The National Times - CSU beansprucht nach Wahl Wehrressort - Lindner will vier Ministerien abschaffen

CSU beansprucht nach Wahl Wehrressort - Lindner will vier Ministerien abschaffen


CSU beansprucht nach Wahl Wehrressort - Lindner will vier Ministerien abschaffen
CSU beansprucht nach Wahl Wehrressort - Lindner will vier Ministerien abschaffen / Foto: © AFP

Die CSU hat für den Fall eines Siegs der Union bei der Bundestagswahl Ansprüche auf die Besetzung des Verteidigungsministeriums angemeldet. "Angesichts der Herausforderungen, vor denen wir stehen, ist das Thema Verteidigung von enormer Bedeutung für uns", sagte Generalsekretär Martin Huber dem Portal Table Briefings laut einem Bericht vom Mittwoch. In Bayern gebe es viele Bundeswehr-Standorte und eine starke Rüstungsindustrie. "Insofern ist das Thema Bundeswehr und Verteidigung für Bayern von besonderer Bedeutung."

Textgröße ändern:

Eine Koalition der Union mit den Grünen schloss Huber kategorisch aus. "Schwarz-Grün ist nicht möglich", sagte der CSU-Politiker. Die Grünen lebten in Migrationsfragen in einer "Parallelwelt". "Die Grünen wollen Migration nicht begrenzen, sie wollen Migration ausweiten. Es gibt hier keine Gemeinsamkeiten", sagte Huber. Eine Zusammenarbeit mit der in Teilen als rechtsextremistisch eingestuften AfD nach der Wahl hatte Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) ausgeschlossen.

Somit wäre die Union bei einer Koalition auf die SPD angewiesen, die derzeit mit Boris Pistorius den Verteidigungsminister stellt. Dieser hatte bereits angekündigt, seinen Posten nach der Wahl nach Möglichkeit weiter ausüben zu wollen.

FDP-Chef Christian Lindner forderte indes die Abschaffung von mindestens vier Bundesministerien. Dies könne durch eine Zusammenlegung mehrerer Ressorts erreicht werden, sagte Lindner dem "Handelsblatt". "Die Ministerien für Bauen und Verkehr können zusammengehen, Gesundheit, Familie und Soziales auch, genau wie das Auswärtige Amt und Entwicklungsministerium sowie Wirtschaft und Arbeit", sagte er. Somit seien "mindestens" vier Ministerien abzuschaffen - "möglicherweise ist noch mehr drin", sagte Lindner.

Lindner selbst hatte kürzlich Interesse an einer weiteren Amtszeit als Bundesfinanzminister angemeldet, und zwar in einer sogenannten Deutschland-Koalition mit Union und SPD. Das Amt hatte er etwa drei Jahre in der Ampel-Regierung bis zu deren Bruch im vergangenen November ausgeübt. Nötig wäre dafür jedoch der Verbleib der FDP im Bundestag, der Umfragen zufolge fraglich ist. Aktuell liegt die Partei dort bei lediglich vier Prozent.

T.Allen--TNT

Empfohlen

G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Rohöl und Diesel frei - Ölpreise fallen

Angesichts gestiegener Treibstoffpreise und auf Druck aus den USA haben die G7-Staaten am Freitag die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus ihren Reserven vereinbart. Die Freigabe solle "sofort beginnen" und sich über vier Monate erstrecken, "einschließlich einer vorgezogenen umfangreichen Dieselfreigabe innerhalb der ersten 20 Tage", hieß es in der G7-Erklärung. Die Ölpreise gaben deutlich nach.

Bundespräsident Steinmeier reist am Donnerstag zu Staatsbesuch nach Frankreich

Auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron reist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag zu einem zweitägigen Staatsbesuch nach Frankreich. Der Besuch "würdigt die enge Freundschaft und tiefe Verbundenheit" zwischen Frankreich und Deutschland und "unterstreicht die Vielfalt ihrer Beziehungen", teilte das Bundespräsidialamt am Freitag mit. Es handelt sich um den ersten Staatsbesuch eines deutschen Bundespräsidenten in Frankreich seit 13 Jahren.

Kiews Bürgermeister Klitschko beschreibt Lage nach Angriffen auf Brücke als "sehr dramatisch"

"Der Feind reißt Kiew auseinander": Bürgermeister Vitali Klitschko hat die Lage in der ukrainischen Hauptstadt nach russischen Angriffen auf eine wichtige Brücke als "sehr dramatisch" beschrieben. "Es ist nicht mehr möglich, so zu tun, als ob wir jetzt noch so wie in Friedenszeiten leben könnten", schrieb Klitschko am Freitag im Onlinedienst Telegram, nachdem die Sperrung der Südbrücke über den Fluss Dnipro zu Chaos in seiner Stadt geführt hatte.

Treibstoffpreise: G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei

Vor dem Hintergrund steigender Treibstoffpreise und Druck aus den USA haben die G7-Länder sich auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl geeinigt. Dies solle in den kommenden vier Monaten geschehen, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron anlässlich einer Videokonferenz der G7-Vertreter zur Energiekrise am Freitag. Noch während die Gespräche der G7-Partner liefen, sank der US-Ölpreis um fünf Prozent.

Textgröße ändern: