The National Times - Mutter von vermisstem US-Journalisten Tice: Neue syrische Führung will Sohn finden

Mutter von vermisstem US-Journalisten Tice: Neue syrische Führung will Sohn finden


Mutter von vermisstem US-Journalisten Tice: Neue syrische Führung will Sohn finden
Mutter von vermisstem US-Journalisten Tice: Neue syrische Führung will Sohn finden / Foto: © AFP

Die neue syrische Führung ist nach Angaben der Mutter des seit 2012 vermissten US-Journalisten Austin Tice entschlossen, ihren Sohn wiederzufinden. "Ich hatte das Privileg, die neuen Anführer Syriens zu treffen", erklärte Debra Tice am Montag in Damaskus vor Journalisten. "Ich war sehr erfreut zu erfahren, dass sie entschlossen sind, meinen Sohn nach Hause zurückzubringen", fügte sie hinzu.

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Austin Tice arbeitete unter anderem für die Nachrichtenagentur AFP, den US-Medienkonzern McClatchy News, den TV-Sender CBS und die "Washington Post". Er hatte über den Bürgerkrieg in Syrien unter der Regierung des im Dezember gestürzten Machthabers Baschar al-Assad berichtet. Im August 2012 wurde er in einem Vorort von Damaskus entführt, als die Armee dort Razzien vornahm.

Im September 2012 wurde Tice in einem Video mit verbundenen Augen vorgeführt. Die Identität seiner Entführer ist nicht bekannt.

Die Organisation Hostage Aid Worldwide hatte Ende Dezember erklärt, sie glaube, dass Austin Tice am Leben sei - ohne Angaben zu machen, wo er sich aufhalten könnte. Auch die Mutter des Journalisten hatte zuvor erklärt, sie habe Informationen, die darauf hinweisen, dass er am Leben sei.

Sie habe große Hoffnung, dass die Regierung des neuen US-Präsidenten Donald Trump sich dafür einsetzen werde, Austin Tice nach Hause zu holen, sagte Debra Tice am Montag weiter. Dessen Mitarbeiter hätten sie bereits kontaktiert. "Ich denke, sie werden schnell handeln", betonte Debra Tice nur wenige Stunden vor der Amtseinführung in Washington.

Nizar Zakka, der Direktor von Hostage Aid Worldwide, vermutet, dass der Journalist von November 2017 bis Februar 2024 unter der Regierung Assad im Gefängnis saß. In einem Interview mit AFP erklärte Zakka in der vergangenen Woche, die NGO habe nach einem Aufruf per Textnachricht im ganzen Land zu Informationen über den Journalisten "viele Hinweise" erhalten.

Die islamistische Koalition unter Führung der Miliz HTS hatte die Assad-Regierung am 8. Dezember gestürzt, der Machthaber floh nach Russland. Die neue Regierung ließ im Anschluss tausende Häftlinge frei, darunter auch einen US-Bürger. Tice blieb zunächst jedoch unauffindbar.

J.Sharp--TNT

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