The National Times - US-Demokraten hoffen auf Whistleblower zur Zügelung von Elon Musk

US-Demokraten hoffen auf Whistleblower zur Zügelung von Elon Musk


US-Demokraten hoffen auf Whistleblower zur Zügelung von Elon Musk
US-Demokraten hoffen auf Whistleblower zur Zügelung von Elon Musk / Foto: © AFP/Archiv

Die US-Demokraten haben im Kampf gegen die umstrittenen Methoden des Präsidentenberaters Elon Musk ein Onlineportal gestartet, auf dem potenzielle Gesetzesverstöße gemeldet werden können. Whistleblower seien von "unschätzbarem" Wert für die Mission, diejenigen zur Verantwortung zu ziehen, welche die Demokratie untergraben, erklärte die Demokratische Partei am Montag in Washington.

Textgröße ändern:

"In den ersten drei Wochen seiner Regierung hat Präsident Trump eine eklatante Missachtung des Rechtsstaats und eine Gleichgültigkeit gegenüber der US-Bevölkerung gezeigt", erklärten der Sprecher der demokratischen Minderheit im Senat, Chuck Schumer, und sein Parteikollege Gary Peters. "Von der Übernahme des Finanzministeriums durch Doge bis zum Einfrieren von Bundesausgaben hat diese Regierung Chaos in Programmen angerichtet, von denen amerikanische Familien, Senioren, Studierende, Veteranen und andere abhängig sind", erklärten sie.

Trump hat den Tech-Multimilliardär Musk, der ihn massiv im Wahlkampf unterstützt hatte, mit der Leitung einer neuen Abteilung für staatliche Effizienz (Doge) betraut. In dieser Funktion ist Musk federführend an dem eingeleiteten massiven Personal - und Kostenabbau in den Bundesbehörden beteiligt.

Mit Trumps Zustimmung begann Musk mit Einsparungen beim US-Finanzministerium und der Entwicklungshilfebehöre USAID, indem er sich Zugang zu Computersystem verschaffte, um Missbrauch und Verschwendung nachzuspüren, und Arbeitnehmer beurlaubte.

Kritiker verweisen darauf, dass viele Schritte des Präsidentenberaters gesetzwidrig sind und die in der Verfassung festgeschriebene Aufsichtsfunktion des Kongresses missachten. Landesweit wurden bereits mehrere Klagen eingereicht, um Musks selbsternannter "Abteilung für staatliche Effizienz" Einhalt zu gebieten.

Die Kritiker verweisen zudem auf massive Interessenkonflikte bei Musk als dem größten Vertragspartner der Regierung, der zudem weder gewählt noch vom Senat bestätigt wurde, während seinen Stellvertretern zunächst Zugang zu persönlichen Daten von Millionen Bundesangestellten eingeräumt wurde.

US-Medienberichten zufolge prüfte die Entwicklungsbehörde USAID ihre Verbindungen zur Kommunikationsfirma Starlink von Musk - wenige Monate bevor dieser nun versuchte, USAID abzuwickeln.

Am Freitag hatte ein Bundesrichter die Freistellung der mehr als 2000 USAID-Mitarbeiter ausgesetzt. Einen Tag später blockierte ein anderer US-Richter den Zugriff von Musks Team auf das Zahlungssystem sowie andere Daten des Finanzministeriums.

S.O'brien--TNT

Empfohlen

Kritik an brasilianischer Justiz wegen Einmischung in TV-Debatte vor Präsidentschaftswahl

Zwei Tage vor der Präsidentschaftswahl in Brasilien ist die Justiz wegen ihrer Einmischung in die letzte geplante TV-Debatte vor dem Urnengang in die Kritik geraten. Drei brasilianische Medienverbände äußerten am Freitag ihre "tiefe Empörung über die richterliche Einmischung in zuvor festgelegte Regeln". Der Sender Globo hatte die Debatte nach zwei kurzfristigen Gerichtsentscheidungen abgesagt.

G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Rohöl und Diesel frei - Ölpreise fallen

Angesichts gestiegener Treibstoffpreise und auf Druck aus den USA haben die G7-Staaten am Freitag die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus ihren Reserven vereinbart. Die Freigabe solle "sofort beginnen" und sich über vier Monate erstrecken, "einschließlich einer vorgezogenen umfangreichen Dieselfreigabe innerhalb der ersten 20 Tage", hieß es in der G7-Erklärung. Die Ölpreise gaben deutlich nach.

Bundespräsident Steinmeier reist am Donnerstag zu Staatsbesuch nach Frankreich

Auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron reist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag zu einem zweitägigen Staatsbesuch nach Frankreich. Der Besuch "würdigt die enge Freundschaft und tiefe Verbundenheit" zwischen Frankreich und Deutschland und "unterstreicht die Vielfalt ihrer Beziehungen", teilte das Bundespräsidialamt am Freitag mit. Es handelt sich um den ersten Staatsbesuch eines deutschen Bundespräsidenten in Frankreich seit 13 Jahren.

Kiews Bürgermeister Klitschko beschreibt Lage nach Angriffen auf Brücke als "sehr dramatisch"

"Der Feind reißt Kiew auseinander": Bürgermeister Vitali Klitschko hat die Lage in der ukrainischen Hauptstadt nach russischen Angriffen auf eine wichtige Brücke als "sehr dramatisch" beschrieben. "Es ist nicht mehr möglich, so zu tun, als ob wir jetzt noch so wie in Friedenszeiten leben könnten", schrieb Klitschko am Freitag im Onlinedienst Telegram, nachdem die Sperrung der Südbrücke über den Fluss Dnipro zu Chaos in seiner Stadt geführt hatte.

Textgröße ändern: