The National Times - Australischer Nationalfeiertag: Proteste gegen Benachteiligung von Ureinwohnern

Australischer Nationalfeiertag: Proteste gegen Benachteiligung von Ureinwohnern


Australischer Nationalfeiertag: Proteste gegen Benachteiligung von Ureinwohnern
Australischer Nationalfeiertag: Proteste gegen Benachteiligung von Ureinwohnern / Foto: © AFP

In Australien sind am Nationalfeiertag zehntausende Menschen gegen die Benachteiligung der Ureinwohner auf die Straße gegangen. In Sydney, Melbourne und vielen anderen Städten gab es am Sonntag Protestzüge, bei denen Erwachsene und Kinder die schwarz-rot-gelbe Flagge der Aborigines schwenkten und gegen die jahrhundertelange Unterdrückung und Diskriminierung protestieren. Indigene Australier haben bis heute eine geringere Lebenserwartung als die Gesamtbevölkerung, eine höhere Arbeitslosigkeit und sitzen öfter in Haft.

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Am "Australia Day" wird an die Ankunft einer Flotte britischer Schiffe in der Bucht von Sydney erinnert, mit der die Kolonisierung Australiens begann. Viele Australier verbringen den Feiertag mit Familie und Freunden am Strand oder im Garten. Menschenrechtsaktivisten lehnen den Feiertag dagegen seit Jahren ab und nutzen den "Tag der Invasion", um an die Verbrechen der britischen Kolonialherrschaft an der indigenen Bevölkerung zu erinnern.

Allein in Melbourne versammelten sich am Sonntag tausende Menschen und forderten eine Abschaffung des Nationalfeiertags. "Kein Stolz auf Völkermord", stand auf einem Plakat. "Als die Weißen nach Australien kamen, begann das Sterben der Schwarzen. Warum wird dieser Tag gewählt? Das ist verrückt", sagte der Demonstrant Andrew Baker. Die Indigene Tammy Miller sagte: "Für mich und meine Leute ist es ein Tag der Trauer."

Schon vor dem Feiertag hatten Demonstranten eine Statue des britischen Seefahrers James Cook in Sydney mit roter Farbe beschmiert und ein Denkmal für den Siedler John Batman in Melbourne umgestürzt.

Premierminister Anthony Albanese sagte am Sonntag bei einer Einbürgerungsfeier in Canberra, es sei ein "einzigartiges Privileg, den ältesten Kontinent mit der ältesten noch existierenden Kultur der Welt zu teilen". Er rief alle Menschen in Australien dazu auf, den "sozialen Zusammenhalt zu bewahren" und für Gerechtigkeit zu sorgen.

F.Lim--TNT

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