The National Times - Tedros-Nachfolge: China schickt eigene Kandidatin ins Rennen um WHO-Chefposten

Tedros-Nachfolge: China schickt eigene Kandidatin ins Rennen um WHO-Chefposten


Tedros-Nachfolge: China schickt eigene Kandidatin ins Rennen um WHO-Chefposten
Tedros-Nachfolge: China schickt eigene Kandidatin ins Rennen um WHO-Chefposten / Foto: © AFP

China schickt eine eigene Kandidatin für den Chefposten bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Rennen. Die Gesundheitsexpertin Song Li bewerbe sich um die Nachfolge von WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, sagte Außenamtssprecherin Mao Ning am Donnerstag in Peking.

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"Die Kandidatur von Dr. Song Li zeugt von dem aktiven Willen Chinas, eng mit allen Seiten zusammenzuarbeiten", um gemeinsam "die Gesundheit und das Wohlergehen der gesamten Menschheit voranzutreiben", erklärte die Sprecherin des Außenministeriums. Peking bringe damit auch seine "entschiedene Unterstützung für den Multilateralismus ebenso wie für die Weltgesundheitsorganisation" zum Ausdruck.

Im August 2027 endet Tedros' Zeit an der Spitze der WHO, nach zwei Amtszeiten kann der Äthiopier nicht erneut kandidieren. Song ist Leiterin der Abteilung für Frauen- und Kindergesundheit von Chinas Nationaler Gesundheitskommission. Sie hat an der Ausarbeitung diverser Gesetze zu Frauen- und Kindergesundheit wie etwa zur pränatalen Diagnostik und zu reproduktiver Medizin mitgewirkt. Wenn Song als WHO-Generaldirektorin gewählt würde, wäre sie die zweite Chinesin auf dem Posten nach Margaret Chan in den Jahren 2007 bis 2017.

China gab Songs Kandidatur nach Ablauf der Frist am 24. September bekannt. Vor der Volksrepublik hatten bereits Länder wie Katar, Saudi-Arabien, Indonesien und Botsuana Kandidaten für seine Nachfolge ins Rennen geschickt. Auch die Spanierin María P. Neira und der Belgier Hans Kluge, der derzeit WHO-Regionaldirektor für Europa ist, bewerben sich um den Posten.

Das Verhältnis zwischen China und der WHO ist nicht reibungslos. Während der in China ausgebrochenen Corona-Pandemie, die weltweit Millionen Todesopfer und massive wirtschaftliche und soziale Folgen verursachte, hatte sich die WHO immer wieder über mangelnde Transparenz und Kooperation der chinesischen Behörden beschwert. Bis heute ist der genaue Ursprung der Pandemie umstritten.

US-Präsident Donald Trump hat der WHO wiederholt vorgeworfen, eine "Marionette Chinas" zu sein. Er hatte mit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Weißen Haus den Rückzug der USA aus der WHO verfügt.

A.M.Owen--TNT

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