The National Times - Nach Koran-Schändung durch Aktivisten will Schweden Grenzkontrollen verschärfen

Nach Koran-Schändung durch Aktivisten will Schweden Grenzkontrollen verschärfen


Nach Koran-Schändung durch Aktivisten will Schweden Grenzkontrollen verschärfen
Nach Koran-Schändung durch Aktivisten will Schweden Grenzkontrollen verschärfen / Foto: © TT News Agency/AFP/Archiv

Nach einer erneuten Schändung eines Korans durch zwei irakische Aktivisten will Schweden seine Grenzkontrollen verschärfen. "Menschen mit geringer Bindung an Schweden sollten nicht nach Schweden kommen dürfen, um dort Verbrechen zu verüben", sagte der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson am Dienstag. Eine offizielle Bekanntgabe zu den Grenzkontrollen wird am Donnerstag erwartet.

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Kristersson bekräftigte, dass bei der Genehmigung von öffentlichen Veranstaltungen künftig die Sicherheitsperspektive stärker beachtet werden solle. Die Grenzkontrollen sollten es ermöglichen, "Reisende zu identifizieren, die zu uns kommen und unsere Sicherheit bedrohen", sagte Justizminister Gunnar Strömmer. Die Polizei solle dafür mehr Mittel erhalten.

Zwei irakische Aktivisten hatten am Montag zum dritten Mal seit Ende Juni ein Exemplar des den Muslimen heiligen Buchs geschändet. Sie kickten es sich gegenseitig zu und zündeten einige Seiten an. Die Polizei hatte die Veranstaltung der beiden - nicht aber deren Inhalt - genehmigt.

Die beiden Exil-Iraker Salwan Momika und Salwan Najem fordern nach eigenen Angaben ein Verbot des Korans. Ihre Gründe dafür sind diffus.

Die Organisation für muslimische Zusammenarbeit (OIC) verurteilten die Aktion "aufs Schärfste". Die Organisation zeigte sich "enttäuscht", dass Schweden und Dänemark derartige Veranstaltungen nicht verhinderten.

In Schweden und dem Nachbarland Dänemark hatte es zuletzt mehrfach Aktionen gegeben, bei denen der Koran angezündet oder mit Fußtritten geschändet worden war. Diese hatten zu heftigen Spannungen zwischen den beiden skandinavischen und muslimisch geprägten Ländern sowie auch zu teils gewaltsamen Protesten geführt. Etliche muslimisch geprägte Länder bestellten die Botschafter Schwedens und Dänemarks ein.

Der schwedische Ministerpräsident hatte bereits zuvor eingeräumt, dass die Risiken für sein Land dadurch gestiegen seien. Vergangene Woche wies Schweden 15 Regierungsbehörden an, Anti-Terror-Maßnahmen zu verstärken, darunter die Armee, verschiedene Strafverfolgungsbehörden sowie das Finanzamt.

Lewis--TNT

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