The National Times - Polizei in Sachsen findet 49 geschleuste Menschen in kleinem Transporter

Polizei in Sachsen findet 49 geschleuste Menschen in kleinem Transporter


Polizei in Sachsen findet 49 geschleuste Menschen in kleinem Transporter
Polizei in Sachsen findet 49 geschleuste Menschen in kleinem Transporter / Foto: © AFP/Archiv

In einem nur sieben Quadratmeter großen Transporter haben zwei Schleuser 49 Menschen nach Deutschland gebracht. Unter den aus Syrien und der Türkei stammenden Menschen seien auch 20 Kinder gewesen, teilte die Bundespolizei im sächsischen Ebersbach am Mittwoch mit. Sie hätten etwa zwölf Stunden in dem fensterlosen Transporter bei Dunkelheit und wenig Atemluft ausharren müssen.

Textgröße ändern:

Bundes- und Landespolizisten stoppten den Transporter den Angaben zufolge am späten Dienstagnachmittag auf einer Bundesstraße in Oberseifersdorf. Das Auto sei kurz zuvor aus Polen oder Tschechien über die Grenze gefahren. Schon als die Beamten näher kamen, hätten sie Kindergeschrei aus dem Innenraum gehört.

Innen hätten Männer gestanden und Frauen und Kinder auf dem Boden gehockt, darunter auch einige Kleinkinder. Die Menschen seien teils dehydriert gewesen. Eine der Frauen habe später kurzzeitig im Krankenhaus behandelt werden müssen. Ein Bus der Bundespolizei holte die Menschen ab, die keine Dokumente bei sich hatten, um ihren Aufenthalt zu legitimieren.

Sie seien ab der Türkei über die Balkanroute nach Deutschland gebracht worden, hieß es weiter. Die letzte Etappe dürfte in der Slowakei begonnen haben. Die beiden mutmaßlichen Schleuser, zwei Tschechen im Alter von 27 und 32 Jahren, wurden festgenommen. Sie müssen sich nun wegen des Einschleusens von Ausländern unter lebensbedrohlichen Umständen verantworten.

C.Bell--TNT

Empfohlen

Tag der Deutschen Einheit: Bovenschulte fordert Abwehr von Demokratie-Gegnern

Bei der Eröffnung des Festakts zum Tag der Deutschen Einheit hat Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte (SPD) zur Verteidigung der Demokratie aufgerufen. "Noch nie seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland hatten Kräfte, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung infrage stellen, so viel Zuspruch wie heute", sagte Bremens Bürgermeister am Samstag im Konzerthaus der Hansestadt. Es dürfe "kein Zurückweichen geben, keinen Millimeter", mahnte er. "Die Demokratie braucht uns alle."

Emiratische Behörden: Flydubai-Copilot plante "Terrorakt"

Der Copilot der Flydubai-Maschine hat nach Angaben der emiratischen Behörden einen "Terrorakt" geplant. Der aus dem Oman stammende Mann habe den Piloten am Mittwoch auf dem Flug von Dubai nach Israel mit der Notaxt im Cockpit angegriffen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur WAM am Samstag die Generalstaatsanwaltschaft. Der Copilot verletzte den Piloten schwer, konnte aber von Passagieren überwältigt werden, so dass die Maschine mit mehr als 170 Menschen an Bord später sicher landete.

Parlamentswahl in Lettland hat begonnen

In Lettland haben am Samstag die Parlamentswahlen begonnen. Sicherheit und Verteidigung sind die wichtigsten Themen für die Wählerinnen und Wähler, gefolgt von wirtschaftlichen Fragen. Trotz Zugewinnen für populistische und Protestparteien wird erwartet, dass bei der Wahl der proeuropäische und proukrainische Kurs des baltischen Staates mit 1,8 Millionen Einwohnern bestätigt wird. In Umfragen führt die Mitte-rechts-Partei Vereinte Liste von Ministerpräsident Andris Kulbergs.

G7 geben Rohöl- und Diesel-Reserven frei - Trump schließt Diesel-Exportstopp aus

Angesichts der massiv gestiegenen Spritpreise haben sich die G7-Staaten auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus ihren Reserven verständigt - ein zuvor von den USA angedrohter Diesel-Exportstopp ist laut US-Präsident Donald Trump vom Tisch. "Wir werden kein Exportverbot verhängen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus und lobte die Entscheidung der europäischen Staaten, Diesel aus ihren Reserven freizugeben.

Textgröße ändern: