The National Times - Rentenpräsidentin wirbt für Teilnahme an Sozialwahl

Rentenpräsidentin wirbt für Teilnahme an Sozialwahl


Rentenpräsidentin wirbt für Teilnahme an Sozialwahl
Rentenpräsidentin wirbt für Teilnahme an Sozialwahl / Foto: © AFP/Archiv

Rentenpräsidentin Gundula Roßbach ruft die Versicherten zur Stimmabgabe bei der anstehenden Sozialwahl auf. Bis Ende Mai werden bei der Deutschen Rentenversicherung Bund und bei fünf Krankenkassen neue Sozialparlamente gewählt. "In der Rentenversicherung setzen sich die Mitglieder des Rentenparlaments für die Interessen der Beitragszahler und Rentner ein", sagte Roßbach der Nachrichtenagentur AFP. Das Gremium wählt beispielsweise die vielen Ehrenamtlichen, die sich zum Thema Rente engagieren.

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"Rund 4500 Menschen beraten in der Nachbarschaft zu allen Fragen rund um die Rente und helfen ehrenamtlich etwa bei den Rentenanträgen", sagte Roßbach. "Mehrere hundert gewählte Ehrenamtliche sind zudem in den Widerspruchsausschüssen aktiv." Dort werde jede Entscheidung der Verwaltung, mit der Versicherte nicht einverstanden sind, noch einmal überprüft.

"Das Rentenparlament ist auch für die Ausgestaltung der Rehabilitation zuständig und achtet auf die hohe Qualität der Reha-Kliniken", sagte Roßbach weiter. "In der Corona-Pandemie hat es zudem wichtige Projekte wie Rehas bei Long Covid und Post Covid angestoßen, um den Versicherten schnell Angebote machen zu können."

Das Rentenparlament setzt sich zu gleichen Teilen aus Vertreterinnen und Vertretern von Versicherten und Arbeitgebern zusammen. "Das Gremium ist auch für die Kontrolle der Verwaltung zuständig und achtet darauf, dass sparsam mit den Beiträgen umgegangen wird", so Roßbach.

Die Sozialwahl findet alle sechs Jahre statt, rund 52 Millionen Menschen bekommen in diesen Tagen ihre Wahlunterlagen. Neben der Vertreterversammlung bei der Deutschen Rentenversicherung Bund stehen die Sozialparlamente der Krankenkassen TK, Barmer, DAK-Gesundheit, Kaufmännische Krankenkasse (KKH) und Handelskrankenkasse (hkk) zur Wahl. Wer sowohl gesetzlich rentenversichert als auch in einer dieser Kassen ist, erhält also zwei Stimmzettel und wählt zwei Sozialparlamente.

Bei der vorangegangenen Wahl 2017 lag die Beteiligung bei rund 30 Prozent. "Das ist für eine Wahl, bei der es nicht um den Bundestag oder die Landesparlamente geht, gar nicht so wenig", sagte Roßbach. "Wir arbeiten aber daran, dass die Beteiligung noch besser wird."

Ziel sei, auch jüngere Menschen zu motivieren, sich mit den Themen Gesundheit und Alter zu beschäftigen. So werde auch über Social-Media-Kanäle für die Sozialwahl geworben. In einem Modellprojekt der fünf Ersatzkassen gibt es erstmals auch die Möglichkeit zur Onlinewahl. Sollte das Modellprojekt erfolgreich sein, werde auch die Deutsche Rentenversicherung bei der nächsten Sozialwahl die Möglichkeit der Online-Abstimmung anbieten, sagte Roßbach.

C.Blake--TNT

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