The National Times - Französische Rechtspopulistin Le Pen verliert weitere Mitstreiterin an Rivalen

Französische Rechtspopulistin Le Pen verliert weitere Mitstreiterin an Rivalen


Französische Rechtspopulistin Le Pen verliert weitere Mitstreiterin an Rivalen
Französische Rechtspopulistin Le Pen verliert weitere Mitstreiterin an Rivalen

Die französische Rechtspopulistin und Kandidatin bei der Präsidentschaftswahl im April, Marine Le Pen, hat eine weitere hochrangige Mitstreiterin an ihren rechtsextremen Rivalen Eric Zemmour verloren. Le Pens Nichte Marion Maréchal bekundete am Sonntag bei einer Wahlkampfveranstaltung von Zemmour im südfranzösischen Toulon offiziell ihre Unterstützung für den ehemaligen Journalisten und Publizisten.

Textgröße ändern:

Maréchal hatte diesen Schritt zuvor bereits angedeutet. Marine Le Pen sagte dazu im Januar: "Es ist brutal, es ist schockierend, es ist schwierig für mich." Zemmour erhofft sich nun einen erneuten Aufschwung in den Beliebtheitswerten. Nachdem er Le Pen anfänglich in den Umfragen überholt hatte, verlor sein Wahlkampf in den vergangenen Wochen an Schwung.

Die beiden rechten Politiker konkurrieren um den Einzug in die zweite Runde der Präsidentschaftswahl. Dass Amtsinhaber Emmanuel Macron, der am Donnerstag offiziell seine Kandidatur erklärt hatte, als Sieger aus der ersten Wahlrunde hervorgehen wird, gilt nach aktuellen Umfragen als nahezu sicher.

Nach einer Umfrage von Ipsos-Sopra-Steria von Samstag liegt Macron mit 30,5 Prozent deutlich vorn. In den vergangenen zwei Wochen hat er deutlich dazugewonnen, was die Meinungsforscher mit seiner prominenten Rolle in der Ukraine-Krise erklären.

Auf Platz zwei liegt Le Pen mit 14,5 Prozent, die seit Beginn des Ukraine-Kriegs wegen ihrer Verbindungen nach Russland in den Umfragen absackt. Zemmour kommt auf 13 Prozent. Die rechtskonservative Valérie Pécresse, die zeitweise auf Platz zwei gelegen hatte, rutschte mit 11,5 Prozent hinter den Linkspopulisten Jean-Luc Mélenchon (zwölf Prozent). Das linke Lager ist stark zersplittert, Mélenchon ist der einzige Kandidat mit einem zweistelligen Wert.

Maréchal wird mit ihren 32 Jahren als zukünftige Anführerin des nationalistischen Lagers in Frankreich gehandelt. Sie war 2012 im Alter von 22 Jahren als jüngste Abgeordnete ins Parlament gewählt worden. Fünf Jahre später zog sie sich aus der ersten Reihe der Politik zurück, nach eigenen Angaben um mehr Zeit mit ihrer Tochter zu verbringen und eine Schule für Politikwissenschaften mit Schwerpunkt Nationalismus zu eröffnen.

F.Harris--TNT

Empfohlen

Lulas Team wirft US-Konzern Meta Einmischung in brasilianischen Wahlkampf vor

Das Wahlkampfteam von Brasiliens Staatschef Luiz Inàcio Lula da Silva hat dem US-Tech-Konzern Meta Einmischung in den Präsidentschaftswahlkampf vorgeworfen. Online-Plattformen von Meta wie etwa Instagram hätten die Verbreitung seiner Inhalte eingeschränkt, erklärte Lulas Wahlkampfteam am Samstag (Ortszeit). So sei bei einer Veröffentlichung auf Lulas offiziellem Nutzerkonto die Zählung der Abrufzahlen unterbrochen worden, was die Reichweite verringert habe.

Eskalation im Konflikt mit Huthis: Viele Tote und Verletzte bei Angriff auf Riads Airport

Mit einem tödlichen Raketenangriff auf den internationalen Flughafen der saudiarabischen Hauptstadt Riad ist der Konflikt mit der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen weiter eskaliert. Nach dem Angriff mit mindestens zwölf Toten und 309 Verletzten kündigte die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition gegen die Huthis am Sonntag eine entschiedene Reaktion an. US-Präsident Donald Trump kritisierte die Attacke vom Samstag als "nicht hinnehmbar", die Vereinten Nationen äußerten sich besorgt.

SPD-Spitzenkandidat in NRW skeptisch gegenüber Parteiausschlussverfahren gegen Schröder

In der Debatte um einen Parteiausschluss von SPD-Altkanzler Gerhard Schröder wegen seiner Nähe zu Kreml-Chef Wladimir Putin hat der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, Jochen Ott, Skepsis geäußert. "Die Hürden für einen Parteiausschluss sind hoch. Ich bin deshalb zum jetzigen Zeitpunkt skeptisch, ob ein Ausschlussverfahren gegen Gerhard Schröder Aussicht auf Erfolg hätte", sagte Ott dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Trump: Beilegung des Ukraine-Kriegs scheitert an Selenskyj, nicht an Putin

US-Präsident Donald Trump hat dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj vorgeworfen, dass eine Vereinbarung zur Beendigung des Ukraine-Kriegs an ihm und nicht an Kreml-Chef Wladimir Putin scheitere. "Russland würde gerne einen Deal machen", sagte Trump am Samstag (Ortszeit) auf dem Regierungsflughafen Joint Base Andrews vor Reportern. "Aber aus welchen Gründen auch immer will Selenskyj keinen Deal machen."

Textgröße ändern: