The National Times - Psychosoziale Zentren fordern bessere Unterstützung für traumatisierte Flüchtlinge

Psychosoziale Zentren fordern bessere Unterstützung für traumatisierte Flüchtlinge


Psychosoziale Zentren fordern bessere Unterstützung für traumatisierte Flüchtlinge
Psychosoziale Zentren fordern bessere Unterstützung für traumatisierte Flüchtlinge

Angesichts der steigenden Zahl ukrainischer Kriegsflüchtlinge hat die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF) finanzielle Unterstützung von Bund, Ländern und Kommunen gefordert. "Die psychosozialen Zentren werden versuchen, jedem und jeder zu helfen, der oder die Hilfe benötigt", sagte Geschäftsleiter Lukas Welz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Sonntagsausgaben). "Dazu braucht es aber schnell eine finanzielle und personelle Aufstockung in der Struktur", forderte er.

Textgröße ändern:

Deutschland sei auf diese Situation nicht vorbereitet, warnte Welz. "Die Finanzierung der psychosozialen Zentren sei "schon jetzt prekär". Der zusätzlich entstehende Bedarf durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine sei nicht mehr zu bewältigen, "wenn es nicht zu einer deutlichen Unterstützung von Bund, Ländern und Kommunen in dieser akuten Situation kommt".

Auch der Bundesvorsitzende der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung (DPtV), Gebhard Hentschel, forderte zusätzliche Unterstützung. "Wir gehen davon aus, dass aus der Ukraine kommende Flüchtlinge psychologische und psychotherapeutische Hilfe in erheblichem Umfang benötigen", sagte Hentschel dem RND. Da die Versorgungslage in Deutschland insgesamt angespannt sei, sei diese zusätzliche Aufgabe mit der aktuellen Zahl an Kassenpsychotherapeuten nicht zu schaffen. "Kurzfristige Kostenübernahmen im Rahmen von Kostenerstattung durch die Krankenkassen sind notwendig", forderte Hentschel.

E.Cox--TNT

Empfohlen

Parlamentswahl in Israel: Kein klarer Weg zur Regierungsbildung

Nach der Parlamentswahl in Israel zeichnet sich noch kein klarer Weg zu einer Regierungsbildung ab. Nach Auszählung von 77,6 Prozent aller Stimmzettel kommt der Block von Regierungschef Benjamin Netanjahu auf 54 der 120 Sitze im Parlament, wie die Wahlkommission am Mittwoch mitteilte. Demnach kommt das Oppositionsbündnis unter Gadi Eisenkot auf 49 Sitze, die Listen der arabischen Israelis auf 17. Der Chef der arabischen Vereinigten Liste rief zu einer "jüdisch-arabischen Partnerschaft" gegen Netanjahu auf.

Bolsonaro setzt sich nach Wahlniederlage aus Brasilien ab - Aufenthaltsort unklar

Nach seiner Niederlage bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien hat sich der Rechtspopulist Flávio Bolsonaro trotz eines richterlichen Ausreiseverbots ins Ausland abgesetzt. Über seinen Aufenthaltsort herrschte am Mittwoch jedoch Unklarheit: Nach argentinischen Angaben reiste er über Argentinien nach Ecuador. Laut der Website FlightAware war sein Flugzeug auf dem Weg nach Miami. Zuvor hatten US-Medien berichtet, der unterlegene Präsidentschaftskandidat sei in den USA eingetroffen. Die USA erklärten sich zur Aufnahme Bolsonaros bereit und wollten ihm und seiner Familie Visa ausstellen.

Merz: Deutschland wird Rüstungskooperation mit Japan verstärken - Kampfjetbau ausloten

Deutschland will nach den Worten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Rüstungskooperation mit Japan verstärken. Merz nannte am Mittwoch bei einer Pressekonferenz mit der japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi in Tokio etwa "gemeinsame Entwicklungen für eine innovative Verteidigung der Zukunft". Beide Länder wollen Merz zufolge auch "ausloten, ob eine Zusammenarbeit im Kampfflugzeugbau möglich ist". Ein entsprechender Prüfauftrag sei "vorbereitet".

Nach Ausschreitungen in Frankreich: Randalierer sollen für Schäden zahlen

Vor dem Hintergrund der jüngsten Ausschreitungen in Frankreich sollen Randalierer und Mitläufer künftig für die entstandenen Schäden aufkommen. Der mehrheitlich rechte Senat verabschiedete einen entsprechenden Gesetzesvorschlag in der Nacht zu Mittwoch mit 229 zu 105 Stimmen. Für das Begleichen der Kosten sollen auch Sozialleistungen herangezogen werden können.

Textgröße ändern: