The National Times - Weißes Haus: Verhandler einig über Grundzüge für Geiselabkommen und Feuerpause für Gaza

Weißes Haus: Verhandler einig über Grundzüge für Geiselabkommen und Feuerpause für Gaza


Weißes Haus: Verhandler einig über Grundzüge für Geiselabkommen und Feuerpause für Gaza
Weißes Haus: Verhandler einig über Grundzüge für Geiselabkommen und Feuerpause für Gaza / Foto: © AFP

Bei den Bemühungen um eine Feuerpause und um die Freilassung der israelischen Geiseln im Gazastreifen haben die Verhandler nach US-Angaben eine Verständigungsbasis für ein mögliches Abkommen gefunden. Die Vertreter Israels, der Vereinigten Staaten, Ägyptens und Katars hätten sich bei ihrem Treffen in Paris "auf die Grundzüge eines Geiselabkommens für eine zeitweise Feuerpause" verständigt, sagte der Nationale Sicherheitsberater des Weißen Hauses, Jake Sullivan, am Sonntag gegenüber dem Sender CNN.

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Die Verhandlungen dauerten weiter an, die Details müssten noch ausgearbeitet werden, sagte Sullivan. "Es wird indirekte Diskussionen von Katar und Ägypten mit der Hamas geben, weil sie letztlich in die Freilassung der Geiseln einwilligen muss." Die Arbeit werde fortgesetzt, "und wir hoffen, dass wir in den kommenden Tagen an einen Punkt kommen können, an dem es eine stabile und endgültige Vereinbarung zu diesem Thema gibt".

Eine vom Chef des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, David Barnea, angeführte israelische Delegation hatte am Freitag Gespräche in Paris geführt, um Möglichkeiten für eine neue Waffenruhe und die Freilassung von Geiseln aus der Gewalt der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen auszuloten. Im Gegenzug fordert die Hamas unter anderem die Freilassung inhaftierter Palästinenser aus israelischen Gefängnissen sowie den Rückzug Israels aus dem Gazastreifen.

Am Sonntag berichteten ägyptische Medien über die Fortsetzung der Verhandlungen in Doha. Die Gespräche zwischen "Experten aus Ägypten, Katar, den Vereinigten Staaten und Israel" sowie Vertretern der Hamas seien in der Hauptstadt des Golfemirats Katar weitergegangen, berichtete am Sonntag der ägyptische Sender Al-Kahera News. Sie seien eine "Fortsetzung dessen, was in Paris besprochen wurde" und würden "von Treffen in Kairo gefolgt".

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte unterdessen, er werde trotz einer möglichen Waffenruhe an einer geplanten Militäraktion in der Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens festhalten. "Wenn wir eine Einigung (über eine Feuerpause) haben, wird sie sich ein wenig verzögern, aber sie wird stattfinden", sagte Netanjahu dem US-Fernsehsender CBS. "Wenn wir keinen Deal haben, machen wir es sowieso." Israel sei nur noch "Wochen entfernt" von einem "umfassenden Sieg".

Im November waren unter der Vermittlung der USA, Katars und Ägyptens während einer einwöchigen Feuerpause mehr als hundert israelische Geiseln im Austausch für 240 palästinensische Gefangene freigekommen.

Der Krieg war durch den Großangriff der von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuften Hamas auf Israel am 7. Oktober ausgelöst worden. Islamistische Kämpfer verübten dabei Gräueltaten überwiegend an Zivilisten. Israelischen Angaben zufolge wurden etwa 1160 Menschen getötet und rund 250 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israelischen Angaben zufolge hält die Hamas noch 130 Geiseln im Gazastreifen fest, etwa 30 von ihnen sollen allerdings inzwischen tot sein.

Als Reaktion auf den Hamas-Angriff geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor, erklärtes Ziel ist die Zerstörung der Hamas. Nach jüngsten Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden in dem Palästinensergebiet seitdem mehr als 29.690 Menschen getötet.

F.Jackson--TNT

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