The National Times - London zieht längeren Betrieb von Kohlekraftwerken in Betracht

London zieht längeren Betrieb von Kohlekraftwerken in Betracht


London zieht längeren Betrieb von Kohlekraftwerken in Betracht
London zieht längeren Betrieb von Kohlekraftwerken in Betracht / Foto: © AFP/Archiv

Angesichts einer befürchteten Energieknappheit im kommenden Winter zieht die Regierung in London einen längeren Betrieb von drei Kohlekraftwerken und eines Atomkraftwerks in Betracht. "Es ist normal, dass wir eine große Bandbreite von Möglichkeiten prüfen, um unsere Energie- und Versorgungssicherheit zu gewährleisten", verlautete am Montag aus Regierungskreisen in London.

Textgröße ändern:

Energieminister Kwasi Kwarteng forderte die Betreiber der drei letzten Kohlekraftwerke des Landes auf, diese betriebsbereit zu halten. Eigentlich war die Schließung für September vorgesehen. Das Unternehmen Drax, welches das größte Kohlekraftwerk betreibt, hatte bereits im September mitgeteilt, dass das Kraftwerk weiterbetrieben werden könne, um die Stromversorgung aufrechtzuerhalten.

Großbritannien will auf Dauer ohne Kohle, Öl und Gas aus Russland auskommen. Falls Russland die Gaslieferungen nach Europa weiter einschränken sollte, könnten laut einem Bericht der Zeitung "The Times" zu den Spitzenverbrauchszeiten im Winter aber bis zu sechs Millionen Haushalte im Vereinigten Königreich von Stromausfällen betroffen sein.

Der Technologie-Staatssekretär Chris Philip bekräftigte am Montag, auch die Verlängerung der Betriebsdauer des Akw Hinkley Point B komme in Betracht, das nach den bisherigen Planungen eigentlich ab diesem Sommer stillgelegt werden sollte.

Die Regierung in London hatte sich in der vergangenen Woche zur Einführung einer Sonderabgabe auf die Gewinne von Ölkonzernen entschlossen, um arme Haushalte zu unterstützen. Außerdem veröffentlichte sie kürzlich eine neue Strategie, in der es um den Ausbau der Erneuerbaren Energien, aber auch um Investitionen in die Nutzung von Erdöl aus der Nordsee geht.

O.Nicholson--TNT

Empfohlen

Macron: Frankreich und Kanada sind "große unabhängige Nationen und wollen es bleiben"

Nach wiederholten Sticheleien von US-Präsident Donald Trump gegen Kanada und die EU hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron den kanadischen Premierminister Mark Carney demonstrativ im französischen Überseegebiet Saint-Pierre-et-Miquelon vor der kanadischen Küste empfangen. Frankreich und Kanada seien "zwei große unabhängige Nationen und wollen es bleiben", sagte Macron am Sonntag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Carney. Er setze auf eine engere Zusammenarbeit beider Länder in den Bereichen Fischerei, Sicherheit und Energie.

Historischer Linken-Sieg in Berlin - Spitzenkandidatin Eralp will Regierung bilden

Historischer Sieg der Linkspartei in Berlin: Erstmals hat die Linke am Sonntag eine Wahl zum Abgeordnetenhaus gewinnen können. Spitzenkandiaten Elif Eralp will nun als Regierende Bürgermeister die sogenannte Vergesellschaftung von Wohnungsbaukonzernen umsetzen. Das wiederum könnte Koalitionsgespräche mit der SPD erschweren - Eralp zeigte hier allerdings keine Kompromissbereitschaft.

Mecklenburg-Vorpommern: AfD punktete bei bisherigen Nichtwählern und Arbeitern

Die AfD hat bei ihrem knappen Sieg bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vor allem von bisherigen Nichtwählern und Menschen mittleren Alters profitiert. Nach einer vorläufigen Analyse des Instituts Infratest dimap für die ARD vom Sonntagabend gaben aus der Gruppe bisheriger Nichtwählerinnen und Nichtwähler diesmal 67.000 ihre Stimme der AfD. Auch von der SPD zog die AfD Wählerstimmen ab - rund 45.000.

Prognose: Präsidentenpartei gewinnt Parlamentswahl in Russland

Bei der Parlamentswahl in Russland zeichnet sich wie erwartet ein deutlicher Sieg der Partei von Präsident Wladimir Putin ab. Laut einer am Sonntag vom staatlichen Meinungsforschungszentrum veröffentlichten Nachwahlbefragung holte die Regierungspartei Geeintes Russland 49,4 Prozent der Stimmen und fuhr damit ein ähnliches Ergebnis ein wie bei der Wahl vor fünf Jahren. Die ebenfalls Kreml-treue Kommunistische Partei kam demnach auf rund 14 Prozent, die nationalistische LDPR auf knapp elf Prozent der Stimmen.

Textgröße ändern: