The National Times - Kämpfe um strategisch wichtige Städte in der Ukraine gehen weiter

Kämpfe um strategisch wichtige Städte in der Ukraine gehen weiter


Kämpfe um strategisch wichtige Städte in der Ukraine gehen weiter
Kämpfe um strategisch wichtige Städte in der Ukraine gehen weiter

In der Ukraine gehen die Bombardierungen und Blockaden wichtiger Städte weiter. Die Behörden der Stadt Charkiw im Osten berichteten am Montagabend, dass bei einem russischen Luftangriff zwei Menschen getötet und ein weiterer verletzt wurde. In Tschuschujew südöstlich der Stadt wurde demnach außerdem ein 15-Jähriger bei einem Angriff auf eine Jugendeinrichtung getötet. Dem ukrainischen Generalstab zufolge plant Russland verstärkte "Umgruppierungen" seiner Truppen in Richtung Charkiws.

Textgröße ändern:

Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass es sich die Eroberung der bereits eingekesselten Großstädte vorbehält. In einem solchen Fall werde es aber humanitäre Korridore zum Schutz der Zivilbevölkerung geben, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Präsident Wladimir Putin habe bislang von einem "sofortigen Angriff" auf die Hauptstadt Kiew und andere ukrainische Großstädte abgesehen, "um große zivile Verluste zu vermeiden".

Die ukrainische Armee bestritt unterdessen einen Raketenangriff auf die von pro-russischen Separatisten gehaltene Stadt Donezk, in der nach russischen Angaben mehr als 20 Menschen getötet wurden.

In der benachbarten Region Luhansk, ebenfalls seit 2014 teilweise unter der Kontrolle der Separatisten, sei indessen der gesamte bislang von der Ukraine gehaltene Teil "unter Beschuss", erklärte der ukrainische Militärchef Sergej Gaidai. Er beschuldigte die Russen, "Häuser, Krankenhäuser, Schulen, Wasser-, Gas- und Stromnetze" sowie Züge, die täglich rund 2000 Zivilisten in den Westen evakuieren, anzugreifen.

Unterdessen hat die russische Marine nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums "eine Blockade in einiger Entfernung von der ukrainischen Schwarzmeerküste errichtet".

Die Lage in der von russischen Truppen belagerten Hafenstadt Mariupol im Südosten des Landes bleibt indessen dramatisch. Die russische Armee "versucht, Mariupol einzunehmen. Den ukrainischen Soldaten gelang es, die Invasoren zurückzudrängen", erklärte der ukrainische Generalstab. Demnach habe die russische Seite bei ihrer Offensive etwa 150 Soldaten, zwei Panzer und sieben Infanterie-Kampffahrzeuge verloren und "sich zurückgezogen".

Ein Konvoi mit humanitären Hilfsgütern, der seit Tagen versucht, die Stadt zu erreichen, wurde nach Angaben der ukrainischen Behörden am Montag erneut von russischen Soldaten in Berdjansk, 85 Kilometer von Mariupol entfernt, blockiert. Etwa 400.000 Einwohner von Mariupol leben ohne Wasser, Strom, Heizung und Nahrung. Seit dem 24. Februar kamen dort laut Angaben der Regierung mindestens 2200 Zivilisten ums Leben.

Es gab jedoch einen Hoffnungsschimmer: Nachdem lokale Waffenruhen zuvor mehrfach gescheitert waren, konnten am Montag 160 Autos die Stadt über einen Fluchtkorridor verlassen.

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Trump lehnt Nato-Hilfe in Straße von Hormus ab

US-Präsident Donald Trump hat eine Hilfe der Nato bei der Sicherung der Straße von Hormus abgelehnt. "Jetzt, wo die Situation an der Straße von Hormus zu Ende ist, habe ich einen Anruf von der Nato bekommen, ob wir Hilfe brauchen", schrieb Trump am Freitag auf seiner Onlineplattform Truth Social. "Ich habe ihnen gesagt, sie sollen wegbleiben, es sei denn, sie wollen einfach nur ihre Schiffe mit Öl beladen."

Merz bei Hormus-Konferenz in Paris - Einsatz erst nach Ende der Kampfhandlungen

Über einen internationalen Einsatz zur Sicherung der für den Ölhandel immens wichtigen Straße von Hormus haben am Freitag etwa 30 Staats- und Regierungschefs beraten, darunter auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfing Merz sowie den britischen Regierungschef Keir Starmer und die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni am Nachmittag in Paris. Die übrigen Teilnehmer, die insgesamt 50 Staaten und Organisationen vertraten, wurden per Video zugeschaltet.

Teheran verkündet Öffnung von Straße von Hormus - USA wollen Irans Häfen weiter blockieren

Die für den weltweiten Ölhandel immens wichtige Straße von Hormus wird nach Angaben aus Teheran vorerst "vollständig" geöffnet. "Die Durchfahrt für alle Handelsschiffe durch die Straße von Hormus ist für die verbleibende Zeit der Waffenruhe vollständig offen", teilte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Freitag im Onlinedienst X mit.

Nach Drohnenangriffen: Russland will Schutz von Ölexport-Häfen verstärken

Nach zahlreichen ukrainischen Drohnenangriffen will Russland die Luftverteidigung rund um wichtige Ölexport-Häfen am Finnischen Meerbusen verstärken. Der Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko, teilte am Freitag in einem Video mit, er habe beschlossen, "zusätzliche mobile Einheiten" zur Abwehr von Drohnen einzusetzen. Dabei sollten auch Reservisten zum Einsatz kommen, fügte er hinzu. Freiwillige würden einen Dreijahresvertrag erhalten.

Textgröße ändern: