The National Times - Krise in Haiti: Karibische Staaten laden zu Dringlichkeitssitzung ein

Krise in Haiti: Karibische Staaten laden zu Dringlichkeitssitzung ein


Krise in Haiti: Karibische Staaten laden zu Dringlichkeitssitzung ein

Angesichts der Gewalteskalation im Karibikstaat Haiti treffen sich am Montag Gesandte maßgeblicher Staaten, um über die dortige Krise zu beraten. Die Karibische Gemeinschaft (Caricom) hat Gesandte der USA, Frankreichs, Kanadas und der Vereinten Nationen zu einem Treffen in Jamaika eingeladen, um "Ordnung zu schaffen und das Vertrauen in das haitianische Volk wiederherzustellen", wie der Vizepräsident Guyanas, Bharrat Jagdeo, sagte. "Kriminelle haben das Land übernommen. Es gibt keine Regierung."

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Seit Tagen greifen in Haiti bewaffnete Banden, die den größten Teil der Hauptstadt Port-au-Prince sowie Straßen in den Rest des Landes kontrollieren, Polizeistationen, Gefängnisse und Gerichte an.

Der deutsche Botschafter sowie Diplomaten der EU verließen den Karibikstaat am Sonntag "aufgrund der sehr angespannten Sicherheitslage", wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mitteilte. Zuvor hatten bereits die USA den Abzug von Mitarbeitern aus ihrer Botschaft in Port-au-Prince bekanntgegeben.

Die Gewalt in Haiti war in Abwesenheit von Haitis Regierungschef Ariel Henry eskaliert, während sich dieser auf einer Auslandsreise in Kenia befand. Die bewaffneten Banden im Land fordern den Rücktritt Henrys, der eigentlich Anfang Februar aus dem Amt hätte scheiden sollen. Henry hatte sich stattdessen Ende Februar mit der Opposition darauf verständigt, bis zur Abhaltung von Neuwahlen "innerhalb von zwölf Monaten" gemeinsam zu regieren.

D.Cook--TNT

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