The National Times - Volksverhetzungsurteil gegen Mitglied von Neonazipartei Die Rechte rechtskräftig

Volksverhetzungsurteil gegen Mitglied von Neonazipartei Die Rechte rechtskräftig


Volksverhetzungsurteil gegen Mitglied von Neonazipartei Die Rechte rechtskräftig
Volksverhetzungsurteil gegen Mitglied von Neonazipartei Die Rechte rechtskräftig / Foto: © AFP/Archiv

Ein wegen antisemitischer Äußerungen vom Amtsgericht im niedersächsischen Braunschweig gegen ein Mitglied des Bundesvorstands der rechtsextremistischen Kleinstpartei Die Rechte verhängtes Urteil wegen Volksverhetzung und Beleidigung ist rechtskräftig geworden. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Braunschweig am Mittwoch mit.

Textgröße ändern:

Der 54-jährige Rechtsextremist wurde im Februar zu zehn Monaten Haft auf Bewährung und einer Geldauflage in Höhe von 3600 Euro verurteilt, weil er 2020 bei einer Demonstration in Braunschweig anwesende Journalisten unter anderem als "Judenpresse" und "Judenpack" bezeichnet hatte. Zudem sagte er laut Staatsanwaltschaft damals: "Verdammte, Feuer und Benzin für Euch!"

Der 54-Jährige ist nach Angaben der Behörde wegen vergleichbarer Delikte einschlägig vorbestraft und leitete früher auch den niedersächsischen Landesverband seiner Partei. Laut Verfassungsschutz ist Die Rechte unter anderem ein Sammelbecken für Neonazis, die sich nach Verboten sogenannter rechtsextremitischer Kameradschaften eine neue Organisation suchten. Ihr Bundeschef ist der bekannte Neonaziaktivist Christian Worch aus Hamburg.

Größere Aktivitäten entfaltet die 2012 entstandene Partei demnach aber nicht mehr. Sie befand sich laut Bundesamt für Verfassungsschutz zuletzt weiter im Niedergang, die meisten Landesverbände bestanden "nur noch auf dem Papier". Auch bei Wahlen spielt sie keine Rolle. Die sich bewusst an den Nationalsozialismus anlehnende Partei fällt demnach jedoch teilweise dadurch auf, dass sie Gegner und Journalisten einzuschüchtern versucht.

F.Jackson--TNT

Empfohlen

Rubio: USA wünschen sich ein "starkes Europa"

Die USA wünschen sich nach Angaben ihres Außenminister Marco Rubio "ein starkes Europa". Je stärker ihre Mitglieder gesellschaftlich, wirtschaftlich und militärisch seien, desto stärker sei die Nato, sagte Rubio am Donnerstag in Athen. Am Vorabend hatte Rubio in einer Rede vor der Akropolis gesagt, Europa müssen aus einem "langen Schlaf" aufwachen. Der Westen stehe an einem Scheideweg zwischen "nationaler Stärke" und Niedergang.

Rot-Grün-Rot in Berlin einigt sich auf Aufnahme von Sondierungsgesprächen

Linke, Grüne und SPD in Berlin haben sich nach ihren Vorgesprächen auf die Aufnahme offizieller Sondierungsgespräche verständigt. Die Spitzen der drei Parteien wollen noch am Donnerstag offiziell darüber informieren, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Verhandlungskreisen erfuhr. Medienberichten zufolge gab es in den Vorgesprächen eine Verständigung über den Umgang mit Antisemitismus.

Stimmungstest für Meloni: Italiens Parlament entscheidet über umstrittene Wahlrechtsreform

Das italienische Parlament stimmt am Donnerstag über eine umstrittene Wahlrechtsreform ab. Laut Vorwürfen der Opposition ist das Vorhaben darauf ausgerichtet, die Chancen von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni auf eine Wiederwahl im kommenden Jahr zu erhöhen. Die von der rechtsgerichteten Regierungschefin vorangetriebene Reform sieht vor, dass sich eine Partei oder Koalition schon bei 42 Prozent der Stimmen die Mehrheit im Parlament sichert.

Steuerreform: Union fordert vollständigen Ausgleich von kalter Progression

Der CDU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler hat bei der geplanten Reform der Einkommensteuer einen vollständigen Ausgleich der sogenannten kalten Progression gefordert. Im derzeitigen Gesetzentwurf werde die kalte Progression "zum Teil ausgeglichen, aber nicht vollständig", sagte Güntzler am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". Die durch die kalte Progession verursachten Kaufkraftverluste seien seit 2015 stets ausgeglichen worden, betonte der Finanzpolitiker.

Textgröße ändern: