Fogel freikam, gab Moskau zunächst nicht bekannt. Dies werde geschehen, sobald dieser zurück in Russland sei, kündigte Peskow an. Die Rückkehr des entlassenen Häftlings sei für die "kommenden Tage" geplant.

Trump hatte zuvor zudem angekündigt, dass an diesem Mittwoch noch ein weiterer Russe aus der US-Haft entlassen werden solle. Einzelheiten nannte der US-Präsident nicht. Doch fügte er hinzu, dass es sich um eine "sehr besondere" Person handele. Moskau äußerte sich zunächst nicht dazu.

Trump hatte Fogel am Dienstagabend (Ortszeit) direkt nach dessen Rückkehr in die USA empfangen. Bei seinem Empfang im Weißen Haus war der in eine US-Flagge gehüllte 63-Jährige sichtlich bewegt. Er fühle sich wie der "glücklichste Mensch auf Erden", sagte Fogel und dankte dem Präsidenten und seinem Team für ihre Unterstützung bei seiner Freilassung.

Fogel hatte als Lehrer an einer US-Schule in Moskau gearbeitet. Er wurde 2021 festgenommen und im Jahr darauf wegen Drogenschmuggels zu 14 Jahren Haft verurteilt, weil bei einer Zollkontrolle am Moskauer Flughafen Scheremetjewo Marihuana und Cannabisöl in seinem Gepäck gefunden worden waren.

Nach Angaben von Trumps Nationalem Sicherheitsberater Mike Waltz wurde der Gefangenenaustausch von Trump, dessen Nahost-Sondergesandten Steve Witkoff sowie weiteren Präsidentenberatern mit Moskau ausgehandelt. Witkoff flog demnach dann zusammen mit Fogel aus Russland ab.

Witkoff war mutmaßlich das erste hochrangige Mitglied der US-Regierung seit Jahren, das nach Russland reiste. Trumps Vorgänger Joe Biden hatte den offiziellen Austausch mit Moskau weitgehend zurückgefahren, es fanden lediglich Treffen von Geheimdienstvertretern in Drittstaaten statt.

Trump hat sich zum Ziel gesetzt, den seit nunmehr fast drei Jahren andauernden Ukraine-Krieg möglichst rasch zu beenden. Allerdings befürchtet die Ukraine, dass sie durch eine Vereinbarung zwischen Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin zu weitgehenden Zugeständnissen gezwungen werden könnte.

Trumps Nationaler Sicherheitsberater Mike Waltz bezeichnete den Gefangenenaustausch am Dienstag als "Ausdruck des guten Willens der Russen und ein Zeichen, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen, um den brutalen und schrecklichen Krieg in der Ukraine zu beenden".

Allerdings hatte auch die Biden-Regierung mit Moskau trotz der frostigen Beziehungen wiederholt Gefangene ausgetauscht. Im vergangenen August kamen beim größten Gefangenenaustausch seit dem Ende des Kalten Kriegs unter anderen der US-Journalist Evan Gershkovich und der frühere US-Soldat Paul Whelan frei. Zu dem im Gegenzug freigelassenen Häftlingen gehörte auch der "Tiergarten-Mörder" Vadim Krasikow, der in Deutschland wegen des Mordes an einem tschetschenischstämmigen Georgier in Berlin verurteilt worden war.

S.Mitchell--TNT

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