The National Times - Trump weist Vorwurf der "kriminellen Verschwörung" zurück

Trump weist Vorwurf der "kriminellen Verschwörung" zurück


Trump weist Vorwurf der "kriminellen Verschwörung" zurück
Trump weist Vorwurf der "kriminellen Verschwörung" zurück

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat den Vorwurf einer "kriminellen Verschwörung" im Zusammenhang mit der Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar 2021 zurückgewiesen. Trump erklärte am Donnerstag, die wahre "Verschwörung" sei die "Manipulation" der Präsidentschaftswahl 2020 durch die Demokratische Partei des heutigen Präsidenten Joe Biden gewesen.

Textgröße ändern:

Das "einzige Ziel" des parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Kapitol-Erstürmung, der Trump die Straftat der "kriminellen Verschwörung" vorwirft, sei es, ihn an einer möglichen neuen Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2024 zu hindern, erklärte der Republikaner weiter. "Dadurch zerstören sie die Demokratie, wie wir sie kennen."

Der U-Ausschuss des Repräsentantenhauses hatte am Mittwoch in einem Gerichtsdokument schwere Vorwürfe gegen Trump erhoben. Dem 75-jährigen Republikaner und Mitgliedern seines Wahlkampfteams wird eine "kriminelle Verschwörung" mit dem Ziel zur Last gelegt, den Ausgang der Präsidentschaftswahl vom November 2020 zu kippen und dabei "die Vereinigten Staaten zu betrügen".

Vorgeworfen wird Trump auch eine "Behinderung eines offiziellen Vorgangs". Es ist das erste Mal, dass der Untersuchungsausschuss konkrete strafrechtliche Vorwürfe gegen den früheren Präsidenten erhebt.

In dem Gerichtsdokument geht es um eine rechtliche Auseinandersetzung mit dem Anwalt John Eastman, den der Untersuchungsausschuss zu einer Übergabe von Dokumenten zwingen will. Eastman hatte ein Memo geschrieben, wie der damalige Vizepräsident Mike Pence eine Zertifizierung von Bidens Wahlsieg verhindern könnte.

Radikale Trump-Anhänger hatten das Kapitol gestürmt, als dort Bidens Wahlsieg zertifiziert und damit endgültig offiziell gemacht werden sollte. Trump, der seine Wahlniederlage bis heute nicht anerkennt und von angeblichem massiven Wahlbetrug spricht, hatte seine Anhänger direkt zuvor in einer aufpeitschenden Rede aufgerufen, zum Kapitol zu marschieren und "auf Teufel komm raus" zu kämpfen.

Der Sturm auf den Sitz des Kongresses mit fünf Toten sorgte weltweit für Entsetzen und gilt als schwarzer Tag in der Geschichte der US-Demokratie. Letztlich zertifizierte der Kongress in der von Pence geleiteten Sitzung Stunden nach der Attacke Bidens Wahlsieg.

Der vom Repräsentantenhaus eingesetzte Untersuchungsausschuss nimmt die Rolle von Trump und seinem Umfeld bei der Gewalt vom 6. Januar 2021 unter die Lupe. Er will einen Bericht im Verlauf des Jahres vorlegen, auf jeden Fall vor den Kongress-Zwischenwahlen im November, bei denen die Demokraten ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren könnten. Für großes Interesse sorgt die Frage, ob der U-Ausschuss auch strafrechtliche Ermittlungen gegen den Ex-Präsidenten fordern könnte.

Trump hat wiederholt offen mit einer erneuten Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2024 geliebäugelt. Der Rechtspopulist ist nach wie vor der starke Mann in seiner Republikanischen Partei und genießt bei der konservativen Basis großes Ansehen.

S.Ross--TNT

Empfohlen

Trump gibt vorzeitig Stimme für US-Kongresswahl ab - Obama attackiert Regierung

US-Präsident Donald Trump hat vor den Kongresswahlen vom 3. November vorzeitig seine Stimme abgegeben. Trump ging am Samstag in einem Wahllokal in West Palm Beach im Bundesstaat Florida nahe seiner Privatresidenz Mar-a-Lago wählen. Der frühere Präsident Barack Obama übte derweil bei Wahlkampfveranstaltungen demokratischer Kandidaten in Ohio und Michigan scharfe Kritik an Trump. Dessen Regierung warf er unter anderem "Inkompetenz" vor.

Erneut Gewalt bei regierungskritischen Protesten in Albanien

Bei erneuten regierungskritischen Protesten in Albaniens Hauptstadt Tirana haben sich Demonstranten und Sicherheitskräfte heftige Auseinandersetzungen geliefert. Protestierer warfen Steine auf das Bildungsministerium und attackierten die Sicherheitskräfte mit Feuerwerkskörpern, die Polizei setzte Wasserwerfer, Gummigeschosse und Tränengas ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Trump gibt vorzeitig Stimme für US-Kongresswahl ab

US-Präsident Donald Trump hat vor den Kongresswahlen vom 3. November vorzeitig seine Stimme abgegeben. Trump ging am Samstag in einem Wahllokal im Landkreis Palm Beach im Bundesstaat Florida nahe seiner Privatresidenz Mar-a-Lago wählen. Begleitet wurde der 80-Jährige dabei von seiner Ehefrau Melania. Der US-Präsident, dessen Republikanern bei den sogenannten Midterms eine empfindliche Niederlage droht, trug anschließend einen Aufkleber mit der Aufschrift "I voted" (Ich habe gewählt) am Revers seines Sakkos.

2000 Palästinenser aus ihren Häusern in Hebron vertrieben

Bei der Großoffensive der israelischen Armee im besetzten Westjordanland sind in der Stadt Hebron rund 2000 Palästinenser aus ihren Häusern vertrieben worden. "Ausgewählte Einheiten der Armee sind jetzt dort im Einsatz", sagte Verteidigungsminister Israel Katz am Samstag dem israelischen Sender Kan. Die 2000 betroffenen Palästinenser dürften nicht zurückkehren, "bevor wir nicht alle Probleme mit der Hamas in Hebron geregelt haben".

Textgröße ändern: