The National Times - Union fordert bezahlte Pflegezeit ähnlich zu Elterngeld

Union fordert bezahlte Pflegezeit ähnlich zu Elterngeld


Union fordert bezahlte Pflegezeit ähnlich zu Elterngeld
Union fordert bezahlte Pflegezeit ähnlich zu Elterngeld / Foto: © AFP/Archiv

Die Union fordert für die Pflege von Angehörigen eine finanzielle Ersatzleistung nach dem Vorbild des Elterngeldes. "Dem größten 'Pflegedienst' Deutschlands gebührt mehr Respekt und Unterstützung", hieß es im Entwurf eines Positionspapiers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, das den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) am Donnerstag vorlag. Konkret sprach sich die Fraktion für die Einführung einer "Entgeltersatzleistung/Lohnersatzleistung analog zum Elterngeld bei der Pflegezeit beziehungsweise Familienpflegezeit" aus.

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"Wer sich mit Hingabe um Pflegebedürftige in der Familie kümmert, sollte dafür entlastet werden – gerade, wenn man dafür zeitweise aus dem Beruf aussteigen muss und das Einkommen über Monate fehlt", sagte der CDU-Gesundheitspolitiker Tino Sorge dem RND. Das Elterngeld nannte er "ein Erfolgsmodell". "Was für Kinder gilt, sollten wir auch für die Ältesten unserer Gesellschaft diskutieren" betonte er. Das sei eine Frage der Generationengerechtigkeit.

Auch die Ampel-Parteien sprachen sich in ihrem Koalitionsvertrag dafür aus, pflegenden Angehörigen und Nahestehenden mehr Zeitsouveränität zu ermöglichen, "auch durch eine Lohnersatzleistung im Falle pflegebedingter Auszeiten".

Aktuell haben pflegende Angehörige zwar Anspruch auf Freistellung von ihrem Job. Abgesehen von zinslosen Darlehen gibt es aber bei längerer Pflegezeit keine finanzielle Unterstützung. Nur bei einer kurzzeitigen Arbeitsverhinderung von bis zu zehn Arbeitstagen in einer akuten Pflegesituation haben sie Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld ähnlich dem Krankengeld.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßte den Vorstoß der Union. "Damit unterstützt sie das Vorhaben der Ampel im Koalitionsvertrag und die Pläne von Bundesfamilienministerin Paus", erklärte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel. "Seit Jahren fordern Gewerkschaften und Sozialverbände, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ebenso zu stärken ist, wie Erziehungszeiten durch das Elterngeld besser ermöglicht werden."

Die Union spricht sich in ihrem Papier dem Bericht zufolge außerdem für Steuerfreibeträge für pflegende Angehörige aus sowie eine bessere Rentenversorgung von pflegenden Angehörigen. Thema sind demzufolge auch Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für Pflegefachkräfte.

S.M.Riley--TNT

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