The National Times - Bundesanwaltschaft klagt weitere sogenannte IS-Rückkehrerin an

Bundesanwaltschaft klagt weitere sogenannte IS-Rückkehrerin an


Bundesanwaltschaft klagt weitere sogenannte IS-Rückkehrerin an
Bundesanwaltschaft klagt weitere sogenannte IS-Rückkehrerin an / Foto: © AFP/Archiv

Die Bundesanwaltschaft hat eine weitere sogenannte IS-Rückkehrerin angeklagt. Wie die Behörde am Dienstag in Karlsruhe mitteilte, soll die Deutsche Jalda A. von 2014 und 2017 in Syrien nacheinander mit mehreren Kämpfern der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) verheiratet gewesen sein und diese selbst als Mitglied unterstützt haben. Außerdem werden ihr Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen, weil sie gemeinsam mit einem ihrer Männer eine jesidische Slavin gehalten und diese wiederholt misshandelt habe.

Textgröße ändern:

Die Beschuldigte war demnach im Oktober vergangenen Jahres bei ihrer Rückkehr nach Deutschland festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Angeklagt wurde sie nach Angaben der Bundesanwaltschaft vor dem Hamburger Oberlandesgericht (OLG), das die Anklage prüfen und über eine Hauptverhandlung entscheiden wird.

Nach Erkenntnissen der Ermittler soll A. im April 2014 über die Türkei nach Syrien gereist sein, um sich in dem Bürgerkriegsland dem IS anzuschließen. Dort lebte sie nacheinander als Ehefrau von drei Kämpfern der Dschihadistenmiliz in unterschiedlichen Städten, wobei ihre ersten beiden Männer jeweils bei Kämpfen getötet wurden. In dieser Zeit brachte sie 2015 demnach auch einen Sohn zur Welt.

Laut Anklage besuchte die Beschuldigte mit einem ihrer Männer unter anderem öffentliche Steinigungen und andere brutale Strafaktionen des IS. Ihr letzter Mann hielt unter anderem auch eine Jesidin als Haushaltssklavin, an deren Ausbeutung, Überwachung und Misshandlung sie sich aktiv beteiligt habe. Der IS verübte einen Völkermord an der religiösen Minderheit der Jesiden, viele Frauen wurden versklavt.

2017 wurde die Angeklagte demnach von kurdischen Sicherheitskräften gefangengenommen. Vor etwa einem halben Jahr reiste sie dann nach Deutschland zurück, wo sie bei ihrer Ankunft festgenommen wurde.

S.Ross--TNT

Empfohlen

Israel erklärt großes Gebiet im Süden des Libanon zur "Kampfzone"

Israel hat seinen Militäreinsatz gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon ausgeweitet und ein großes Gebiet im Süden des Landes zur "Kampfzone" erklärt. Die israelische Armee rief die Bewohner von Ortschaften südlich des Flusses Sahrani am Mittwoch auf, "sich in Sicherheit zu bringen". Die Hisbollah meldete derweil Zusammenstöße mit israelischen Soldaten nördlich der "gelben Linie" nahe der Stadt Nabatije.

Studie: USA brauchen Jahre zum Ersatz von Waffen aus Iran-Krieg

Die USA werden einer Studie zufolge mindestens drei Jahre brauchen, um die im Iran am stärksten eingesetzten Waffensysteme zu ersetzen. Das gelte sowohl für Tomahawk-Marschflugkörper als auch für Abfangsysteme vom Typ Patriot und THAAD, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse des Zentrums für Strategische und Internationale Studien (CSIS) in Washington.

Fußball-WM: Weitere US-Bundesstaaten untersuchen möglichen Ticket-Wucher

Nach Kalifornien gehen zwei weitere US-Bundesstaaten dem Verdacht auf Ticket-Wucher bei der Fußball-Weltmeisterschaft nach. New York und New Jersey kündigten am Mittwoch eine Untersuchung zu den Praktiken des Weltfußballverbands Fifa an. Fans müssten für Tickets "unmöglich hohe Preise" zahlen, sagte die Generalstaatsanwältin von New Jersey, Jennifer Davenport. Der Bundesstaat richtet am 19. Juli im MetLife-Stadion westlich von Manhattan das Finale aus.

Iranische Revolutionsgarden betonen Kampfbereitschaft gegenüber USA und Israel

Inmitten der stockenden Verhandlungen um ein Ende des Iran-Krieges haben Teherans Revolutionsgarden ihre Kampfbereitschaft gegenüber den USA und Israel betont. "Die Streitkräfte halten sich bereit, mit vollen Magazinen", sagte Mohammed Achbarsadeh, ein ranghoher Vertreter der Marine der Revolutionsgarden, am Mittwoch. Einen Bericht des iranischen Staatsfernsehens über angebliche US-Zusagen im Zuge eines Abkommens unter anderem zum Abzug von Truppen aus der Golfregion wies das Weiße Haus derweil als "reine Erfindung" zurück.

Textgröße ändern: