The National Times - Mariupol nach Angaben von Bürgermeister zu 90 Prozent zerstört

Mariupol nach Angaben von Bürgermeister zu 90 Prozent zerstört


Mariupol nach Angaben von Bürgermeister zu 90 Prozent zerstört
Mariupol nach Angaben von Bürgermeister zu 90 Prozent zerstört

Nach wochenlanger Belagerung durch russische Streitkräfte ist die ukrainische Hafenstadt Mariupol nach Angaben des Bürgermeisters fast vollständig zerstört. "Die traurige Nachricht ist, dass 90 Prozent der Infrastruktur in der Stadt zerstört sind und 40 Prozent nicht wiederhergestellt werden können", sagte Wadym Boitschenko am Montag auf einer Pressekonferenz. Rund 130.000 Menschen seien nach wie vor in der Stadt eingeschlossen.

Textgröße ändern:

Vor Beginn des Krieges lebten rund 500.000 Menschen in der Stadt am Asowschen Meer. "Die russische Armee zerstört Mariupol auf brutale Weise", sagte Boitschenko. "Die Bombardierungen hören nicht auf." Insbesondere Mehrfachraketenwerfer würden zum Einsatz kommen. Laut Boitschenko kommen die meisten Angriffe "vom Meer her", wo russische Schiffe liegen würden.

Evakuierungen seien geplant, "aber heute können wir das nicht tun", sagte er. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig die Verhinderung von Rettungsmaßnahmen vor.

Mariupol ist seit Wochen von jeglicher Versorgung abgeschnitten und wird von den russischen Streitkräften heftig beschossen. Die Lage in der Stadt ist katastrophal. Nach ukrainischen Angaben wurden dort mindestens 5000 Menschen seit Beginn der russischen Angriffe vor mehr als einem Monat getötet.

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Iran prüft neuen US-Vorschlag - Trump sieht Gespräche "auf Messers Schneide"

Die USA und der Iran ringen weiter um eine Verhandlungslösung: Während Teheran nach eigenen Angaben einen neuen Vorschlag der USA zur Beendigung des Iran-Kriegs prüft, warnt US-Präsident Donald Trump vor einem Scheitern der Gespräche und der Wiederaufnahme der Angriffe auf den Iran. "Es steht wirklich auf des Messers Schneide", sagte Trump am Mittwoch. Israel versetzte seine Armee in "höchste Alarmbereitschaft".

Steinmeier: Iran-Konflikt ist "ein unnötiger Krieg"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Angriff der USA und Israels auf den Iran als vermeidbar bezeichnet. "Das ist ein unnötiger Krieg", sagte Steinmeier im am Donnerstag veröffentlichten Podcast "Vorangedacht" des Portals "t-online". Er verwies dabei auf das 2015 geschlossene Atomabkommen mit Teheran, das US-Präsident Donald Trump allerdings 2018 wieder aufgekündigt hatte.

Nach Verstimmungen wegen des Iran-Kriegs: Nato-Außenminister treffen sich in Schweden

Vor dem Hintergrund eines angespannten Verhältnisses zwischen den USA und den übrigen Nato-Verbündeten treffen sich ab Donnerstag (17.00 Uhr MESZ) die Außenminister der Allianz im schwedischen Helsingborg. Bei dem zweitägigen Treffen soll es eigentlich um die Vorbereitung des Nato-Gipfels in Ankara Anfang Juli gehen. Der Iran-Krieg und der geplante US-Truppenabzug aus Europa dürften jedoch die Gespräche am Rande des Treffens dominieren.

Polizei: Vierter Castor-Transport durch NRW verläuft ohne Zwischenfälle

Der vierte Castor-Transport durch Nordrhein-Westfalen von Jülich bei Aachen nach Ahaus in Münsterland ist nach Polizeiangaben ohne besondere Zwischenfälle verlaufen. Der von Einsatzkräften der Polizei zum Schutz der Atommüllbehälter abgesicherte Konvoi erreichte am frühen Donnerstagmorgen das Brennelemente-Zwischenlager Ahaus, wie die Polizei in Münster mitteilte.

Textgröße ändern: