The National Times - Bericht: Hacker-Angriff auf russischen Ölkonzern Rosneft in Deutschland

Bericht: Hacker-Angriff auf russischen Ölkonzern Rosneft in Deutschland


Bericht: Hacker-Angriff auf russischen Ölkonzern Rosneft in Deutschland
Bericht: Hacker-Angriff auf russischen Ölkonzern Rosneft in Deutschland

Aktivisten der Hacker-Gruppierung Anonymous haben einem Bericht zufolge den russischen Energiekonzern Rosneft in Deutschland angegriffen. Wie der "Spiegel" am Sonntagabend in einer Vorabmitteilung berichtete, hat die Staatsanwaltschaft Berlin wegen des Hackerangriffs ein Verfahren eingeleitet und das Bundeskriminalamt (BKA) mit den weiteren Ermittlungen beauftragt. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist demnach eingebunden. Die Hacker erbeuteten nach eigenen Angaben 20 Terabyte Daten.

Textgröße ändern:

Das BSI hat laut "Spiegel" eine entsprechende Cyber-Sicherheitswarnung an andere Unternehmen und Organisationen der Mineralölwirtschaft herausgegeben. Rosneft meldete den Vorfall am Freitag selbst dem BSI, wie das Magazin aus Sicherheitskreisen berichtete. Da das Unternehmen als wichtiger Energielieferant zu den Einrichtungen der sogenannten "Kritischen Infrastruktur" zählt, ist es zu einer solchen Meldung gesetzlich verpflichtet. Zusätzlich hat die Firma Strafanzeige erstattet.

Aus Sicherheitsgründen soll Rosneft seine Systeme vorerst vom Netz genommen haben – der Betrieb der Pipelines und der Raffinerien soll dadurch aber nicht eingeschränkt sein. Eine Anfrage zu dem Vorfall ließ Rosneft Deutschland laut "Spiegel" am Sonntagabend zunächst unbeantwortet.

Rosneft Deutschland war nach eigenen Angaben in den letzten Jahren für rund ein Viertel aller Rohölimporte nach Deutschland verantwortlich und ist hierzulande an drei Raffinerien beteiligt. Geschäftsführer des russischen Mutterkonzerns ist Igor Setschin, ehemals stellvertretender Chef der Administration des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Aufsichtsratsvorsitzender ist Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD).

A.Little--TNT

Empfohlen

Peru: Übergangspräsident ernennt Ökonomin zur Regierungschefin

Perus neuer Übergangspräsident José María Balcázar hat überraschend die 49-jährige Ökonomin Denisse Miralles zur Regierungschefin des südamerikanischen Landes ernannt. Miralles, die unter Balcázars abgesetztem Vorgänger José Jerí Wirtschaftsministerin war, wurde von dem Übergangspräsidenten am Dienstag (Ortszeit) im Regierungspalast in Lima vereidigt. Wenige Tage zuvor hatte Balcázar noch angekündigt, den ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Hernando de Soto als Regierungschef ernennen zu wollen.

China-Besuch: Merz sieht "großes Potenzial" in Beziehungen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat zu Beginn seines zweitägigen Antrittsbesuchs in China ein "großes Potenzial für Wachstum" in beiden Volkswirtschaften hervorgehoben. Damit dieses genutzt werden könne, müssten beide Seiten "offen miteinander sprechen", sagte er am Mittwoch in Peking, wo er von Ministerpräsident Li Qiang mit militärischen Ehren in der Großen Halle des Volkes empfangen wurde.

Rede an die Nation: Trump beschwört "goldenes Zeitalter" - Demokraten kritisieren "Chaos"

In der längsten Kongress-Rede eines US-Präsidenten seit Jahrzehnten hat sich Donald Trump überragende Erfolge bescheinigt. "Unsere Nation ist zurück – größer, besser, wohlhabender und stärker als je zuvor. Dies ist das goldene Zeitalter Amerikas", sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) in der ersten Rede zur Lage der Nation seiner zweiten Amtszeit. Die oppositionellen Demokraten warfen dem Präsidenten "Chaos" und "Korruption" vor.

SPD-Migrationspolitiker fühlen sich bei Programmdebatte außen vor

Die SPD-Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt hat die Besetzung des parteiinternen Programmrates kritisiert, der die Arbeit am neuen Grundsatzprogramm leiten und koordinieren soll. "Es ist fast schon beschämend, dass die Bundes-SPD im Jahr 2026 einen Programmrat einsetzt, in dem Vielfalts- und Migrationsexpertise kaum verankert ist", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Orkan Özdemir, dem "Spiegel" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. "Ebenso fehlen erkennbar Stimmen, die strukturelle Diskriminierung aus eigener Erfahrung politisch einordnen können."

Textgröße ändern: