The National Times - Trumps Zölle: EU und Kanada heben Vorteile von Handelsabkommen hervor

Trumps Zölle: EU und Kanada heben Vorteile von Handelsabkommen hervor


Trumps Zölle: EU und Kanada heben Vorteile von Handelsabkommen hervor
Trumps Zölle: EU und Kanada heben Vorteile von Handelsabkommen hervor / Foto: © AFP

Im Angesicht der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump üben die EU und Kanda den Schulterschluss: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bekräftigte am Mittwoch bei einem Treffen mit dem kanadischen Premier Justin Trudeau in Brüssel, Handelsabkommen seien "klar besser" als Zölle. Solche Abkommen würden die Wirtschaftsleistung steigern und "tausende Jobs schaffen". US-Handelspartner weltweit versuchen, den ab März geplanten US-Zöllen auf Stahl und Aluminium noch zu entgehen.

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Von der Leyen und Trudeau betonten ihre enge Partnerschaft und verwiesen auf das Freihandelsabkommen Ceta, das 2017 vorläufig in Kraft getreten war. Mit ihm wurden Zölle auf Industriegüter fast vollständig abgeschafft und Regeln vereinheitlicht. Ceta habe bewiesen, dass Handel vorteilhaft sein könne und zu einer "Win-win-Situation" führe, sagte von der Leyen.

Trudeau betonte, seit der Unterzeichnung von Ceta "haben wir die Schaffung von tausenden von Jobs und von enormem Wohlstand gesehen". Es gelte, in "verlässlicher und vertrauensvoller Weise" weiterzumachen.

US-Präsident Trump hatte am Montag Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte in die USA verhängt. Die zusätzlichen Abgaben betragen dem US-Präsidenten zufolge "25 Prozent ohne Ausnahmen oder Befreiungen" und sollen ab dem 12. März fällig werden. Lediglich für Australien erwägt Trump eine Ausnahme bei den Stahlzöllen.

Kanada ist der größte Stahlexporteur für die USA, an zweiter Stelle folgt Brasilien. Die Regierung in Brasília erklärte am Dienstag, die Regierung wolle keine Eskalation. Brasilien habe nicht die Absicht, in einen Handelskrieg mit den USA einzutreten, sagte der Minister für institutionelle Beziehungen, Alexandre Padilha.

Japan beantragte bei der US-Regierung eine Ausnahmeregelung von den Zöllen, wie ein Regierungssprecher am Mittwoch sagte. Der Antrag sei über die japanische Botschaft in den USA eingereicht worden. Bislang darf Japan 1,25 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr zollfrei in die USA exportieren.

Australien hofft auf die von Trump in Aussicht gestellte Ausnahme bei den Stahlzöllen. Das zu erreichen, sei die Priorität für sein Land, sagte Wirtschaftsminister Jim Chalmers dem Sender ABC. Sollte die Ausnahmeregelung abgelehnt werden, erwäge Canberra keine Gegenmaßnahmen.

Der Verband Aluminium Deutschland rief die EU-Kommission zu einem "konstruktiven Dialog" mit der US-Regierung auf. Es gelte, eine handelspolitische Eskalation zu vermeiden.

Aus deutschen Werken wurden demnach 2024 hochgerechnet 51.000 Tonnen Aluminiumerzeugnisse an Kunden in den USA geliefert - zwei Prozent der jährlichen Produktion. In den vergangenen Jahren hätten sich die Aluminiumexporte in die USA fast halbiert. Die exportierten Mengen seien zwar "vergleichsweise gering" - die Zölle träfen die Unternehmen aber in einer angespannten Lage, erklärte Verbandspräsident Rob van Gils.

Scharfe Kritik an den angekündigten Zöllen übte der Chef des US-Autobauers Ford, Jim Farley. Trump habe "viel darüber gesprochen, die US-Autoindustrie zu stärken - bisher sehen wir eine Menge Kosten und viel Chaos", sagte er am Dienstag vor Analysten. Ford kaufe Stahl und Aluminium zwar überwiegend bei US-Firmen ein, diese bezögen sie jedoch im Ausland. "Dieser Preis wird also durchschlagen", sagte Farley.

A.Robinson--TNT

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