The National Times - Gespräche zwischen Vertretern Aserbaidschans und Armeniens in den USA

Gespräche zwischen Vertretern Aserbaidschans und Armeniens in den USA


Gespräche zwischen Vertretern Aserbaidschans und Armeniens in den USA
Gespräche zwischen Vertretern Aserbaidschans und Armeniens in den USA / Foto: © AFP/Archiv

In den USA haben am Montag Gespräche zwischen Vertretern Armeniens und Aserbaidschans zur Beilegung des jüngsten Konflikts um die Region Berg-Karabach begonnen. Die viertägigen Verhandlungen finden nach Regierungsangaben in einem dem US-Außenministerium gehörenden Gebäude außerhalb der Hauptstadt Washington statt. Am Sonntag hatte US-Außenminister Antony Blinken den armenischen Außenminister Ararat Mirsoja und Aserbaidschans Außenminister Dscheihun Bairamow zu einem Abendessen empfangen.

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Aserbaidschan hatte vor wenigen Tagen einen Kontrollpunkt auf der einzigen Verbindungsstraße von der umkämpften Konfliktregion Berg-Karabach nach Armenien, dem Latschin-Korridor, eingerichtet. Eriwan verurteilte den Schritt als Bruch des jüngsten Waffenstillstands zwischen den beiden Erzfeinden; Baku begründete ihn mit einem angeblichen "illegalen Transport von Arbeitskräften, Waffen und Minen aus armenischem Gebiet", die für "illegale Zusammenschlüsse armenischer Banditen auf aserbaidschanischem Territorium" gedacht gewesen seien.

Die beiden Kaukasusrepubliken Aserbaidschan und Armenien streiten seit dem Zerfall der Sowjetunion um die Grenzregion Berg-Karabach und lieferten sich bereits zwei Kriege um das Gebiet. Nach den jüngsten Kämpfen mit mehr als 6500 Toten im Jahr 2020 hatte Russland ein Waffenstillstandsabkommen vermittelt, das Armenien zur Aufgabe großer Gebiete zwang. Dennoch gibt es immer wieder tödliche Scharmützel an der armenisch-aserbaidschanischen Grenze.

Armenien wirft dem Nachbarland seit Monaten zudem vor, durch eine Blockade des Latschin-Korridors eine "humanitäre Krise" in Berg-Karabach zu verursachen. In der überwiegend von Armeniern bewohnten Region fehle es an Nahrungsmitteln und Medikamenten, außerdem leide das Gebiet unter Stromausfällen.

R.Hawkins--TNT

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