The National Times - Iranischer Chefunterhändler äußert sich optimistisch zu Atomverhandlungen in Wien

Iranischer Chefunterhändler äußert sich optimistisch zu Atomverhandlungen in Wien


Iranischer Chefunterhändler äußert sich optimistisch zu Atomverhandlungen in Wien
Iranischer Chefunterhändler äußert sich optimistisch zu Atomverhandlungen in Wien

Der iranische Chefunterhändler bei den Atomverhandlungen in Wien hat sich am Mittwochabend optimistisch zum Verhandlungsfortgang geäußert. "Wir sind näher denn je an einer Einigung", schrieb Ali Bagheri auf Twitter. Er schränkte aber ein: "Nichts ist vereinbart, solange nicht alles vereinbart ist." Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian mahnte den Iran indessen zur Eile. "Es braucht (jetzt) politische Entscheidungen von Seiten der Iraner", sagte er.

Textgröße ändern:

"Je weiter wir gehen, je mehr der Iran seine nuklearen Verfahren beschleunigt, desto weniger Interesse haben die Parteien, dem JCPOA beizutreten" sagte Le Drian vor dem französischen Senat mit Verweis auf das Atomabkommen von 2015. "Wir sind jetzt am Kipppunkt angelangt". Der Iran habe eine "sehr klare" Wahl: "Entweder sie lösen in den kommenden Tagen eine schwere Krise aus, auf die man verzichten könnte, oder sie akzeptieren das Abkommen, das die Interessen aller Parteien und insbesondere die Interessen des Irans respektiert".

Irans Chefunterhändler Bagheri wies solche Drohungen zurück: "Unsere Verhandlungspartner müssen realistisch sein, Unnachgiebigkeit vermeiden und die Lehren der letzten vier Jahre berücksichtigen", betonte er.

Zuvor hatte Teheran erklärt, es wolle als Garantie eine "politische Erklärung" des US-Kongresses, in der sich die USA verpflichten, zum Atomabkommen zurückzukehren und es umzusetzen. "Aus Prinzip kann die öffentliche Meinung im Iran die Äußerungen eines Staatsoberhauptes nicht als Garantie akzeptieren, schon gar nicht die der USA aufgrund des Rückzugs der Amerikaner im Jahr 2018", sagte der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian laut einer Kopie seines Interviews mit der "Financial Times" vom Mittwoch, die auf der Website des Außenministeriums veröffentlicht wurde.

Der iranische Außenminister sagte, dass er die iranischen Unterhändler gebeten habe, den westlichen Parteien vorzuschlagen, dass "zumindest ihre Parlamente oder Präsidenten, einschließlich des US-Kongresses, in Form einer politischen Erklärung ihr Engagement für das Abkommen und die Rückkehr zur Umsetzung des Abkommens verkünden können".

Die Verhandlungen in Wien zielen auf eine Wiederbelebung des Atomabkommens mit dem Iran aus dem Jahr 2015 ab. Das Abkommen soll Teheran am Bau von Atomwaffen hindern und verspricht im Gegenzug den Abbau von Sanktionen.

Die US-Regierung hatte sich 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump aus dem Abkommen zurückgezogen und ihre Wirtschaftssanktionen wieder in Kraft gesetzt. Danach zog sich auch der Iran schrittweise aus den Vereinbarungen zurück.

Die Wiener Verhandlungen sollen zum einen die USA zurück in das Abkommen holen und zum anderen den Iran dazu bringen, sein Atomprogramm wieder auf das vorgesehene Niveau zurückzufahren. Beteiligt sind China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und zumindest indirekt auch die USA.

A.Wood--TNT

Empfohlen

Berliner CDU-Spitzenkandidat Evers fordert von Bundesregierung mehr Geschlossenheit

Gut eine Woche vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl hat der CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers die Bundesregierung zu mehr Geschlossenheit und schnelleren Entscheidungen aufgerufen. "In Berlin haben wir vorgemacht, wie man auch in kurzer Regierungszeit viel bewegen kann: Indem man Auseinandersetzungen hinter verschlossenen Türen führt und anschließend gemeinsame Erfolge nach außen vertritt", sagte Evers der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe).

25 Jahre nach 9/11: Gedenkfeiern in den USA für die Opfer der Terroranschläge

Ein Vierteljahrhundert nach den Terroranschlägen vom 11. September haben die USA der fast 3000 Todesopfer gedacht. Die offiziellen Gedenkfeiern verdeutlichten dabei, wie gespalten das Land heute ist: In New York erinnerten die Familien der Opfer und frühere Präsidenten parteiübergreifend an die Anschläge. Präsident Donald Trump hielt derweil im Pentagon bei Washington eine Rede und erklärte den Iran-Krieg zur Fortsetzung des "Kriegs gegen den Terror".

25 Jahre 9/11: US-Geheimdienst CIA gibt Berichte mit Al-Kaida-Warnungen frei

Zum 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September hat der US-Geheimdienst CIA Verschlusssachen freigegeben. Veröffentlicht wurden am Freitag 70 CIA-Berichte an die ehemaligen Präsidenten Bill Clinton und George W. Bush. Sie zeigen erneut, dass die Agenten bereits Jahre vor den Anschlägen vor dem Terrornetzwerk Al-Kaida und seinem Gründer Osama bin Laden warnten. Allerdings seien die Informationen "spärlich, vage und unvollständig" gewesen, räumte die CIA ein.

Selenskyj fordert von USA ab sofort "strenge" Sanktionen gegen Russland

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat US-Präsident Donald Trump aufgefordert, ab sofort "strenge" Sanktionen gegen Russland zu verhängen, um der russischen Waffenproduktion zu schaden. "Es müssen ab sofort Sanktionen verhängt werden. Diese Sanktionen müssen streng sein", sagte Selenskyj am Freitag auf einem internationalen Forum in Kiew. "Ich verstehe manchmal nicht, warum Entscheidungen nicht schnell getroffen werden können", fügte der Präsident hinzu.

Textgröße ändern: