The National Times - Seoul: Nordkorea hat Russland Langstreckenartillerie geliefert

Seoul: Nordkorea hat Russland Langstreckenartillerie geliefert


Seoul: Nordkorea hat Russland Langstreckenartillerie geliefert
Seoul: Nordkorea hat Russland Langstreckenartillerie geliefert / Foto: © KCNA VIA KNS/AFP/Archiv

Südkorea hat Nordkorea vorgeworfen, Russland als Teil ihrer vertieften militärischen Zusammenarbeit Langstreckenartillerie geliefert zu haben. Pjöngjang habe Moskau "etwa 11.000 Truppen, 200 Stück Langstreckenartillerie und eine erhebliche Menge an Munition" zur Verfügung gestellt, sagte ein Mitarbeiter des südkoreanischen Verteidigungsministeriums, der anonym bleiben wollte, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Es sei möglich, dass Nordkorea in Zukunft "zusätzlich Truppen, Waffen und Munition" bereitstelle.

Textgröße ändern:

Nach Angaben von Südkorea, der Ukraine und den USA hat Nordkorea seit dem vergangenen Oktober Soldaten in der Region Kursk stationiert. Sie sollen demnach dabei helfen, das seit einer Überraschungsoffensive im August unter ukrainischer Kontrolle stehende Gebiet zurückzuerobern. Russland hat dies weder bestätigt noch dementiert.

Die militärische Partnerschaft zwischen Russland und Nordkorea ist seit der Invasion der Ukraine vertieft worden. Im vergangenen Jahr hatte der russische Präsident Wladimir Putin das abgeschottete Land besucht und mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un einen Verteidigungspakt beschlossen.

Am vergangenen Sonntag hatte das nordkoreanische Staatsfernsehen berichtet, dass Kim seine Unterstützung zugesichert habe für "die gerechte Sache der russischen Armee und des russischen Volkes, ihre Souveränität, Sicherheit und territoriale Integrität zu verteidigen".

Zuletzt hatte es widersprüchliche Berichte gegeben, ob nach wie vor nordkoreanische Soldaten an der Seite der russischen Armee kämpfen. Laut einem Bericht des südkoreanischen Verteidigungsministeriums stellt Nordkorea Russland jedenfalls nach wie vor "Waffen, Munition und andere militärische Unterstützung" zur Verfügung. Seoul beobachte demnach genau, inwieweit Moskau im Gegenzug für die Unterstützung seinerseits Militärtechnologie nach Nordkorea liefere. Das beinhalte Technologien in den Bereichen der interkontinentalen ballistischen Raketen und nuklearer U-Boote. Laut dem Bericht können solche Technologien Pjöngjangs militärische Fähigkeiten "wesentlich erhöhen".

N.Roberts--TNT

Empfohlen

G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Rohöl und Diesel frei - Ölpreise fallen

Angesichts gestiegener Treibstoffpreise und auf Druck aus den USA haben die G7-Staaten am Freitag die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus ihren Reserven vereinbart. Die Freigabe solle "sofort beginnen" und sich über vier Monate erstrecken, "einschließlich einer vorgezogenen umfangreichen Dieselfreigabe innerhalb der ersten 20 Tage", hieß es in der G7-Erklärung. Die Ölpreise gaben deutlich nach.

Bundespräsident Steinmeier reist am Donnerstag zu Staatsbesuch nach Frankreich

Auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron reist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag zu einem zweitägigen Staatsbesuch nach Frankreich. Der Besuch "würdigt die enge Freundschaft und tiefe Verbundenheit" zwischen Frankreich und Deutschland und "unterstreicht die Vielfalt ihrer Beziehungen", teilte das Bundespräsidialamt am Freitag mit. Es handelt sich um den ersten Staatsbesuch eines deutschen Bundespräsidenten in Frankreich seit 13 Jahren.

Kiews Bürgermeister Klitschko beschreibt Lage nach Angriffen auf Brücke als "sehr dramatisch"

"Der Feind reißt Kiew auseinander": Bürgermeister Vitali Klitschko hat die Lage in der ukrainischen Hauptstadt nach russischen Angriffen auf eine wichtige Brücke als "sehr dramatisch" beschrieben. "Es ist nicht mehr möglich, so zu tun, als ob wir jetzt noch so wie in Friedenszeiten leben könnten", schrieb Klitschko am Freitag im Onlinedienst Telegram, nachdem die Sperrung der Südbrücke über den Fluss Dnipro zu Chaos in seiner Stadt geführt hatte.

Treibstoffpreise: G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei

Vor dem Hintergrund steigender Treibstoffpreise und Druck aus den USA haben die G7-Länder sich auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl geeinigt. Dies solle in den kommenden vier Monaten geschehen, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron anlässlich einer Videokonferenz der G7-Vertreter zur Energiekrise am Freitag. Noch während die Gespräche der G7-Partner liefen, sank der US-Ölpreis um fünf Prozent.

Textgröße ändern: