The National Times - Lage in Nahost: Faeser sieht hohe Bedrohung durch islamistische Extremisten

Lage in Nahost: Faeser sieht hohe Bedrohung durch islamistische Extremisten


Lage in Nahost: Faeser sieht hohe Bedrohung durch islamistische Extremisten
Lage in Nahost: Faeser sieht hohe Bedrohung durch islamistische Extremisten / Foto: © AFP

Angesichts einer drohenden Eskalation der Lage in Nahost hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) vor Anschlägen islamistischer Extremistengruppen in Deutschland gewarnt. "Auch unser Land steht im Fokus dschihadistischer Organisationen", sagte Faeser am Montag beim Besuch des Bundesamts für Verfassungsschutz in Köln. Sie nannte dabei insbesondere die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat und seinen Ablegers ISPK.

Textgröße ändern:

"Die Bedrohungslage durch den islamistischen Terrorismus ist anhaltend hoch", betonte die Ministerin. Seit dem Angriff der radikalislamischen Hamas auf Israel im Oktober und dem Beginn des Gaza-Krieges habe sich die Sicherheitslage "wesentlich verschärft". Die nun durch einen möglichen Angriff Irans auf Israel bestehende Gefahr einer Eskalation in Nahost sei dabei "brandgefährlich".

Die Sicherheitsbehörden gingen deshalb konsequent auch gegen islamistische Terrorpropaganda vor, die Einzeltäter radikalisieren könne, sagte Faeser. "Zahlreiche Terrorverdächtige" seien bereits festgenommen und extremistische Organisationen wie Hamas, Samidoun oder das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) als "verlängerter Arm des iranischen Mullah-Regimes" verboten worden.

Besorgt zeigte sich die SPD-Politikerin über den starken Anstieg antisemitischer Taten. Seit dem Hamas-Angriff am 7. Oktober seien bereits 715 Fälle registriert worden, darunter 19 Gewalttaten. Sie dankte den Ländern für den Schutz jüdischer und israelischer Einrichtungen, der leider weiter nötig sei.

Faeser forderte "ein hartes Durchgreifen der Polizei", wenn es "zu weiteren Reaktionen in Deutschland auf die Lage im Nahen Osten kommt". Sie verwies dabei darauf, dass seit Oktober bei Demonstrationen zum Nahost-Konflikt bereits 171 Einsatzkräfte der Polizei verletzt wurden. Solche Angriffe seien "niemals zu rechtfertigen", sagte die Innenministerin und forderte, sie müssten "harte strafrechtliche Konsequenzen haben".

L.Graham--TNT

Empfohlen

Bartsch weist Kritik an Antisemitismus-Einigung der Berliner Linken zurück

Der Linken-Politiker Dietmar Bartsch hat die massive Kritik aus Teilen seiner Partei an der von der Berliner Linken, den Grünen und der SPD vorgestellten Einigung zum Umgang mit Antisemitismus zurückgewiesen. "Es ist kein Zufall, dass es vor allen Dingen Menschen sind, die nie Koalitionsverhandlungen geführt haben, in keinem Landtag vertreten sind und nahezu durchgängig aus dem Westen kommen", sagte der ehemalige Chef der Linken-Bundestagsfraktion dem "Tagesspiegel" laut Mitteilung vom Sonntag.

Polen meldet Hinweise auf Attentatsversuche gegen Tusk und Verteidigungsminister

Die polnische Polizei hat nach Regierungsangaben Hinweise auf mögliche Attentatsversuche auf Ministerpräsident Donald Tusk und Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz erhalten. Daraufhin sei für Sonntag ein Treffen im Terror-Abwehrzentrum des Inlandsgeheimdienstes einberufen worden, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums im Onlinedienst X mit. Der Innenminister und der für die Koordination der Geheimdienste zuständige Minister hätten Maßnahmen angeordnet.

Hoppermann: CDU will bei Klausurtagung "zu alter Stärke zurückfinden"

In Berlin hat die CDU-Spitze ihre zweitägige Klausurtagung begonnen, bei der die Regierungspartei unter anderem über das weitere Vorgehen bei den geplanten Sozialreformen beraten will. Es gehe bei dem Treffen darum, "Vertrauen in uns und unsere Politik zurückzugewinnen und dabei die Modernisierung unseres Landes nicht aus dem Blick zu verlieren", sagte CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann am Sonntag zum Auftakt. Es wurde erwartet, dass die CDU sich auch mit den jüngsten Wahlniederlagen auseinandersetzt.

Streit um Diesel-Deal mit Moskau: Trump fordert Selenskyjs Ablösung

Im Streit um seinen Diesel-Deal mit Moskau hat US-Präsident Donald Trump die Ablösung des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj gefordert. Es sei "an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt", der bereit sei, den Krieg mit Russland zu beenden, sagte Trump am Samstag (Ortszeit). Zuvor hatte Selenskyj eine von Trump mit Kreml-Chef Wladimir Putin getroffene Vereinbarung scharf kritisiert, wonach Russland hunderttausende Tonnen Dieselkraftstoff liefern soll.

Textgröße ändern: