The National Times - Französische Großbank Société Générale beendet Geschäfte in Russland

Französische Großbank Société Générale beendet Geschäfte in Russland


Französische Großbank Société Générale beendet Geschäfte in Russland

Mehr als sechs Wochen nach Beginn des Ukraine-Kriegs beendet die französische Großbank Société Générale ihre Geschäfte in Russland. Das bedeutet vor allem den Verkauf der hohen Beteiligung an der russischen Rosbank, wie die Société Générale am Montag mitteilte. Der Schritt werde die Bank 3,1 Milliarden Euro kosten. Der Kurs der Aktie stieg bis Mittag um fast sechs Prozent.

Textgröße ändern:

Die Société Générale hat insgesamt 18,6 Milliarden Euro in Russland investiert; 15,4 Milliarden Euro davon stecken bislang in der Rosbank. Die französische Großbank ist damit Mehrheitsaktionär.

"Nach mehreren Wochen intensiver Arbeit" habe die Bank nun ein Abkommen mit dem Investmentfonds Interros Capital über den Verkauf ihrer kompletten Rosbank-Beteiligung geschlossen, wie sie mitteilte. Interros ist ebenfalls ein großer Aktionär der Rosbank und einer der größten Beteiligungsfonds Russlands. Ihm gehören auch Aktien von Unternehmen in der Schwerindustrie, etwa von Nornickel, oder in der Pharmaindustrie.

Gründer des Fonds ist Wladimir Potanin, einer der reichsten und einflussreichsten Oligarchen des Landes und ein Vertrauter von Präsident Wladimir Putin. 2021 war Potanin laut "Forbes" der zweitreichste Mann Russlands.

Interros teilte am Montag mit, dass die Regierungskommission zur Aufsicht ausländischer Investitionen in Russland das Abkommen mit der Société Générale genehmigt habe. Der Abschluss des Geschäfts sei in einigen Wochen zu erwarten. Interros werde "größtmögliche Anstrengungen unternehmen, um Rosbank zu entwickeln".

Die Société Générale erklärte, mit dem Verkauf ihrer Rosbank-Anteile ziehe sie sich "effektiv und geordnet" aus Russland zurück und wahre gleichzeitig "Kontinuität für Partner und Kunden". Die französische Bank hatte bereits Anfang März erklärt, sie sei für einen möglichen Verlust ihrer Rosbank-Anteile "gerüstet".

Seit Beginn des Ukraine-Kriegs am 24. Februar haben sich zahlreiche westliche Firmen aus Russland zurückgezogen, darunter Ikea, Coca-Cola oder McDonald's. Französische Firmen sind die größten ausländischen Arbeitgeber in Russland, viele zögerten mit dem Rückzug. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am 23. März vor dem französischen Parlament die Unternehmen des Landes aufgerufen, Russland den Rücken zu kehren.

Der Sportartikelhändler Decathlon schloss daraufhin seine Geschäfte in Russland, der Autobauer Renault stoppte die Produktion in seinem Werk in Moskau vorerst. Die Supermarktkette Auchan dagegen macht weiter in Russland und verweist auf "menschliche" Gründe.

Am Montag teilte auch der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson mit, er werde die Geschäfte in Russland auf unbestimmte Zeit einstellen. Ericsson lieferte an zwei große Mobilfunkbetreiber in Russland, MTS und Tele2. In Russland beschäftigt das Unternehmen rund 600 Menschen; sie würden in den bezahlten Urlaub geschickt, erklärte Ericsson.

F.Morgan--TNT

Empfohlen

Israelische Siedler greifen palästinensisches Dorf Kusra im Westjordanland an

Im Westjordanland haben Dutzende israelische Siedler das palästinensische Dorf Kusra angegriffen. Bewohner und die israelische Armee berichteten am Samstag von Steinwürfen und gewaltsamen Zusammenstößen, bei denen nach Angaben des Militärs auch Palästinenser verletzt worden sein sollen. In dem im Norden des Westjordanlands gelegenen Kusra gibt es bereits seit Anfang August Spannungen zwischen Siedlern und palästinensischen Bewohnern.

AfD-Nachwuchskongress in Magdeburg: Schmähungen und Forderung nach "Remigration"

Eine Woche vor der Wahl in Sachsen-Anhalt hat sich die Nachwuchsorganisation der AfD bei ihrem Bundeskongress in Magdeburg mit scharfen völkischen Parolen positioniert. Der Vorsitzende der Generation Deutschland (GD), Jean-Pascal Hohm, forderte am Samstag die millionenfache Rückführung von zugewanderten Menschen. "Deutschland muss das Land der Deutschen bleiben, dieser Grundsatz ist nicht verhandelbar", sagte er. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zeigte sich überzeugt von einem AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt: "Wir werden hier Geschichte schreiben."

AfD-Nachwuchskongress in Magdeburg: Forderung nach massenhafter "Remigration"

Eine Woche vor der Wahl in Sachsen-Anhalt hat sich die Nachwuchsorganisation der AfD bei ihrem Bundeskongress in Magdeburg mit scharfen völkischen Parolen positioniert. Der Vorsitzende der Generation Deutschland (GD), Jean-Pascal Hohm, forderte die millionenfache Rückführung von zugewanderten Menschen. "Deutschland muss das Land der Deutschen bleiben, dieser Grundsatz ist nicht verhandelbar", sagte er. Hohm und weitere Redner zeigten sich überzeugt, dass die AfD nach der Wahl in Sachsen-Anhalt regieren und damit Geschichte schreiben wird.

Mindestens 37 Tote bei russischem Drohnenangriff auf Munitionslager nahe Kiew

Ein russischer Drohnenangriff hat in einem Munitionslager nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew einen Großbrand und zahlreiche Explosionen ausgelöst. Mindestens 37 Menschen kamen ums Leben, wie Regionalgouverneur Tymur Tkatschenko am Samstag berichtete. In dem Depot sei Munition für die ukrainische Armee gelagert gewesen, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft. Er kündigte an, die Verantwortlichen für die verbotene Waffenlagerung nahe Wohngebieten zur Rechenschaft zu ziehen.

Textgröße ändern: