The National Times - Rund hundert Frauen demonstrieren in Kabul für Taliban-Regierung

Rund hundert Frauen demonstrieren in Kabul für Taliban-Regierung


Rund hundert Frauen demonstrieren in Kabul für Taliban-Regierung
Rund hundert Frauen demonstrieren in Kabul für Taliban-Regierung

In Afghanistan haben rund hundert Frauen bei einer von den Taliban organisierten Demonstration die Freigabe der vom Westen eingefrorenen afghanischen Mittel gefordert. Die Demonstrantinnen, von denen viele Burkas trugen, drückten am Mittwoch vor der verlassenen US-Botschaft in Kabul ihre Unterstützung für die Taliban-Regierung aus. "Die USA sollten das Geld Afghanistans sofort freigeben", forderte die Organisatorin Basri Deedar.

Textgröße ändern:

Seit die Taliban vergangenen August an die Macht kamen, steckt das Land in einer schweren humanitären Krise. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung muss nach UN-Angaben dieses Winter hungern. Ausländische Hilfsmittel, die rund 80 Prozent des afghanischen Staatshaushalts ausmachten, wurden nach der Machtübernahme der Islamisten eingefroren. So halten unter anderem die USA Guthaben der afghanischen Zentralbank in Höhe von 9,5 Milliarden Dollar zurück.

In den vergangenen Tagen hatte eine Taliban-Delegation in Oslo mit Vertretern des Westens über mögliche Zusagen humanitärer Hilfe verhandelt. Der Westen machte dabei deutlich, dass die Wiederaufnahme der Hilfe an die Einhaltung der Menschenrechte und insbesondere der Rechte von Frauen geknüpft ist. "Die internationale Gemeinschaft sollte die Rechte der Frauen nicht als Vorwand benutzen, um die Afghanen zu schikanieren", kritisierte Deedar.

Seit ihrer Rückkehr an die Macht geben sich die radikalislamischen Taliban moderater als während ihrer ersten Herrschaft von 1996 bis 2001. Gleichzeitig werden jedoch insbesondere die Rechte von Frauen zunehmend beschnitten.

M.A.Walters--TNT

Empfohlen

Nach Raketenbeschuss auf Türkei: Nato erhöht Abwehrbereitschaft

Die Nato hat nach dem Abschuss einer in Richtung Türkei fliegenden iranischen Rakete ihre Abwehrbereitschaft erhöht. Die Allianz habe die Einsatzbereitschaft der Raketenabwehr im gesamten Bündnisgebiet verstärkt, erklärte der Sprecher des obersten Nato-Kommandos in Europa, Martin O'Donnell, am Donnerstag in Online-Netzwerken.

Neue Umfrage sieht CDU und Grüne vor Landtagswahl in Baden-Württemberg gleichauf

Drei Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg sieht eine neue Umfrage die CDU und die Grünen in der Wählergunst gleichauf. In der am Donnerstag in Mainz veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF kommen sowohl die Christdemokraten von Spitzenkandidat Manuel Hagel als auch die Grünen von Spitzenkandidat Cem Özdemir auf jeweils 28 Prozent.

Nach tödlichen Vorfällen in Minneapolis: Trump feuert Heimatschutzministerin Noem

Sie war das Gesicht der rabiaten Massenabschiebungen in den USA, nun feuert Präsident Donald Trump seine Heimatschutzministerin Kristi Noem. Der 54-Jährigen soll der frühere Käfigkämpfer und republikanische Senator Markwayne Mullin nachfolgen, wie Trump am Donnerstag ankündigte. Noem war nach der Tötung von zwei US-Bürgern durch Bundeseinsatzkräfte in Minneapolis massiv unter Druck geraten. Sie ist die erste aus Trumps Kabinett, die gehen muss.

Israel kündigt "nächste Phase" im Iran-Krieg und Vorrücken der Armee im Libanon an

Israel hat eine neue Etappe im Krieg gegen den Iran angekündigt. "Wir gehen nun zur nächsten Phase der Operation über", sagte der israelische Armeechef Ejal Samir am Donnerstag in einer Fernsehansprache. "In dieser Phase werden wir die Zerschlagung des Regimes und seiner militärischen Kapazitäten fortsetzen." Die israelische Armee plane "weitere Überraschungen", die er noch nicht enthüllen wolle.

Textgröße ändern: