The National Times - Scholz dringt auf schnellen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg

Scholz dringt auf schnellen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg


Scholz dringt auf schnellen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg
Scholz dringt auf schnellen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich am Montag erneut für einen zügigen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg ausgesprochen. "Mit jedem Tag, mit jeder Bombe entfernt sich Putin mehr aus dem Kreis der Weltgemeinschaft", sagte Scholz über Russlands Staatschef Wladimir Putin nach einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Ankara. Deswegen sei der klare Appell an den Kreml-Chef: "Halten Sie inne. Es kann nur eine diplomatische Lösung geben."

Textgröße ändern:

"Wir müssen dafür Sorge tragen, dass jetzt auch bald Ergebnisse erzielt werden, die einen Waffenstillstand ermöglichen", betonte Scholz. Mit der Türkei als Nato-Partner werde in dem Konflikt eng kooperiert. Ankara habe sich klar gegen den Krieg Russlands ausgesprochen und auch Waffen geliefert, sagte Scholz.

Die Türkei sieht sich in dem Konflikt in einer Vermittlerrolle. Am Donnerstag hatten sich die Außenminister der Ukraine und Russlands im türkischen Antalya zu einem ersten hochrangigen Gespräch der beiden Kriegsparteien seit Beginn des russischen Einmarschs getroffen. Eine Annäherung brachte das Treffen allerdings nicht.

Scholz betonte bei seinem ersten Treffen als Bundeskanzler mit Erdogan auch die wichtigsten Felder der Zusammenarbeit, unter anderem bei der Energiekooperation. "Wir brauchen natürlich eine Diversifizierung der Energieversorgung in Europa, was Gas, Öl und Kohleversorgung aus anderen Quellen als Russland betrifft", sagte der Kanzler.

Europa müsse "Stück für Stück die notwendige Souveränität für eigene Entscheidungen schaffen, egal wie sich die geopolitischen Verhältnisse entwickeln - da sind Zusammenarbeitsmöglichkeiten zwischen der Türkei und Europa möglich genauso wie zwischen dem afrikanischen Kontinent und Europa", sagte Scholz.

Wichtig sei auch die "unveränderte Zusammenarbeit bei der Migration und bei der Aufgabe, flüchtenden Menschen Schutz zu bieten", fügte Scholz hinzu. Auch die Differenzen zwischen Deutschland und der Türkei bei den Themen Demokratie und Menschenrechte sprach Scholz an. "Natürlich gibt es zu den Dingen, die gesagt werden müssen, auch Differenzen", betonte er.

Es gebe "unterschiedliche Ansichten, etwa wenn es um Fragen von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit geht oder die Perspektive deutscher Staatsangehöriger in der Türkei, die mit Hausarrest belegt sind oder sich in Haft befinden". In diesem Bereich habe es in der vergangenen Zeit "ein paar Bewegungen gegeben und wir hoffen dass es für viele Fälle eine baldige Lösung geben wird", fügte Scholz hinzu.

T.Cunningham--TNT

Empfohlen

SPD-Parteitag soll gesamte Parteiführung neu bestimmen

Nach dem Rücktritt von SPD-Ko-Chefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas wird ein Bundesparteitag "um den Jahreswechsel" herum über die künftige SPD-Führung entscheiden. "Im Dezember oder Januar" werde "die gesamte Führungsriege der SPD dann zur Wahl anstehen", sagte der verbliebene SPD-Ko-Vorsitzende Lars Klingbeil am Montag in Berlin. An einem Duo beim Parteivorsitz will Klingbeil festhalten. Auf dem Parteitag werde eine Doppelspitze gewählt.

US-Bundesrichterin stoppt vorerst steuerfinanzierte Trump-Wahlspots vor Kongresswahl

Wenige Wochen vor der US-Kongresswahl hat eine US-Bundesrichterin aus Steuergeldern finanzierten Fernsehspots mit Wahlwerbung für Präsident Donald Trump vorläufig ein Ende gesetzt. Per einstweiliger Verfügung ordnete die Richterin Jennifer Rochon am Sonntag an, dass entsprechende Spots vorerst nicht mehr ausgestrahlt oder erstellt werden dürfen.

"Schattenkrieg": Dobrindt drängt auf Stärkung der Befugnisse der Nachrichtendienste

Angesichts der gewachsenen Bedrohung durch Destabilisierungsaktionen und verdeckte Angriffe fremder Mächte hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) auf eine rasche Stärkung der Befugnisse der deutschen Nachrichtendienste gedrängt. Deutschland müsse sich "dem Schattenkrieg des 21. Jahrhunderts jetzt mit geballter Kraft" entgegenstellen, sagte Dobrindt bei einem Symposium des Bundesamtes für Verfassungsschutz am Montag in Berlin. Er forderte den Bundestag auf, dazu die von der Regierung beschlossene Reform der Nachrichgtendienste umzusetzen.

Saudi-Arabien: Ein Toter und elf Verletzte bei neuem Angriff auf Flughafen von Riad

Einen Tag nach dem folgenschwersten Angriff in Saudi-Arabien seit mehr als einem Jahrzehnt ist bei einem erneuten Beschuss des internationalen Flughafens der Hauptstadt Riad ein Mensch getötet worden. Elf weitere Menschen wurden dabei am Sonntag verletzt, wie die saudiarabische Luftfahrtbehörde mitteilte. Die jemenitische Huthi-Miliz erklärte, sie habe seit Samstag mehrere Angriffe auf den Flughafen von Riad verübt.

Textgröße ändern: