The National Times - In Venezuela inhaftierte US-Bürger freigelassen und in die USA ausgereist

In Venezuela inhaftierte US-Bürger freigelassen und in die USA ausgereist


In Venezuela inhaftierte US-Bürger freigelassen und in die USA ausgereist
In Venezuela inhaftierte US-Bürger freigelassen und in die USA ausgereist

Nach dem Besuch einer US-Delegation in Venezuela sind zwei dort inhaftierte US-Bürger freigekommen und in die USA ausgereist. US-Außenminister Antony Blinken begrüßte am Mittwoch die Freilassung des Erdölmanagers Gustavo Cardenas und des US-Kubaners Jorge Alberto Fernandez und bestätigte ihre Ankunft in den USA. "Während wir diesen positiven Schritt begrüßen, dringen wir weiterhin auf die Freilassung aller in Venezuela und weltweit zu Unrecht inhaftierten US-Bürger."

Textgröße ändern:

Die Freilassung der beiden Männer erfolgt inmitten einer vorsichtigen Annäherung der USA und Venezuelas infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Eine US-Delegation hatte sich am Wochenende in der venezolanischen Hauptstadt Caracas mit Präsident Nicolás Maduro getroffen, den die USA eigentlich nicht mehr als rechtmäßigen Staatschef des südamerikanischen Landes ansehen.

Bei dem Gespräch ging es nach Angaben des Weißen Hauses auch um die Energieversorgung. Die USA hatten im Vorfeld geprüft, wie sie Ölimporte aus Russland wegen des Ukraine-Kriegs reduzieren und auf andere Lieferanten zurückgreifen können. Am Dienstag verhängte US-Präsident Joe Biden dann ein Importverbot für russisches Erdöl.

Die USA hatten ihre diplomatischen Beziehungen zu Venezuela nach der umstrittenen Wiederwahl Maduros im Jahr 2018 abgebrochen. Washington und Dutzende weitere Länder erkannten den damaligen oppositionellen Parlamentspräsidenten Juan Guaidó an, der sich zum Interimspräsidenten erklärte. Washington verhängte zahlreiche Sanktionen gegen Venezuela, im April 2019 trat ein Öl-Embargo in Kraft.

Nun zeichnet sich politisches Tauwetter zwischen beiden Ländern ab, was sich auch in der Freilassung der beiden inhaftierten US-Bürger spiegelt. Gustavo Cardenas ist einer von sechs der als "Citgo 6" bekannten Mitarbeiter des US-Erdölunternehmens Citgo, die 2017 in Venezuela wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen worden waren. Citgo ist eine Tochter des staatlichen venezolanischen Erdölkonzerns PDVSA. Die USA sehen die Vorwürfe als politisch motiviert an.

Jorge Alberto Fernandez war vergangenes Jahr im venezolanischen Bundesstaat Táchira wegen Terrorvorwürfen festgenommen worden. Nach Angaben einer Nichtregierungsorganisation basierten die Vorwürfe darauf, dass der US-Kubaner eine Drohne bei sich hatte.

T.F.Russell--TNT

Empfohlen

1200 Festnahmen bei Ausschreitungen in Frankreich - 150 Polizisten verletzt

Bei den Ausschreitungen am Rande von Massenprotesten in Frankreich sind nach Angaben der Regierung rund 1200 Menschen festgenommen worden. 150 Polizisten seien am Samstag verletzt worden, sagte Premierminister Sébastien Lecornu am späten Abend bei einem Besuch von Einsatzkräften in Paris. Er sprach von "Gewalt von einer extremen Intensität". Es sei "ein Wunder, dass die Bilanz heute Abend nicht noch schlimmer ausfällt", sagte der Premier.

Ausschreitungen in Frankreich: Rathaus von Limoges in Flammen

Bei den Ausschreitungen am Rande der landesweiten Massenproteste in Frankreich ist das 143 Jahre alte Rathaus von Limoges in Flammen aufgegangen. Das markante Gebäude sei "zum großen Teil verloren", sagte am Samstagabend der zuständige Präfekt Maurice Barate der Nachrichtenagentur AFP. Es habe sich um eine "vorsätzliche Tat von Randalierern" gehandelt. Augenzeugen zufolge waren maskierte Demonstranten in das Rathaus der zentralfranzösischen Stadt eingedrungen, um Feuer zu legen.

"Komplett unverantwortlich": Republikaner kritisieren Trump wegen Russland-Kurs

US-Präsident Donald Trump ist wegen der von ihm verfügten Aussetzung von Sanktionen gegen Russland auch in der eigenen Partei in die Kritik geraten. "Das ist völlig unverantwortlich", erklärte am Samstag der republikanische Senator Thom Tillis. "Wenn der Präsident die Energiepreise wirklich senken will, kann er das tun, indem er die Iran-Frage löst - nicht, indem er Wladimir Putin Gefallen erweist."

400 Festnahmen bei Gewaltausbrüchen bei nationalem Protesttag in Frankreich

Bei den Gewaltausbrüchen am Rande von Massendemonstrationen in Frankreich sind etwa 400 Menschen festgenommen worden. Dies teilte am Samstagabend Innenminister Laurent Nuñez mit. Er bezifferte die Zahl der Teilnehmer des landesweiten Protesttages gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem auf 550.000. Die Organisatoren hatten ihrerseits zuvor von rund 800.000 Demonstranten gesprochen.

Textgröße ändern: