The National Times - Haushaltskrise: Grünen-Fraktionschefin Dröge gegen Kürzungen beim Bürgergeld

Haushaltskrise: Grünen-Fraktionschefin Dröge gegen Kürzungen beim Bürgergeld


Haushaltskrise: Grünen-Fraktionschefin Dröge gegen Kürzungen beim Bürgergeld
Haushaltskrise: Grünen-Fraktionschefin Dröge gegen Kürzungen beim Bürgergeld / Foto: © AFP/Archiv

In der Haushaltskrise lehnt Grünen-Bundestagsfraktionschefin Katharina Dröge Kürzungen beim Bürgergeld ab. "Unsere politische Haltung ist, dass Kürzungen im Sozialen die falsche Antwort wären", sagte Dröge am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Es gebe eine gesetzliche Grundlage für die Berechnung des Bürgergelds - "deswegen sehe ich faktisch schon gar keine Möglichkeit mehr, das Bürgergeld für das kommende Jahr anzufassen."

Textgröße ändern:

Eine Erhöhung des Bürgergelds sei notwendig, da sie die gestiegenen Lebenshaltungskosten abbilde, führte Dröge aus. Kürzungen im Sozialbereich würden den "sozialen Zusammenhalt im Land gefährden". Bislang ist eine Erhöhung des Bürgergelds um zwölf Prozent zum neuen Jahr geplant.

Über CDU-Chef Friedrich Merz, der sich für einen Verzicht auf die Bürgergeld-Erhöhung ausgesprochen hat, sagte Dröge: "Er macht hier eine Kampagne zu Lasten der Ärmsten." Was Merz dagegen nicht tue, "ist bei den Superreichen einmal anfangen. Menschen mit seinem Einkommen zum Beispiel könnten ja auch einen höheren Beitrag in der Krise leisten."

Die "Ampel" berät in diesen Tagen über eine Lösung der Haushaltskrise. Am Sonntagabend wurde bekannt, dass Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) seine geplante Reise zur UN-Klimakonferenz in Dubai auf Bitten von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) deswegen kurzfristig abgesagt hat.

Die Verabschiedung des Haushalts für das kommende Jahr verzögert sich als Konsequenz des Verfassungsgerichts-Urteils zur Haushaltsführung. Weil Karlsruhe strenge Regeln für staatliche Finanzierungsinstrumente außerhalb des Kernhaushalts aufgestellt hatte, tut sich im Budgetentwurf des Bundesfinanzministeriums nun eine Lücke auf.

T.Ward--TNT

Empfohlen

Wadephul sieht "weitergehende Pläne" Moskaus über die Ukraine hinaus

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sieht "weitergehende Pläne" des Kremls über den Krieg gegen die Ukraine hinaus. Die Bundesregierung müsse davon ausgehen, dass zu diesen auch Ansprüche auf Georgien, Moldau und das Baltikum gehören könnten, sagte Wadephul am Montagabend in der ntv-Sendung "Pinar Atalay". "Und damit sind wir dann selbst auch betroffen als Alliierte", fügte er hinzu.

Gouverneur: Mindestens fünf Tote in Charkiw bei russischen Angriffen mit Lenkbomben

Bei russischen Angriffen mit Lenkbomben auf die Stadt Charkiw im Osten der Ukraine sind nach Angaben des örtlichen Gouverneurs mindestens fünf Menschen getötet worden. 30 Verletzte seien in Krankenhäusern, erklärte Gouverneur Oleh Synehubow am Montag im Onlinedienst Telegram. Drei von ihnen seien lebensgefährlich verletzt worden.

Merz betont Bedeutung der Sicherheit des Baltikums für die Sicherheit Deutschlands

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat anlässlich des Besuchs des litauischen Ministerpräsidenten Mindaugas Sinkevicius in Berlin die Bedeutung der Sicherheit des Baltikums für Deutschland unterstrichen. "Die Sicherheit des Baltikums ist die Sicherheit Deutschlands und die Sicherheit von Berlin wird auch in Vilnius verteidigt", sagte Merz am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sinkevicius im Bundeskanzleramt.

In Ungnade gefallener Top-Republikaner Dennis Hastert stirbt 84-jährig

Er galt einst als einer der mächtigsten Politiker in Washington und musste später im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Jungen ins Gefängnis - nun ist der frühere Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Dennis Hastert, tot. Er starb im Alter von 84 Jahren in seinem Haus im Großraum von Chicago "eines natürlichen Todes", wie die Behörden im Bundesstaat Illinois am Montag mitteilten.

Textgröße ändern: