The National Times - Estland vertraut bei russischem Angriff auf Beistand von Deutschand und Nato

Estland vertraut bei russischem Angriff auf Beistand von Deutschand und Nato


Estland vertraut bei russischem Angriff auf Beistand von Deutschand und Nato
Estland vertraut bei russischem Angriff auf Beistand von Deutschand und Nato / Foto: © AFP

Estlands Regierungschefin Kaja Kallas hat sich überzeugt gezeigt, dass Deutschland und die Nato ihr Land im Falle eines russischen Angriffs verteidigen würden. Nach der Nato-Beistandsklausel sei "ein Angriff auf ein Land auch ein Angriff auf alle Länder" der Militärallianz, sagte Kallas bei ihrem Besuch in Berlin dem Sender Welt. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) erklärte nach einem Treffen, Deutschland nehme "die Sorgen Estlands und aller Verbündeter sehr ernst".

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"Wenn Russland wirklich Estland oder Lettland oder Litauen angreifen würde, dann bedeutet das, dass es sofort zu einem vollen Krieg mit Deutschland, den USA, Polen und anderen Ländern ausufern würde", sagte Kallas Welt-TV. Sie betonte, ihr Land mache sich "keine Illusionen" mit Blick auf Russland: "Obwohl die Sowjetunion zusammengebrochen ist, sind die Träume von einem Imperium immer geblieben."

Scholz und Kallas betonten laut Bundesregierung bei ihrem Treffen "die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit Estlands und Deutschlands". Es gelte nun, "weiter alles daran zu setzen, den russischen Angriffskrieg zu beenden und die Unterstützung für die Ukraine weiter auszubauen".

Als Sanktion wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hatte Estland wie Lettland und Litauen zum 1. April seine Erdgas-Importe eingestellt. Kallas äußerte ein gewisses Verständnis, dass sich Deutschland bisher nicht zu diesem Schritt entschlossen hat.

"Für uns waren es nur sieben Prozent unseres gesamten Energieverbrauchs, und es ist wahrscheinlich dann auch leichter, so eine Entscheidung zu treffen, als in einem großen Land", sage sie. "Was wir aber auch verstehen müssen ist, dass 40 Prozent des russischen Budgets aus diesen Kohle-, Gas- und Öl-Exporten resultieren. Das ist genau das Geld, mit dem sie ihre Kriegsmaschinerie unterhalten."

N.Johns--TNT

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