The National Times - SPD-Innenpolitiker Fiedler verteidigt Vorschlag zu leichteren Clan-Abschiebungen

SPD-Innenpolitiker Fiedler verteidigt Vorschlag zu leichteren Clan-Abschiebungen


SPD-Innenpolitiker Fiedler verteidigt Vorschlag zu  leichteren Clan-Abschiebungen
SPD-Innenpolitiker Fiedler verteidigt Vorschlag zu leichteren Clan-Abschiebungen / Foto: © AFP/Archiv

Der SPD-Innenpolitiker Sebastian Fiedler hat den Vorschlag des Bundesinnenministeriums zu leichteren Abschiebungen von Clan-Mitgliedern gegen Kritik verteidigt. "Es ist doch völlig eindeutig und klar, dass die organisierte Kriminalität für Deutschland eine riesengroße Gefahr ist", sagte Fiedler am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Bei der Bildung terroristischer Vereinigungen gebe es bereits erleichterte Möglichkeiten der Abschiebungen. Dies solle nach dem Vorschlag auf den Bereich der kriminellen Vereinigungen übertragen werden.

Textgröße ändern:

Beim Aufenthaltsrecht würden privates und öffentliches Interessen abgewogen, betonte Fiedler. Ihm zufolge geht es nun um die Frage, ob in die entsprechende Strafnorm ein "zusätzliches öffentliches Interesse reingeschrieben wird, nämlich die Begründung dadurch, dass Teile der organisierten Kriminalität natürlich auch erleichtert abgeschoben werden müssen".

Unterstützung für den Vorschlag aus dem Haus von Innenministerin Nancy Faeser (SPD) kam derweil auch vom Bund Deutscher Kriminalbeamter. "Jede Initiative, die zur Bekämpfung der Clan-Kriminalität beiträgt, ist grundsätzlich zu begrüßen", sagte der Vorsitzende Dirk Peglow dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es sei nicht zu dulden, dass kriminelle Clans weiterhin eine Paralleljustiz und -gesellschaft aufbauen. Das Diskussionspapier sei insoweit "eine gute Grundlage".

SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese wies in den Sendern RTL und ntv erneut darauf hin, es gehe nicht darum, Menschen allein wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Familie abzuschieben. Ein Indiz könne aber zum Beispiel sein, wenn Clan-Mitglieder keiner konkreten Arbeit nachgingen, aber "einen Luxuspark vor dem Haus haben oder in einer großen Immobilie wohnen“, sagte Wiese. "Es geht um die Angehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung, nicht dass jemand den gleichen Familiennamen hat", betonte der SPD-Politiker.

K.M.Thompson--TNT

Empfohlen

G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Rohöl und Diesel frei - Ölpreise fallen

Angesichts gestiegener Treibstoffpreise und auf Druck aus den USA haben die G7-Staaten am Freitag die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus ihren Reserven vereinbart. Die Freigabe solle "sofort beginnen" und sich über vier Monate erstrecken, "einschließlich einer vorgezogenen umfangreichen Dieselfreigabe innerhalb der ersten 20 Tage", hieß es in der G7-Erklärung. Die Ölpreise gaben deutlich nach.

Bundespräsident Steinmeier reist am Donnerstag zu Staatsbesuch nach Frankreich

Auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron reist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag zu einem zweitägigen Staatsbesuch nach Frankreich. Der Besuch "würdigt die enge Freundschaft und tiefe Verbundenheit" zwischen Frankreich und Deutschland und "unterstreicht die Vielfalt ihrer Beziehungen", teilte das Bundespräsidialamt am Freitag mit. Es handelt sich um den ersten Staatsbesuch eines deutschen Bundespräsidenten in Frankreich seit 13 Jahren.

Kiews Bürgermeister Klitschko beschreibt Lage nach Angriffen auf Brücke als "sehr dramatisch"

"Der Feind reißt Kiew auseinander": Bürgermeister Vitali Klitschko hat die Lage in der ukrainischen Hauptstadt nach russischen Angriffen auf eine wichtige Brücke als "sehr dramatisch" beschrieben. "Es ist nicht mehr möglich, so zu tun, als ob wir jetzt noch so wie in Friedenszeiten leben könnten", schrieb Klitschko am Freitag im Onlinedienst Telegram, nachdem die Sperrung der Südbrücke über den Fluss Dnipro zu Chaos in seiner Stadt geführt hatte.

Treibstoffpreise: G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei

Vor dem Hintergrund steigender Treibstoffpreise und Druck aus den USA haben die G7-Länder sich auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl geeinigt. Dies solle in den kommenden vier Monaten geschehen, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron anlässlich einer Videokonferenz der G7-Vertreter zur Energiekrise am Freitag. Noch während die Gespräche der G7-Partner liefen, sank der US-Ölpreis um fünf Prozent.

Textgröße ändern: